Die Dictum GmbH hat 81 Mitarbeiter und machte zuletzt knapp 30 Millionen Euro Jahresumsatz. Nun sucht der Betrieb neue Investoren. Die Dictum GmbH aus Plattling im Landkreis Deggendorf hat beim Insolvenzgericht Deggendorf Eigeninsolvenz beantragt. 81 Beschäftigte sind betroffen. Zuletzt erzielte das Unternehmen knapp 30 Millionen Euro Jahresumsatz. Dictum stellt Spezialwerkzeuge für die Holzbearbeitung und den Instrumentenbau her und vertreibt außerdem Messer, Gartenwerkzeug und Jagdausrüstung. Die Ursprünge des Unternehmens reichen bis ins Jahr 1848 zurück. Produziert wird in einer eigenen Manufaktur im Plattlinger Industriegebiet, verkauft über zwei Ladengeschäfte in Plattling und München sowie einen Onlineshop. Über 200 Jobs sollen gerettet werden: Großbäckerei stellt Betrieb ein – Konkurrenten übernehmen Betrugsvorwürfe und Kundenbeschwerden: Ankaufsplattform Cleverbuy ist insolvent Dictum insolvent: Betrieb soll weitergehen Für die Insolvenz macht die eingesetzte Regensburger Anwaltskanzlei Beck und Partner zwei Ursachen verantwortlich: Die schwache Konjunktur der vergangenen Jahre habe die Kaufbereitschaft der Kunden gedrückt. Als Anbieter hochwertiger Waren sei Dictum davon besonders stark betroffen gewesen. Gleichzeitig habe das Unternehmen erheblich in die Sortimentserweiterung investiert. Die Finanzierung des Geschäftsjahres 2026 ließ sich danach nicht mehr sicherstellen. Der vorläufige Insolvenzverwalter Hubert Ampferl will den Betrieb aufrechterhalten und Investoren gewinnen. Die frühzeitige Antragstellung verschaffe dafür ausreichend Spielraum, erklärte Ampferl. Die Gehälter der Belegschaft sind von April bis Juni über das Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit gesichert. Geschäftsführer Quynh Christian Ha-Ngoc erklärte, er sei vom Geschäftsmodell weiterhin überzeugt. Ziel sei es, die Marke gemeinsam mit einem Partner langfristig fortzuführen. Konkrete Interessenten nannte das Unternehmen nicht.