Wie Nervenbahnen: Riesige Simulation des Universums zum Download

2 monate vor


Unendliche Weiten, unfassbare Dimensionen, riesige Datenmengen: Ein internationales Forscherteam hat die bisher detailreichste Simulation des Universums geschaffen. Sie heißt Uchuu – Japanisch für Weltraum. Dieses virtuelle Universum modelliert die Wechselwirkungen von 2,1 Billionen "Teilchen" in einem Raum mit 9,6 Milliarden Lichtjahren Kantenlänge. Große kosmische Zusammenhänge werden so besser begreifbar gemacht. Die Filamente, also die Wabenstruktur, bis hin zu einzelnen Galaxien des Kosmos werden detailliert gezeigt. Einzelne Sterne und Planeten werden jedoch nicht aufgelöst. Doch auch die zeitliche Auflösung ist von großem Wert für die Wissenschaft. Uchuu simuliert die Entwicklung der Materie über fast die gesamten 13,8 Milliarden Jahre der Geschichte des Universums vom Urknall bis zur Gegenwart. "Uchuu ist wie eine Zeitmaschine: Wir können in der Zeit vorwärts, rückwärts und anhalten, wir können in eine einzelne Galaxie 'hineinzoomen' oder 'herauszoomen', um einen ganzen Galaxienhaufen zu visualisieren", erläutert die am Projekt beteiligte Forscherin Julia F. Ereza. Um ihr Modell zu erzeugen, benötigten die Wissenschaftler mehr als 40.000 Prozessoren und 20 Millionen Supercomputerstunden. Dabei wurden drei Petabyte – drei Millionen Gigabyte – an Daten erzeugt, was 894.784.853 Bildern eines 12-Megapixel-Handys entspricht. Nachdem es gelungen ist, die Datenmenge auf 100 Terabyte zu komprimieren, steht die Simulation nun auf der Projektseite für jeden zum freien Download bereit. https://www.nao.ac.jp/en/news/science/2021/20210910-cfca.html Mehr auf unserer Webseite: https://de.rt.com/ Folge uns auf Facebook: https://www.facebook.com/rtde Folge uns auf Twitter: https://twitter.com/de_rt_com Folge uns auf Instagram: https://www.instagram.com/de_rt_com Folge uns auf Telegram: https://t.me/rt_de RT DE steht für eine Berichterstattung abseits des Mainstreams. Wir zeigen und schreiben das, was sonst verschwiegen oder ausgelassen wird.
Aus der Quelle lesen