Immer mehr Kundinnen und Kunden zahlen heute lieber mit Karte oder Smartphone statt mit Münzen und Scheinen. Trotzdem zögern vor allem viele kleine Betriebe, digitale Zahlungen anzubieten, oft aus Sorge vor Kosten oder Aufwand. Der Verein "Deutschland zahlt digital" setzt genau hier an. Er will über die Vorteile informieren und einfache Einstiegsmöglichkeiten in die Kartenakzeptanz bieten. "Wir hatten so ein Schildchen ‚Nur Cash‘ – aber da muss man mit der Zeit gehen, ne?", erinnert sich Renate Michel. Seit über 40 Jahren steht sie in der Frankfurter Kleinmarkthalle hinter ihrer Feinkost-Theke. Lange Zeit lief bei ihr alles über Bargeld. Kartenzahlung? Zu kompliziert, zu teuer. Das dachte sie zumindest. Heute sieht sie das ganz anders: "Durch die Kartenzahlung ist für mich das Leben eigentlich ein bisschen leichter geworden." Kunden zahlen längst anders Ob Karte, Smartphone oder Smartwatch: Nicht nur für junge Menschen gehört bargeldloses Bezahlen inzwischen zum Alltag. Laut Studien zum Zahlungsverhalten hat sich der Trend in den vergangenen Jahren insgesamt deutlich verstärkt. So wurden 2023 erstmals mehr als 300 Milliarden Euro im deutschen Einzelhandel per Karte umgesetzt, der Anteil lag bei 61,8 Prozent des Gesamtumsatzes. Bargeld machte dagegen nur noch 35,5 Prozent aus.* Gleichzeitig liegt Deutschland im europäischen Vergleich weiterhin zurück. Digitales Bezahlen hat hierzulande noch Entwicklungspotenzial. Es sind vorwiegend die kleineren Geschäfte, die zögern, entsprechende Angebote einzuführen. Oft haben sie Sorge vor zusätzlichen Kosten, sind unsicher bei der Technik oder befürchten steigenden Aufwand im Alltag. Dabei kann der Umstieg laut "Deutschland zahlt digital" gleich an mehreren Stellen entlasten: Digitale Zahlungen können den Bezahlvorgang beschleunigen, den Umgang mit Bargeld reduzieren und Transaktionen nachvollziehbarer machen. Auch flexible Bezahlmöglichkeiten spielen eine Rolle: Laut einer Studie von Ernst & Young zum Thema Kartenzahlung in Deutschland können sie die Kundenzufriedenheit erhöhen und zusätzliche Kaufimpulse begünstigen.* Wie sich der Alltag im Geschäft verändert Auch in der Praxis zeigt sich, dass sich ein Umstieg bezahlt macht. Verkäuferin Mary von der Metzgerei Hoos erlebt vor allem eines: weniger Stress an der Kasse. "Vorher war es anstrengend mit dem vielen Kleingeld und den Scheinen. Die Kartenzahlung macht die Abrechnung abends auf jeden Fall einfacher", sagt sie. Das ist auch im laufenden Betrieb spürbar: "Man kann schneller kassieren und bedienen." Neben dem organisatorischen Aufwand spielt für sie auch das Thema Sicherheit eine Rolle. Schließlich bedeutet Bargeld immer auch ein gewisses Risiko. Digitale Zahlungen können laut Initiative dazu beitragen, Wechselgeld- oder Kassenfehler zu reduzieren und das Diebstahlrisiko zu minimieren. Ähnlich sieht es Hazal von "Teo’s Delikatessen". Für sie hat sich vor allem das Tempo verändert: "Der Bezahlvorgang funktioniert viel schneller und reibungsloser." Das sei nicht nur für das Team angenehmer. "Die Kunden sind viel entspannter, wir sind viel entspannter", sagt die Verkäuferin. Auch hinter den Kulissen kann sich die Umstellung bemerkbar machen. Laut "Deutschland zahlt digital" lassen sich Transaktionen und Umsätze transparent und einfacher nachverfolgen. Für Betriebe kann das die Abrechnung erleichtern und helfen, Einnahmen besser im Blick zu behalten. Und noch ein Punkt kommt hinzu: Wenn Kundinnen und Kunden nicht auf Bargeld angewiesen sind, kaufen sie oft spontaner ein oder geben auch mal mehr aus. Deshalb verweist die Initiative darauf, dass flexible Zahlungsmöglichkeiten zusätzliche Umsatzchancen eröffnen können. Einstieg ohne großes Risiko Die Initiative "Deutschland zahlt digital" richtet sich mit dem Angebot seiner Partner gezielt an kleinere Unternehmen, die bislang keine digitalen Zahlungen anbieten, und soll den Einstieg erleichtern. Konkret bedeutet das: 1 2 Monate lang digitale Zahlungen kostenlos anbieten keine Kosten** für Terminal, Installation oder Transaktionen im ersten Jahr Einstieg über verschiedene Payment-Anbieter Betriebe können dabei frei wählen, ob ihre Kundinnen und Kunden mit Karte, Smartphone oder anderen kontaktlosen Methoden bezahlen. Fazit: Gewohnheiten ändern sich, Erwartungen auch Oft ist der Schritt zur Kartenzahlung vor allem eine Frage der Gewohnheit. Renate Michel erinnert sich noch gut daran, wie skeptisch sie anfangs war. Heute gehört Kartenzahlung für sie selbstverständlich dazu, nicht als Ersatz, sondern als Ergänzung. Die Erwartungen der Kundinnen und Kunden haben sich deutlich verändert. Ob im Café, im Feinkostladen oder beim Handwerker: Die Menschen möchten heute flexibel entscheiden, wie sie bezahlen. Für Betriebe stellt sich damit weniger die Frage, ob sich etwas verändert, sondern eher, wie sie darauf reagieren. Die Inhalte auf dieser Seite wurden von der Ströer Content Group Sales GmbH in Zusammenarbeit mit der cpmo agentur für informationsdesign OHG, Rheinpromenade 10, 40789 Monheim am Rhein erstellt. * Ernst & Young, Socioeconomic impact of electronic payments in Germany, 2024 **Bedingungen für das Angebot: - Der Betrieb muss seit mindestens 12 Monaten bestehen und darf in den letzten 12 Monaten keine Karten oder sonstigen digitalen Bezahlmöglichkeiten akzeptiert haben - Es dürfen nicht mehr als fünf Verkaufsstellen unterhalten werden und keine Zugehörigkeit zu einer Franchise-Kette bestehen - Der Betrieb muss auf persönlichem Kundenkontakt basieren – keine Automaten oder Selbstbedienungsterminals