Wenn das Geld für Monatshygiene fehlt: Tabuthema Perioden-Armut | Doku | BR Story

latest news headlines 1 tag vor
Flipboard


Jeden Monat ist es für Millionen Frauen ganz normal, die Periode zu haben. Doch für viele bedeutet die Menstruation eine erhebliche finanzielle Belastung. Die Dokumentation begleitet betroffene Frauen und Aktivistinnen, die gegen Periodenarmut kämpfen. Berlin, Alexanderplatz. Hier leben viele Frauen, die von Obdachlosigkeit betroffen sind, und für die ihre Monatsblutung schnell zum akuten Problem wird. "Ich bin schon eineinhalb Tage hier in Berlin mit vollgebluteter Hose rumgerannt", erzählt eine Betroffene. Am Duschmobil erhalten Frauen kostenlose Hygieneprodukte, ein mobiles Hilfsangebot für Menschen, die auf der Straße leben. Unterstützt wird das Projekt vom Verein Periodensystem, der Tampons und Binden liefert. Doch Periodenarmut betrifft nicht nur wohnungslose Frauen. Nach Angaben der Hilfsorganisation "Plan International" ist rund ein Viertel aller Mädchen und Frauen in Deutschland betroffen. Die Studentin Jaël Gallert aus München hat nach Abzug aller Fixkosten rund 400 Euro im Monat zur Verfügung und muss davon auch ihre Periodenprodukte bezahlen - Tampons, aber auch Schmerzmittel, Magnesium oder Eisen. "Wenn man es ganz hochrechnet, ist das ein kompletter Einkauf, den ich mir dann stattdessen gönnen kann", sagt die Studentin. Für Menstruierende mit geringem Einkommen ein ernsthaftes Problem. "Ohne die Menstruation wären wir alle nicht auf der Welt", sagt die Soziologin Sophie Bauer, die zur Periode geforscht hat. "Da könnte man durchaus davon sprechen, dass das uns alle was angeht und dass das im Interesse aller ist, darüber mehr zu erfahren." Sie weist darauf hin, dass es nicht nur um Hygieneprodukte geht, sondern auch um Zugang zu sauberem Wasser, sicheren Toiletten und die Möglichkeit, Periodenprodukte in Ruhe zu wechseln. Es handle sich um ein Phänomen, das weltweit Menstruierende betreffe. Besonders in konservativeren Gesellschaften wie in Polen ist das Thema Periode noch immer stark schambehaftet. In Warschau setzt sich die Künstlerin und Aktivistin Martyna Baranowicz mit ihrer "Pink Box Foundation" deshalb nicht nur für kostenlose Periodenprodukte ein, sondern auch für Aufklärung an Schulen, um das Thema aus der Tabuzone zu holen. 🎥 Eine Doku von Anna Bachner 📺 TV-Ausstrahlung am 11.03.2026 👉 Hier entlang zu mehr spannenden Dokus: https://1.ard.de/br-story-start 💌 Das Beste aus dem BR in der ARD Mediathek - dazu kostenfrei den Newsletter abonnieren: https://1.ard.de/newsletter-mediathek #periode #frauengesundheit
Aus der Quelle lesen