Tote und Verletzte in Kiew. JD Vance spricht mit Stolz über die Einstellung der Ukraine-Hilfen. Alle Entwicklungen im Newsblog. Donnerstag, 16. April Mindestens 14 Tote und Dutzende Verletzte bei russischen Angriffen in der Ukraine Bei massiven russischen Luftangriffen auf die Ukraine sind nach Behördenangaben in der Nacht zum Donnerstag mindestens 14 Menschen getötet und Dutzende verletzt worden. Sieben Menschen seien in der südlichen Hafenstadt Odessa bei Raketen- und Drohnenangriffen ums Leben gekommen, erklärte der dortige Regionalgouverneur Serhij Lysak. In der Hauptstadt Kiew seien mindestens vier Menschen getötet worden, darunter ein Zwölfjähriger, teilte Bürgermeister Vitali Klitschko im Onlinedienst Telegram mit. Zudem seien allein in der Hauptstadtregion mindestens 45 Menschen verletzt worden. Die russische Armee griff in der Nacht zum Donnerstag auch die Stadt Dnipro an. Dabei wurden nach Angaben von Gouverneur Oleksandr Hanscha drei Menschen getötet. Aus Charkiw und Odessa wurden Verletzte gemeldet. Bei einem ukrainischen Gegenangriff in der südrussischen Region Krasnodar wurden nach Angaben der örtlichen Behörden zwei Minderjährige im Alter von fünf und 14 Jahren getötet. USA setzen Sanktionen auf russisches Öl wieder ein Die USA werden im Zuge des Iran-Kriegs beschlossene Sanktionslockerungen für russisches Erdöl nicht verlängern. "Wir werden die Generallizenz für russisches Öl nicht verlängern", sagte US-Finanzminister Scott Bessent am Mittwoch in Washington . Die USA hatten vor einem Monat wegen der Sperrung der Straße von Hormus und der in der Folge stark gestiegenen Ölpreise die gegen Russland wegen des Ukraine-Kriegs verhängten Sanktionen gelockert. Das US-Finanzministerium erteilte eine Lizenz, die den Verkauf von russischem Rohöl und russischen Erdölprodukten erlaubt, die vor dem 12. März auf Schiffe verladen wurden. Dies war nur als vorübergehende Maßnahme gedacht. Tote und Verletzte nach Angriff auf Kiew Die ukrainische Hauptstadt Kiew ist in der Nacht einmal mehr von einer Welle russischer Luftangriffe getroffen worden. Dabei seien mindestens vier Menschen ums Leben gekommen, darunter ein Kind, schrieb Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko auf der Plattform Telegram. Zudem seien 45 Menschen verletzt worden. Zunächst war nur von vier Verletzten die Rede gewesen. Den Angaben nach war das getötete Kind zwölf Jahre alt. Klitschko rief die Bevölkerung am frühen Morgen dazu auf, weiter in Schutzräumen zu bleiben, da die Stadt erneut angegriffen werde. Journalisten des Nachrichtenportals "The Kyiv Independent" berichteten von lauten Explosionen, als Raketen die Millionenstadt in mehreren Salven getroffen hätten. Schäden an Geschäfts- und Wohnhäusern wurden aus mehreren Stadtteilen gemeldet, wie Kiews Militärverwalter Tymur Tkatschenko auf Telegram schrieb. Einsatzkräfte hätten ein Kind aus den Trümmern eines beschädigten Mehrfamilienhauses gerettet. Sowohl das Kind als auch seine Mutter würden behandelt. Ukraine setzt Drohnen-Sturmeinheiten ein Das ukrainische Militär setzt noch mehr auf den Angriff mit Drohnen. Jetzt wurde eine neue Taktik gegen die russischen Invasoren bekanntgegeben. Die Ukraine will mit sogenannten Drohnen-Sturmeinheiten russische Stellungen angreifen. Das kündigte das Verteidigungsministerium in Kiew auf Telegram an. Ukraine: Massiven russischen Angriff abgewehrt Nach ukrainischen Angaben haben russische Streitkräfte binnen 13 Stunden 361 Drohnen und 21 Raketen auf die Ukraine abgefeuert. Dies teilt die ukrainische Luftwaffe mit. 349 Drohnen und 20 Raketen seien abgeschossen oder abgefangen worden. Es seien zwölf Drohneneinschläge und ein Raketeneinschlag sowie zwölf Fälle von herabfallenden Trümmern registriert worden. "Allein in den vergangenen 24 Stunden gab es brutale Angriffe auf Dnipro, Tscherkassy, Charkiw, Krywyj Rih, Tschernihiw, die Region Donezk und Saporischschja. Wir brauchen jeden einzelnen Tag Raketen zur Luftverteidigung – jeden Tag, an dem die Russen ihre Angriffe auf unsere Städte fortsetzen", erklärt Präsident Wolodymyr Selenskyj dazu auf der Plattform X. Mittwoch, 15. April Vance: Besonders stolz, dass Ukraine-Hilfen eingestellt wurden US-Vizepräsident JD Vance hat erklärt, er sei stolz darauf, dass Washington angesichts des russischen Angriffskriegs die Zahlungen an die Ukraine eingestellt habe. Dies zähle er zu den wichtigsten Erfolgen der Trump-Regierung. Bei einer Veranstaltung der rechtspopulistischen Organisation Turning Point USA in Athens im Bundesstaat Georgia schilderte Vance eine Begegnung mit einem ukrainischstämmigen US-Bürger. Dieser habe ihn heftig kritisiert, weil er sich für ein Ende der amerikanischen Finanzierung des Ukraine-Kriegs ausgesprochen habe. Vance sagte dazu, er vertrete diese Haltung weiterhin. Besonders stolz sei er darauf, dass die Regierung den europäischen Partnern deutlich gemacht habe: Wer Waffen für die Ukraine kaufen wolle, könne das tun, doch die USA selbst würden keine Waffen mehr finanzieren und nicht länger an die Ukraine liefern. Anders als die vorherige US-Regierung hat Präsident Donald Trump nahezu sämtliche neuen Hilfsleistungen für Kiew eingestellt. Damit verlagerte sich die finanzielle Last für die Unterstützung der ukrainischen Verteidigung stärker auf Europa. Die europäischen Partner trugen im Jahr 2025 den größten Teil der Militärhilfe für die Ukraine. Dazu gehörte auch der Kauf dringend benötigter Patriot-Abfangraketen sowie weiterer in den USA produzierter Waffensysteme. Ukraine meldet Angriffe aus Russland mit Hunderten Drohnen Die Ukraine ist auch in der Nacht zum Mittwoch von Russland massiv aus der Luft angegriffen worden. Insgesamt habe das russische Militär seit Dienstagabend 324 Drohnen und drei Raketen eingesetzt, teilte die ukrainische Luftwaffe mit. Die Flugabwehr habe 309 Drohnen abschießen oder unschädlich machen können. Die Raketen und die übrigen Drohnen hätten jedoch neun Ortschaften erreicht. Insgesamt sollen bei den gestrigen Angriffen mindestens sieben Menschen getötet worden sein, 64 weitere erlitten Verletzungen. Aus mehreren Landesteilen wurden Schäden gemeldet, darunter an Wohnhäusern. In der Region Odessa am Schwarzen Meer sei die Hafeninfrastruktur angegriffen worden, Verwaltungsgebäude und Lagerhallen seien beschädigt worden. Großbritannien schickt 120.000 Drohnen in die Ukraine Die britische Regierung stellt der Ukraine für ihren Abwehrkampf gegen Russland weitere 120.000 Drohnen zur Verfügung. Das wolle der britische Verteidigungsminister John Healey beim Treffen der Ukraine-Kontaktgruppe in Berlin heute verkünden, meldete die britische Nachrichtenagentur PA unter Berufung auf Regierungsangaben. Beim bislang größten britischen Drohnenpaket handele es sich um weitreichende Angriffsdrohnen, Aufklärungsdrohnen, Logistikdrohnen und solche mit maritimen Fähigkeiten, hieß es weiter. Viele davon werden demnach in Großbritannien produziert. "Dieser große Schwung an kampferprobten Drohnen wird den ukrainischen Streitkräften die Fähigkeiten verleihen, die sie brauchen, um ihr Volk zu verteidigen und die russische Aggression abzuwehren", sagte Healey PA zufolge. Drohnen spielen eine zunehmend bedeutende Rolle auf dem Schlachtfeld. Selenskyj: US-Verhandler haben "keine Zeit für die Ukraine" Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat negative Auswirkungen des Iran-Kriegs auf die Friedensbemühungen und die Waffenlieferungen für sein Land beklagt. Mehr dazu lesen Sie hier. Ukraine: Achtjähriger durch russischen Drohnenangriff getötet In der zentralukrainischen Stadt Tscherkassy ist nach Behördenangaben ein achtjähriger Junge durch einen russischen Drohnenangriff getötet worden. Weitere 14 Menschen seien verletzt worden, schrieb der Gouverneur Ihor Taburez bei Telegram. Vier Hochhäuser wurden demnach beschädigt. Zuvor waren bereits bei einem russischen Raketenangriff auf die Industriestadt Dnipro nach Behördenangaben fünf Menschen getötet und 27 verletzt worden. Russland überzieht die Ukraine seit mehr als vier Jahren mit einem zerstörerischen Angriffskrieg. Russische Bloggerin an Putin: Man hat Angst vor Ihnen Die prominente russische Lifestyle-Bloggerin Viktorija Bonja hat mit einem an Kremlchef Wladimir Putin gerichteten Kritikvideo auf der Plattform Instagram am Tag der Veröffentlichung mehr als 700.000 Likes gesammelt. Bonja, die selbst nicht in Russland lebt, wandte sich direkt an Putin. "Wladimir Wladimirowitsch, man hat Angst vor Ihnen. Das Volk hat Angst vor Ihnen, Blogger, Künstler haben Angst, Gouverneure haben Angst vor Ihnen. Und Sie sind der Präsident unseres Landes. Mir scheint, wir sollten keine Angst haben", sagte sie. Sie selbst habe keine Angst vor dem Kremlchef, unterstütze ihn und halte ihn für einen starken Politiker, der nur schlecht informiert sei. In dem Video nennt sie Probleme, über die ihn ihrer Meinung nach kein Gouverneur informiere. Es geht unter anderem um Hilfe für die Opfer der Flutkatastrophe in der russischen Teilrepublik Dagestan, die Ölpest bei Anapa an der russischen Schwarzmeerküste, wo im Dezember 2024 zwei Öltanker verunglückt waren, und die jüngsten Internetblockaden. Bonja ist bekannt aus einer russischen Reality-Show, bei Instagram hat sie fast 13 Millionen Follower. Montag, 13. April Russland gerät unter neuen Druck Selenskyjs Besuch in Berlin kommt zu einem heiklen Moment: Kiew droht das Geld auszugehen – ausgerechnet jetzt, da es an der Front Hoffnungsschimmer gibt. Vier positive Entwicklungen aus der Ukraine . Russlands Einnahmen aus Ölgeschäft legen kräftig zu Russland hat die Einnahmen aus seinem für die eigene Kriegswirtschaft wichtigen Ölgeschäft dank der höheren Preise im Zuge des Konflikts im Nahen Osten im März wieder drastisch gesteigert. Die Exporterlöse hätten sich im vergangenen Monat auf 19 Milliarden Dollar nahezu verdoppelt, teilte die Internationale Energieagentur (IEA) am Dienstag in Paris mit. Im Februar vor Beginn des Kriegs der USA und Israels gegen den Iran waren sie den Angaben zufolge noch auf 9,75 Milliarden Dollar und damit auf den niedrigsten Stand seit Beginn des Ukraine-Kriegs vor vier Jahren gefallen. Russlands Rohölexporte stiegen der IEA zufolge um 270.000 Barrel pro Tag auf 4,6 Millionen Barrel pro Tag. Dies sei vor allem auf höhere Lieferungen über den Seeweg zurückzuführen, da die Druschba-Pipeline durch die Ukraine weiterhin außer Betrieb sei. Die russische Rohölproduktion sei im März auf 8,96 Millionen Barrel pro Tag von 8,67 Millionen im Februar gestiegen. Der Iran hatte auf die amerikanisch-israelischen Angriffe mit einer Blockade der für den Öl-Handel wichtigen Schifffahrtsstraße von Hormus reagiert. Weltweit waren die Preise für Rohöl danach gestiegen. Zwar ist der Handel mit russischem Öl durch EU und G7-Staaten sanktioniert. Doch umgeht Russland die Restriktionen mit einer Schattenflotte aus Drittstaaten. Verletzte nach Brand in russischer Munitionsfabrik Bei einem Feuer in einer Schießpulverfabrik in der russischen Stadt Kasan werden zwei Menschen verletzt, wie die Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf örtliche Behörden meldet. Der Brand sei nicht durch äußere Einwirkung verursacht worden, berichten russische Medien weiter. Die Produktion in dem Werk werde fortgesetzt, hieß es. Die Verletzten würden medizinisch versorgt und schwebten nicht in Lebensgefahr. Tote und Verletzte durch Raketenangriff auf Dnipro Durch einen russischen Raketenangriff auf die ukrainische Industriestadt Dnipro sind nach Behördenangaben mindestens fünf Menschen getötet worden. Mindestens 25 Zivilisten seien verletzt worden, davon 10 schwer, schrieb der Gouverneur des Gebietes Dnipropetrowsk, Olexander Hanscha, auf Telegram. Südwestlich von Dnipro im ukrainischen Gebiet Cherson wurden binnen eines Tages vier Zivilisten durch russische Drohnen- und Artillerieangriffe getötet. Außerdem seien mindestens 16 Menschen verletzt worden, teilte die Nationale Polizei der Ukraine in Kiew mit. In drei Fällen seit Montag griffen demnach russische Drohnen fahrende Pkws an und töteten die Fahrer oder Beifahrer. Wegen der ständigen Gefahr leben nur noch etwa 60.000 Menschen in der Frontstadt, die vor dem Krieg knapp 280.000 Einwohner hatte. Straßen werden mit Netzen überspannt, um Drohnen abzuhalten. Am Dienstagvormittag traf eine Drohne ein Krankenhaus in Cherson, wie die Regionalverwaltung mitteilte. Estland lässt 16 russische Kollaborateure auffliegen Estlands Inlandsgeheimdienst Kapo hat im vergangenen Jahr eine Rekordzahl an russischen Spionen im Land enttarnt. Seit Anfang 2025 seien 16 Kollaborateure aufgedeckt und ihre Aktivitäten unterbunden worden, sagte Sicherheitspolizei-Chef Margo Palloson bei der Vorstellung des Jahresberichts der Behörde in Tallinn. Demnach geht es um das Ausspionieren militärischer Ziele, Anwerben von Agenten und Beeinflussung von Medien. Dem Bericht zufolge rekrutierten russische Dienste etwa estnische Rentner, um Schäden an sowjetischen Kriegsdenkmälern zu fotografieren. Das gesammelte Material wurde später in einer russischen Propagandakampagne verwendet, in der Estland vorgeworfen wurde, historische Stätten absichtlich zu beschädigen. Estland gehörte von 1939 bis 1990 zur Sowjetunion. Nun gehört das Land sowohl der EU als auch der Nato an. Die frühere estnische Regierungschefin Kaja Kallas ist als EU-Außenbeauftragte steten Angriffen der russischen Propaganda ausgesetzt. Deutschland finanziert Patriot-Raketen für Kiew Deutschland wird einen Vertrag der Ukraine mit dem Rüstungsunternehmen Raytheon über die Lieferung von mehreren Hundert Patriot-Raketen finanzieren. Darüber hinaus sei mit dem deutschen Unternehmen Diehl Defence die Lieferung weiterer Startgeräte für Iris-T-Luftabwehrsysteme vereinbart worden, teilte das Verteidigungsministerium in Berlin nach Regierungskonsultationen mit der Ukraine mit. "Auch dieses Vorhaben wird von Deutschland finanziert und den Schutz kritischer Infrastrukturen und Städte erheblich verbessern", wurde dazu erklärt. Zusätzlich haben Deutschland und die Ukraine die Produktion von Drohnen mittlerer und langer Reichweite vereinbart. Das Projekt umfasst die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens mit dem Ziel der Lieferung von Tausenden von Drohnen. Weiter wird Deutschland die Ukraine bei der Finanzierung sogenannter Deep Strike Fähigkeiten – dabei geht es um weitreichende Präzisionswaffen – unterstützen. Dazu gehört laut Verteidigungsministerium eine Investition in Höhe von mehreren Hundert Millionen Euro. Selenskyj: Ukrainische Roboter nehmen russische Stellung ein Die Ukraine hat nach eigenen Angaben russische Positionen vollständig mit bodengebundenen, unbemannten Robotersystemen und Drohnen eingenommen. Das berichtet der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in einer Ansprache an die Arbeiter des ukrainischen Rüstungskomplexes. Statt Soldaten seien Roboter in die gefährlichsten Zonen vorgedrungen und hätten dort Stellungen erobert. "Die Besatzer ergaben sich und diese Operation wurde ohne Beteiligung der Infanterie und ohne Verluste auf unserer Seite abgeschlossen", erklärte Selenskyj laut einer Übersetzung in dem Video. Ukrainische Armee gibt Grenzdorf bei Sumy auf Die ukrainische Armee hat nach eigenen Angaben ein grenznahes Dorf im Gebiet Sumy unter dem Druck russischer Angriffe geräumt. Dabei handele es sich um den Weiler Myropilske, teilte das 14. Armeekorps auf Facebook mit. Um eigene Verluste zu vermeiden, hätten sich die Verteidiger auf vorbereitete Stellungen zurückgezogen. Die russische Armee hat an mehreren Stellen die Grenze zum nordukrainischen Gebiet Sumy überschritten. Den größten Streifen halten die Russen bei Junakiwka besetzt, von wo aus ukrainische Truppen 2024 in das westrussische Gebiet Kursk vorgedrungen waren. Die Kämpfe um Myropilske bedeuten einen weiteren russischen Vorstoß, auch wenn die eroberte Fläche bislang klein ist. Russland führt seit mehr als vier Jahren einen großangelegten Angriffskrieg gegen das Nachbarland Ukraine. Am Boden sind die russischen Truppen seit Herbst 2023 ununterbrochen vorgerückt, auch wenn die Geländegewinne klein blieben und mit hohen Verlusten erkauft wurden. Die Ukraine wehrt sich vor allem mit dem immer intensiveren Einsatz kleiner Drohnen. Deutsche Firmen werkeln neben Putins Shahed-Fabrik Trotz Sanktionen und Rückzugfristen produzieren europäische Unternehmen weiterhin in Russland. Eine Recherche zeigt, dass sie dies Seite an Seite mit Unternehmen tun, die Putin seine Drohnen liefern. Mehr dazu lesen Sie hier . Putin rüstet auf: Satellitenbilder zeigen neuen Verteidigungsring Wladimir Putin rüstet seine Luxus-Residenz am Waldaisee massiv auf. Satellitenbilder zeigen eine Reihe neuer Verteidigungstürme. Mehr dazu lesen Sie hier . EU: Auszahlung des Ukraine-Kredits hängt an Ungarn Nach der Ungarn-Wahl erwartet die Bundesregierung eine zügige Freigabe des 90-Milliarden-Euro-Kredits der EU an die Ukraine. "Natürlich erwarten wir jetzt ein politisches Signal von ungarischer Seite", sagt die Sprecherin des Auswärtigen Amtes, Katrin Deschauer. Zur Freigabe des Kredits, der von dem abgewählten Ministerpräsidenten Viktor Orbán blockiert wurde, reiche eine Abstimmung über den EU-Rat oder aber die ständigen Vertreter in Brüssel . Denn im Dezember habe der EU-Gipfel der 27 Staats- und Regierungschefs schon einen positiven Beschluss über die Gewährung des mit eingefrorenem russischen Staatsvermögen abgesicherten Kredits getroffen. Bundeskanzler Friedrich Merz habe bereits am Sonntagabend mit dem Wahlsieger und designierten neuen Ministerpräsidenten Péter Magyar telefoniert, sagt Regierungssprecher Stefan Kornelius. Er erwarte ein sehr konstruktives Verhältnis. Bisher ist unklar, ob der 90-Milliarden-Euro-Kredit erst nach dem Regierungsantritt von Magyar freigegeben werden kann. Dieser könnte sich bis Mitte Mai hinziehen. Nach Ende der Waffenruhe melden Russland und Ukraine erneut Drohnenangriffe Nach dem Auslaufen einer kurzen und brüchigen Waffenruhe anlässlich des orthodoxen Osterfestes haben die Ukraine und Russland sich in der Nacht zum Montag erneut mit Drohnen angegriffen. Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe attackierte Russland die Ukraine mit 98 Drohnen, von denen 87 abgefangen wurden. Den ukrainischen Behörden zufolge wurde eine Infrastruktureinrichtung in der Region Dnipropetrowsk getroffen. Angaben zu Opfern würden überprüft, hieß es. Das russische Verteidigungsministerium teilte mit, die Luftabwehr habe 33 unbemannte ukrainische Fluggeräte abgefangen und zerstört. Während der 32-stündigen Waffenruhe, die am Samstag um 16.00 Uhr (Ortszeit, 15.00 Uhr MESZ) begonnen hatte, hatten sich Kiew und Moskau gegenseitig zahlreiche Verstöße gegen die Waffenruhe vorgeworfen. Der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj hatte am Samstag in seiner abendlichen Video-Botschaft zu einer Verlängerung der Feuerpause aufgerufen. Der Kreml erteilte dem eine klare Absage. Nach Ungarn-Wahl: Ukraine hebt Reisewarnung auf Nach dem Wahlsieg von Oppositionsführer Péter Magyar bei der Parlamentswahl in Ungarn am Sonntag hat die Ukraine eine Reisewarnung für das Nachbarland aufgehoben. "Das Außenministerium hebt eine frühere Empfehlung auf, von Reisen nach Ungarn abzusehen", erklärte Außenminister Andrij Sybiha am Montag in Onlinediensten. "Die Wahl der Ungarn hat das Scheitern der politischen Erpressung und der anti-ukrainischen Propaganda" der Regierung von Viktor Orbán gezeigt, fügte der ukrainische Außenminister hinzu. Er hoffe auf eine "Normalisierung der Beziehungen" zwischen den Nachbarländern. Das Außenministerium in Kiew hatte die Reisewarnung im März verhängt, nachdem die ungarischen Behörden sieben Mitarbeiter einer staatlichen ukrainischen Bank festgenommen hatten, die Bargeld zwischen Banken in der Ukraine und Österreich hin- und hertransportiert hatten. Osterwaffenruhe in der Ukraine abgelaufen Die von Moskau angeordnete Waffenruhe zum orthodoxen Osterfest ist um Mitternacht (23 Uhr MESZ) abgelaufen. Wie schon bei früheren Waffenruhen zu Feiertagen bezichtigten sich die Kriegsparteien gegenseitig, gegen die Anordnung verstoßen zu haben. Sowohl Russland als auch die Ukraine berichteten von weiteren Angriffen der jeweiligen Gegenseite, allerdings in kleinerem Maßstab als sonst. Anders als zuvor gab es nach Angaben des Generalstabs in Kiew keine Angriffe mit russischen Raketen und Gleitbomben und damit insgesamt auch weniger Opfer und Zerstörung als an anderen Tagen des Moskauer Angriffskrieges. Russland wiederum verzeichnete seinerseits keine ukrainischen Angriffe auf die für die Kriegswirtschaft wichtige Ölindustrie. Kremlchef Wladimir Putin hatte verfügt, dass für 32 Stunden die Waffen bis Mitternacht Ortszeit am Sonntag schweigen sollen, damit die Menschen in Russland und in der Ukraine in Ruhe Ostern feiern können. Die orthodoxen Christen feiern in diesem Jahr eine Woche nach den westlichen Kirchen Ostern. Sonntag, 12. April Britischer Ex-Premier Johnson besuchte ukrainische Front Der britische Ex-Premierminister Boris Johnson hat über einen Besuch bei ukrainischen Streitkräften in Saporischschja berichtet – und ist für seine Reise von Moskau heftig kritisiert worden. Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, bezeichnete Johnson gar als "Schurke". Details zu seinem Besuch in der Region der umkämpften ukrainischen Großstadt schilderte Johnson ausführlich in einem am Freitag erschienenen Artikel für die Boulevardzeitung "Daily Mail". Auch eine Dokumentation soll den Angaben nach demnächst erscheinen. Von den Ukrainern veröffentlichten Bildern zufolge war Johnson bereits Ende Februar in der Ukraine. Russland droht baltischen Staaten wegen ukrainischer Drohnen Immer mehr gerät auch das Baltikum ins Visier Russlands. Weil Russland behauptet, die baltischen Staaten ermöglichten ukrainische Drohneneinsätze, kommt es zu Drohungen. Lesen Sie hier mehr dazu. Trümmerteile von Drohne an estnischer Ostseeküste gefunden Im Nordosten Estlands ist an der Ostseeküste ein Trümmerteil einer Drohne gefunden worden. Nach Angaben der Sicherheitsbehörden des baltischen EU- und Nato-Landes handelt es sich dabei um ein Flügelteil, das aus dem Meer an Land gespült und von einem Anwohner am Strand nahe der Ortschaft Kalvi gefunden wurde. Nach ersten Einschätzungen soll es von einer ukrainischen Drohne stammen. Die genauen Umstände des Vorfalls werden einem Rundfunkbericht zufolge nun untersucht. 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