Weil Lukaschenko Migranten aus Nahost durchlässt: Litauen zieht Grenzzaun zu Weißrussland

6 monate vor


Litauen hat am Freitag damit begonnen, einen Zaun entlang der Grenze zu Weißrussland zu errichten, um Migranten aus Drittländern von der Einreise abzuhalten. Dies geschah eine Woche, nachdem Vilnius den Notstand ausgerufen hatte, um einem starken Anstieg der Migrationsströme entgegenzuwirken. In den vergangenen zwei Monaten sind mehr als 1.500 Menschen aus dem Nachbarland nach Litauen eingereist – 20-mal mehr als im gesamten Jahr 2020. Der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko hatte jüngst erklärt, die Migranten, die in die EU wollen, nicht mehr aufzuhalten. Die Beziehungen zwischen der EU und Weißrussland haben sich nach den weißrussischen Wahlen im August 2020 rapide verschlechtert, weil die EU Lukaschenkos Wiederwahl nicht anerkennt und meint, die Wahlergebnisse seien manipuliert. Es folgten zahlreiche Sanktionen von der EU. Lukaschenko erklärte letzte Woche, dass sein Land die Zusammenarbeit mit der Europäischen Union bei der Eindämmung der illegalen Migration als Vergeltung für die brutalen Wirtschaftssanktionen, die der Block verhängt hatte, einstellen wird. Lukaschenko sagte dazu: "Wenn einige glauben, dass wir unsere Grenzen zu Polen, Litauen, Lettland und der Ukraine schließen und ein Lager für Menschen werden, die aus Afghanistan, dem Iran, dem Irak, Syrien, Libyen und Tunesien fliehen, dann irren sie sich. Wir werden niemanden aufhalten, sie wollen nicht zu uns, sondern in das 'aufgeklärte, warme und gemütliche Europa'." Die EU hatte am Dienstag versprochen, Litauen bei der Bewältigung des Zustromes von Migranten zu helfen. Litauen, das wie die EU weißrussische Oppositionelle unterstützt und ihnen Zuflucht gewährt, beschuldigt sein Nachbarland, die Grenzübertritte von Menschen hauptsächlich aus dem Irak, dem Nahen Osten und Afrika gezielt zu organisieren. Abhilfe soll nun ein doppelter Stacheldrahtzaun schaffen, der sich über 550 Kilometer erstrecken und den größten Teil der fast 680 Kilometer langen Grenze abdecken wird. Laut der litauischen Innenministerin Agnė Bilotaitė wird der Zaun 41 Millionen Euro (48 Millionen Dollar) kosten. Die Europäische Union, deren Mitglied Litauen ist, hat erklärt, dass sie dem baltischen Land mit 2,8 Millionen Einwohnern helfen wird, das bereits Zeltlager eingerichtet hatte, um die wachsende Zahl von Migranten unterzubringen. Mehr auf unserer Webseite: https://de.rt.com/ Folge uns auf Facebook: https://www.facebook.com/rtde Folge uns auf Twitter: https://twitter.com/de_rt_com Folge uns auf Instagram: https://www.instagram.com/de_rt_com Folge uns auf Telegram: https://t.me/rt_de RT DE steht für eine Berichterstattung abseits des Mainstreams. Wir zeigen und schreiben das, was sonst verschwiegen oder ausgelassen wird.
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