Ein Flug "für die gesamte Menschheit": Nach über 50 Jahren haben sich wieder Astronauten auf den Weg zum Mond gemacht. Alle Entwicklungen im Liveblog. Donnerstag, 9. April Crew bereitet sich auf Landung vor – Weckmusik-Playlist online Die vier Astronauten der "Artemis 2"-Mondmission bereiten sich auf ihre Rückkehr zur Erde vor. Die Crew habe – nachdem sie von dem Song "Under Pressure" von Queen und David Bowie aufgeweckt worden sei – noch einmal zahlreiche wissenschaftliche Tests durchgeführt und damit begonnen, Equipment zu verstauen, teilte Nasa mit. Indes hat die US-Raumfahrtbehörde eine Spotify-Playlist mit den Wecksongs der Crew veröffentlicht. Die Liste beinhaltet laut Nasa alle von der "Artemis"-Crew ausgesuchten Titel, mit denen sie täglich von der Missionskontrolle in Houston geweckt werde. Darunter sind Songs von John Legend , Chappell Roan und der Freddy Jones Band. In der Nacht zum kommenden Samstag unserer Zeit soll die Crew – bestehend aus den US-Astronauten Christina Koch, Victor Glover, Reid Wiseman und dem Kanadier Jeremy Hansen – im Pazifik wieder auf der Erde aufkommen. Die Wettervorhersage sehe derzeit gut dafür aus, hieß es von der Nasa. Mittwoch, 8. April "Artemis 2"-Crew macht sich auf den Weg zurück zur Erde Die vier Astronauten der "Artemis 2"-Mondmission sind auf dem Weg nach Hause. Ihre Kapsel "Orion" habe den Punkt passiert, an dem die Schwerkraft der Erde wieder stärker auf das Raumschiff wirke als die des Mondes, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa mit. In der Nacht zum Samstag unserer Zeit soll die Crew im Pazifik wieder auf der Erde landen. Auf dem Weg unterhielten sich die vier Raumfahrer in einer Audioschalte noch für einige Minuten mit den derzeit auf der Internationalen Raumstation ISS stationierten Astronauten. Die ISS-Astronautin Jessica Meir fragte ihre Kollegin Koch, wie sie Mond und Erde aus der "Orion"-Perspektive erlebt habe. "Ich habe nicht nur die Schönheit der Erde bemerkt, sondern auch, wie viel Dunkelheit drumherum war und das hat es außerordentlich besonders gemacht." 2019 hatten Meir und Koch gemeinsam den ersten ausschließlich mit Frauen besetzten ISS-Außeneinsatz absolviert. "Jessica, ich hatte immer gehofft, dass wir mal wieder gemeinsam im Weltraum sein würden, aber ich hätte nie gedacht, dass es so sein würde", sagte Koch. "Artemis 2"-Astronaut Glover berichtete von den im Vergleich zur ISS noch einmal deutlich eingeschränkteren Platzverhältnissen. "Alles, was wir machen, fängt grundsätzlich immer erst mal mit einem Platzproblem an." Dienstag, 7. April Nasa veröffentlicht hochaufgelöste Fotos von der Mondumrundung Die "Artemis 2"-Crew hat wenige Stunden nach ihrer Mondumrundung erste hochaufgelöste Bilder zur Erde geschickt. Eine Aufnahme zeigt die Mondoberfläche und die davor untergehende Erde. Auf der anderen Aufnahme ist eine Mondfinsternis aus Sicht der am Mond vorbeifliegenden "Orion"-Raumkapsel mit den vier Astronauten an Bord zu sehen. Ein weiteres Foto zeigt einen Teil des sogenannten Südpol-Aitken-Beckens, einer riesigen Einschlagsregion auf dem Mond. Das stark zerklüftete Gelände ist von zahlreichen Kratern übersät. Diese sind unterschiedlich groß und überlagern sich teilweise, was darauf hindeutet, dass dort über einen Zeitraum von Milliarden Jahren hinweg immer wieder Meteoriteneinschläge stattgefunden haben. Dadurch wirkt die Oberfläche rau, uneben und geologisch "alt". Nach ihrem historischen Flug rund um den Mond sind die vier Astronauten der Nasa-Mission "Artemis 2" auf dem Rückweg zur Erde. Nachdem die Raumfahrer in der vergangenen Nacht mit 406.778 Kilometern Entfernung zur Erde einen neuen Rekord aufgestellt hatten und hinter dem Mond vorbeigeflogen waren, schwenkte ihre "Orion"-Kapsel auf eine Rückkehrbahn zur Erde. Im Gepäck haben die Astronauten neben zahlreichen Aufnahmen unvergessliche Erinnerungen. Wissenschaftler hoffen zudem auf wichtige Erkenntnisse. Fast sieben Stunden lang verfolgten die Raumfahrer von den Fenstern ihrer Raumkapsel aus, wie die Mondlandschaft an ihnen vorüberzog. Detailliert beschrieben sie den Wissenschaftlern in der Nasa-Bodenstation die Mondoberfläche, zudem wurden sie Zeugen mehrerer Lichtblitze durch Meteoriteneinschläge auf dem Erdtrabanten. Trump gratuliert "Artemis 2"-Astronauten US-Präsident Donald Trump hat den vier Astronauten der "Artemis 2"-Mondmission gratuliert und sie nach ihrer Landung auf der Erde zu einem Empfang im Weißen Haus eingeladen. "Ich freue mich darauf, euch im Oval Office zu sehen", sagte Trump während einer Live-Schalte mit der Crew – bestehend aus den US-Astronauten Reid Wiseman, Christina Koch, Victor Glover und dem kanadischen Astronauten Jeremy Hansen. "Wie ihr wisst, war ich auch ziemlich beschäftigt in letzter Zeit, aber wir werden die Zeit finden." Bei dieser Gelegenheit werde er sie auch um ihre Unterschriften bitten, sagte Trump weiter. Das mache er nicht oft – "aber ihr seid wirklich etwas ganz Besonderes". Trump bezeichnete die Astronauten als "moderne Pioniere" und fragte sie mehrere Fragen – unter anderem, wie es sich angefühlt habe, zeitweise planmäßig ohne die Möglichkeit der Kommunikation mit dem Kontrollzentrum hinter dem Mond unterwegs zu sein. Glover sagte: "Ich habe ein kleines Gebet gesagt, aber dann musste ich weitermachen". Er fügte hinzu: "Wir waren hier sehr beschäftigt und es war eigentlich sehr schön." Nasa stellt Kontakt zu Astronauten wieder her Nach dem Überflug der von der Erde abgewandten Seite des Mondes ist der Kontakt der vier Astronauten der "Artemis-2"-Mission zur US-Weltraumbehörde Nasa wiederhergestellt worden. "Wir werden uns immer für die Erde entscheiden, wir werden uns immer füreinander entscheiden", sagte die Astronautin Christina Koch nach der Wiederherstellung der Verbindung. Zuvor war der Kontakt wie geplant für etwa 40 Minuten verloren gegangen. "Artemis 2" verliert wie geplant vorübergehend Kontakt zur Nasa Beim Überflug der von der Erde abgewandten Seite des Mondes haben die vier Astronauten der "Artemis 2"-Mission wie geplant vorübergehend den Kontakt zur US-Weltraumbehörde Nasa verloren. "Wir sehen euch auf der anderen Seite", sagte der Astronaut Victor Glover am Montag wenige Minuten vor dem Abbruch der Verbindung. Die Kommunikationsunterbrechung soll voraussichtlich etwa 40 Minuten dauern. Montag, 6. April Astronauten benennen Mondkrater nach verstorbener Ehefrau des Missionsleiters Mehr als 400.000 Kilometer von der Erde entfernt hat es für die Astronauten der "Artemis 2"-Mission am Montag einen besonders bewegenden Moment gegeben : Sie benannten einen Mondkrater nach Carroll Taylor Wiseman, der verstorbenen Ehefrau von Reid Wiseman, dem Kommandeur der Mission. "Es ist ein heller Punkt auf dem Mond", sagte der kanadische Astronaut Jeremy Hansen mit brechender Stimme bei der Liveübertragung, kurz nachdem die Raumkapsel einen neuen Entfernungsrekord zur Erde aufgestellt hatte. "Und wir würden ihn gerne Carroll nennen." Zu bestimmten Zeitpunkten des Mondtransits sei der Krater von der Erde aus zu sehen. Dem Nasa-Astronauten Wiseman kamen die Tränen, wie auch seinen Mitreisenden. Alle vier Astronauten umarmten sich, während im Kontrollzentrum in Houston eine Schweigeminute abgehalten wurde. Carroll Taylor Wiseman war 2020 an Krebs gestorben, Reid Wiseman, ein ehemaliger Marine- und Testpilot, zieht die beiden Töchter seitdem alleine groß. "Artemis 2" bricht Rekord Die Crew der "Artemis 2"-Mondmission hat sich weiter von der Erde entfernt als jemals Menschen zuvor. Die vier Astronauten knackten mit ihrer "Orion"-Kapsel den 1970 aufgestellten Rekord der "Apollo 13"-Mission von rund 400.171 Kilometern, wie die US-Raumfahrtbehörde Nasa mitteilte. In den nächsten Stunden sollen sie sich noch weiter von der Erde entfernen. Die Apollo-Raumfahrer kamen auf bis zu 110 Kilometer an die Mondoberfläche heran – die "Artemis 2"-Crew soll bei ihrer Umrundung weiter entfernt bleiben. Ihre Raumkapsel soll sich dem Erdtrabanten auf bis zu 6.500 Kilometer nähern, ohne in seine Umlaufbahn einzutreten. Dabei wird die Besatzung den Mond einschließlich der Polarregionen sehen – so groß "wie ein Basketball, den man mit ausgestrecktem Arm hält", wie Nasa-Experte Noah Petro sagte. Mit ihrer Mission wollten sie auch alle ihre Vorgänger in der bemannten Raumfahrt ehren, sagte der kanadische Astronaut Jeremy Hansen. "Wir wählen diesen Moment, um diese Generation und die nächste herauszufordern, sicherzustellen, dass dieser Rekord nicht lange hält." Das Kontrollzentrum gratulierte den vier Astronauten. Heikle Situation steht bevor Bei der anstehenden Mondumrundung der Crew wird diese heute Nacht laut Nasa "vorübergehend den Kontakt zur Erde verlieren, wenn die 'Orion' hinter der Mondrückseite vorbeifliegt". Bis zu 50 Minuten könnte dann Funkstille zwischen der "Orion"-Raumkapsel und der Erde herrschen . Astronauten können Erde und Mond gleichzeitig sehen In den nächsten Stunden soll das Raumschiff dem Mond am nächsten kommen – etwa 7.500 Kilometer hinter der erdabgewandten Seite. Von dort aus können die Astronauten dann Erde und Mond gleichzeitig sehen – und sogar auch eine Sonnenfinsternis , bei der die Sonne aus der Perspektive von "Orion" hinter dem Mond verschwindet. Die Nasa überträgt die Mondumrundung live auf ihrem Streamingdienst Nasa+. Astronauten erreichen Einflusssphäre des Mondes Die vier Astronauten der "Artemis 2"-Mission haben die Einflusssphäre des Mondes erreicht . "Orion" sei an dem Punkt angekommen, an dem die Schwerkraft des Mondes stärker auf das Raumschiff wirke als die der Erde, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa mit. Sonntag, 5. April "Artemis 2"-Crew sieht erstmals Rückseite des Mondes Die Astronauten der "Artemis 2"-Mission haben den Mond aus einer Perspektive gesehen, wie sie nie zuvor ein Mensch auf den Erdtrabanten hatte. Das berichteten die Crew-Mitglieder am Sonntag per Video. Zu diesem Moment hatte ihr Raumschiff etwa zwei Drittel der Reise Richtung Mond zurückgelegt. Die Nasa veröffentlichte ein von den Astronauten gemachtes Foto, auf dem das sogenannte Orientale-Becken des Mondes zu sehen ist. "Diese Mission markiert das erste Mal, dass das gesamte Becken mit bloßem Auge sichtbar ist", erklärte die US-Raumfahrtbehörde. "Wir konnten zum ersten Mal die Rückseite des Mondes sehen, und es war einfach spektakulär", sagte US-Astronautin Christina Koch. Der dabei fotografierte Orientale-Krater wird auch als "Grand Canyon" des Mondes bezeichnet. "Es ist ein ganz besonderes Kratergebiet, und bis heute hatte es tatsächlich noch kein Mensch gesehen", sagte Koch in einer Sendung für Kinder in Kanada . "Wir hatten das Privileg, es zu sehen", die gesamte Crew sei darüber begeistert gewesen. Als die Astronauten am frühen Sonntagmorgen – nach dem vierten Tag ihrer zehntägigen Mission – zu Bett gingen, befanden sie sich laut Nasa mehr als 320.000 Kilometer von der Erde und rund 132.000 Kilometer vom Mond entfernt. Mit diesen Songs wird die "Artemis 2"-Crew geweckt Die vier Astronauten werden vom Kontrollzentrum jeden Tag mit einem anderen Lied geweckt. Bislang seien das unter anderem "Pink Pony Club" von Chappell Roan, "In a Daydream" der Freddy Jones Band, "Green Light" von John Legend und André 3000 sowie "Sleepyhead" von Young and Sick gewesen, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa mit. Das ist notwendig, weil die Tage der Crew komplett durchgetaktet sind, inklusive der Schlafphasen. Eigentlich hätten sie sich darauf geeinigt, langsam aufzuwachen und den Tag ruhig zu starten, sagte Astronaut Reid Wiseman, nachdem die Crew von "In a Daydream" geweckt worden war. "Heute Morgen sind wir dann aber alle jubelnd und rockend aufgestanden – das war der perfekte Start in den Tag." Samstag, 4. April Crew bereitet sich auf Mondbeobachtung vor Nachdem die erste Kurskorrektur gestrichen wurde, hat die Besatzung mit den Vorbereitungen für die Mondbeobachtung begonnen, die am Montag gegen 21.30 Uhr deutscher Zeit stattfinden soll. Außerdem standen Sporteinheiten, medizinische Übungen und ein Test des Notfall-Kommunikationssystems im tiefen Weltraum auf dem Programm. Für die Crew steht nun eine Schlafphase an. Geweckt werden die vier Astronauten am Samstag um 18.35 Uhr deutscher Zeit – dann beginnt der vierte Flugtag. "Artemis 2" präzise auf Kurs, Korrektur entfällt Gute Nachrichten aus Houston: Das Kontrollzentrum der Nasa hat die erste geplante Kurskorrektur auf dem Weg zum Mond gestrichen – weil sie schlicht nicht nötig ist. Die "Orion"-Kapsel befindet sich exakt auf der vorgesehenen Flugbahn. Die Mondumrundung ist für Montag, den 6. April, geplant. Insgesamt waren drei Korrekturmanöver eingeplant, um die Geschwindigkeit und den Kurs des Raumschiffs bei Bedarf nachzujustieren. Ob die verbleibenden zwei Korrekturen noch durchgeführt werden, hängt vom weiteren Flugverlauf ab. "Artemis 2"-Crew schickt erste Fotos von der Erde Die vier Astronauten der "Artemis 2"-Mission haben erstmals Bilder von der Erde aus dem All geschickt . "Ihr seht toll aus, ihr seht wunderschön aus", kommentierte Nasa-Astronaut Victor Glover die Aufnahmen aus der "Orion"-Kapsel. Das Raumschiff befindet sich laut Nasa bereits mehr als 219.000 Kilometer von der Erdoberfläche entfernt. Damit hat die Crew etwa die Hälfte des Weges zum Mond geschafft. Währenddessen arbeiten die Astronauten an zahlreichen wissenschaftlichen Tests und Trainingsaufgaben. Die Mission soll insgesamt rund zehn Tage dauern – eine Mondlandung ist nicht vorgesehen. Freitag, 3. April Darum essen die "Artemis 2"-Astronauten kein Roggenbrot 189 verschiedene Lebensmittel und Getränke hat die Nasa der "Artemis 2"-Crew für ihren zehntägigen Flug eingepackt – von Gemüse-Quiche über Barbecue-Rinderbrust bis hin zu Mangosalat. Klassisches Brot ist allerdings nicht dabei: Stattdessen gibt es Tortillas, weil die in der Schwerelosigkeit nicht krümeln. Ebenfalls an Bord: fünf verschiedene scharfe Soßen. Die sind kein Luxus, sondern Notwendigkeit – denn in der Schwerelosigkeit verändert sich der Geschmackssinn, viele Aromen werden deutlich schwächer wahrgenommen. Wie die Zubereitung ohne Küche funktioniert und was die Crew sonst noch auf dem Speiseplan hat, lesen Sie hier . "Artemis 2" nimmt Kurs auf den Mond Einen Tag nach dem Start haben die vier Astronauten der "Artemis 2"-Mission die Erdumlaufbahn verlassen. Nach einer Freigabe durch das Kontrollzentrum zündete die Besatzung das Triebwerk der "Integrity"-Kapsel und brachte das Raumschiff auf Kurs Richtung Mond. "Wir gehen zum Mond, aber wir verlassen die Erde nicht", sagte Astronautin Christina Koch kurz vor dem Manöver. Die Crew meldete sich rund drei Stunden nach dem Manöver sichtlich bewegt aus der Kapsel . Der kanadische Astronaut Jeremy Hansen sagte, er könne noch immer nicht glauben, auf dem Weg zum Mond zu sein. Kommandant Reid Wiseman richtete eine Botschaft an die Menschen auf der Erde: Von dort oben wirke der Planet wie eins – die Mission zeige, was möglich sei, wenn man zusammenarbeite. Donnerstag, 2. April So können Sie die Mission in Echtzeit verfolgen Die "Artemis 2"-Mission ist in der Nacht zu Donnerstag gestartet und umrundet derzeit die Erde. Wer die "Orion"-Raumkapsel und die vier Astronauten auf ihrer Reise verfolgen will, kann das über die " Artemis Real-time Orbit Website (AROW) " tun. Während des rund zehntägigen Flugs zeigt das Tool in Echtzeit, wo sich die "Orion"-Kapsel befindet, wie weit sie von Erde und Mond entfernt ist und wie lange die Mission bereits läuft. Das Tracking ist über die Webseite der Nasa sowie über die Nasa-App möglich. Dort können Nutzer zusätzlich eine Augmented-Reality-Funktion nutzen: Sie zeigt per Smartphone, wo sich die "Orion" am Himmel befindet. Die Daten stammen direkt von Sensoren an Bord und werden fast ohne Verzögerung übertragen – so lässt sich die Reise zum Mond erstmals nahezu live mitverfolgen. Toilettenausfall in der "Orion"-Raumkapsel Systemausfall kurz nach dem Start: US-Astronautin Christina Koch hat eine defekte Toilette in der "Orion"-Raumkapsel gemeldet. Das berichtet die Nasa auf ihrer Seite. Kurz darauf habe das Kontrollzentrum in Houston die Raumfahrerin durch eine Reihe von Schritten geleitet, um das Problem zu beheben. "Ich freue mich, Ihnen mitteilen zu können, dass die Toilette wieder einsatzbereit ist", habe Houston dann an Koch gefunkt. "Wir empfehlen, das System vor der Inbetriebnahme auf Betriebstemperatur zu bringen und es danach noch etwas laufen zu lassen." Die Toilette an Bord der "Orion"-Kapsel ist eine kleinere Version der Anlagen auf der Internationalen Raumstation ISS. Sie ist in den Boden der Raumkapsel integriert und ermöglicht den "Artemis 2"-Astronauten etwas Privatsphäre bei der Verrichtung ihrer Notdurft. Historische Mission: Diese vier Astronauten schreiben Geschichte "Artemis 2": So läuft der Flug zum Mond ab Kommentar zur Mondmission: Den USA droht eine historische Niederlage Nach mehr als einem halben Jahrhundert fliegt die Nasa wieder Astronauten um den Mond . Die zehntägige Mission gilt als Vorbereitung für eine Landung 2028 und ist ein wichtiger Schritt für die US-Raumfahrtbehörde Nasa, die an ihre großen Erfolge in den 1960er-Jahren anknüpfen will. Doch statt damals mit Russland sehen sich die USA heute mit einem anderen Gegner konfrontiert: China . Die Volksrepublik will ihre Taikonauten genannten Raumfahrer ebenfalls auf dem Mond landen lassen. Die große Angst der USA: Der nächste Mann auf dem Mond könnte ein Chinese sein. Und diese Befürchtung ist berechtigt. Hier geht es zum vollständigen Kommentar. Nach dem Start: Kurzes Kommunikationsproblem bei "Artemis 2" Kurz nach dem Start der Mondmission "Artemis 2" ist vorübergehend die Kommunikation zwischen den vier Astronauten an Bord der "Orion"-Kapsel und dem Kontrollzentrum auf der Erde abgebrochen. Die Crew habe die Stimmen aus dem Kontrollzentrum hören können, aber die Mitarbeiter im Kontrollzentrum hätten die Astronauten nicht hören können, sagte Nasa-Chef Jared Isaacman bei einer Pressekonferenz. Das Problem habe aber nach kurzer Zeit gelöst werden können und die Kommunikation sei wieder hergestellt. Raumkapsel von Mondmission "Artemis 2" hat Erdumlaufbahn erreicht Die Orion-Raumkapsel der Mondmission "Artemis 2" hat eine Erdumlaufbahn erreicht. Rund acht Minuten nach dem Start der Trägerrakete SLS trennte sich die erste Stufe der Rakete von der Raumkapsel, wie ein Vertreter der US-Raumfahrtbehörde Nasa am Mittwochabend im Livestream sagte. Zuvor hatten sich bereits die beiden sogenannten Booster von der Rakete getrennt. Aufnahmen zeigen historischen Moment: So lief der Start ab "Artemis 2" ist gestartet Erstmals seit mehr als einem halben Jahrhundert sind wieder Menschen in die Nähe des Mondes unterwegs. Vier Astronauten hoben dafür an Bord der "Orion"-Kapsel mit dem Raketensystem "Space Launch System" vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida ab.