Das befürchtete Unwetter hat den Westen Deutschlands erreicht. Zahlreiche Autobahnen sind spiegelglatt, in mehreren Bundesländern bleiben die Schulen zu – die Lage im Überblick. Starker Regen hat auf den gefrorenen Böden vor allem im Westen Deutschlands gefährlich glatte Straßen verursacht. Im Berufsverkehr ging es auf mehreren Autobahnen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz nur sehr langsam voran. Im Sauerland wurde die Polizei zu einigen Unfällen gerufen. Der Winterdienst war überall im Dauereinsatz. Am Frankfurter Flughafen wurden am Morgen wegen Schnee und Glatteis rund 100 Flüge gestrichen. Bei der Bahn kam es wegen des Unwetters zu Einschränkungen bei Regionalzügen in Niedersachsen und Hamburg . Im Fernverkehr drosselte die Bahn auf einigen Strecken die Geschwindigkeit der Züge. Insgesamt habe man aber einen guten Betriebsstart am Morgen erlebt, sagte eine Sprecherin. Glätte in Deutschland: Bus kommt ins Rutschen – Hubschraubereinsatz Gelb bis Violett: Das bedeuten die Unwetterwarnstufen des DWD Wetter in Deutschland: Warnstufe Rot in weiten Teil vor Glatteis Für weite Teile Deutschlands gilt weiterhin die zweithöchste Unwetterwarnstufe vor Glatteis. Während sich die Situation etwa am Niederrhein schon wieder entspannte, gilt die Warnung des DWD etwa für Erfurt noch bis 22 Uhr. Die Meteorologen riefen die Menschen auf, Fahrten mit dem Auto zu vermeiden. Es bestehe "Gefahr für Leib und Leben". Besonders in weiten Teilen Bayerns, Baden-Württembergs, Nordrhein-Westfalens hat der DWD die zweithöchste Unwetterwarnstufe vor Glatteis ausgegeben. Ebenfalls in Hamburg, Bremen , Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Hessen und für Teile Thüringens gab der Wetterdienst ähnliche Warnungen heraus. Das Winterwetter hat Deutschland weiter fest im Griff. Das sind aktuell die fünf kältesten Orte des Landes: Sohland/Spree bei minus 18,2 Grad, in Bertsdorf-Hömitz zeigte das Thermometer minus 18 Grad. In Bad Muskau wurden minus 15,5 Grad, in Klettwitz minus 14,7 Grad und in Lübben-Blumenfelde minus 14,6 Grad gemessen. Wetter in Deutschland: Schulen zu – aber keine Ferien Im bevölkerungsstärksten Bundesland Nordrhein-Westfalen bleiben die Schulen am Montag wegen der Glatteisgefahr ebenso geschlossen wie in Niedersachsen und in Bremen. Ausnahmen gibt es auf den ostfriesischen Inseln. Auch in Hessen, Bayern und weiteren Bundesländern blieben zahlreiche Schulen zu. Einen zusätzlichen Tag Ferien gibt es für die Schülerinnen und Schüler deshalb aber nicht: "Es ist kein schulfrei – die Schülerinnen und Schüler müssen schon arbeiten", betonte etwa die nordrhein-westfälische Schulministerin Dorothee Feller (CDU) im WDR. Die Klassen seien lediglich in den Distanzunterricht geschickt worden, damit sich niemand auf dem womöglich gefährlichen Schulweg verletze. Lehrer könnten ihren Unterricht entweder per Video anbieten oder den Kindern und Jugendlichen Arbeitsmaterial zuschicken. Warmfront erreicht Ballungsgebiete schon in der Nacht Über die großen Ballungsgebiete in Nordrhein-Westfalen war die gefährliche Warmfront bereits in der Nacht hinweggezogen, als auf den Straßen noch fast nichts los war. In Köln , Düsseldorf und Duisburg gab es den stärksten Regen nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) gegen 3 Uhr. Anschließend zog das Regenband weiter nach Osten. Starken Niederschlag gab es etwa in Frankfurt , Stuttgart und Hannover . Überall traf der Regen auf gefrorene Böden – eine gefährliche Mischung. Glatteis in Deutschland: Winterdienste im Großeinsatz Die Winterdienste waren im Großeinsatz. Man habe in mehreren Schichten die ganze Nacht hindurch vorbeugend Salz gestreut, teilten die für den Winterdienst in Köln zuständigen Abfallwirtschaftsbetriebe mit. So sollte verhindert werden, dass sich auf den Hauptverkehrsstraßen der Domstadt Glatteis bildet. Auf einigen Autobahnen ging es im Berufsverkehr am Morgen nur noch sehr langsam voran. In Nordrhein-Westfalen waren vor allem die A4 und die A45 im Sauerland betroffen, wie auf dem Informationsportal des NRW-Verkehrsministeriums zu sehen war. In Hessen stockte der Verkehr unter anderem rund um Kassel . Es gab auch einige Unfälle und dadurch Staus.