Microsoft hat den KI-Assistenten Copilot aus einigen Windows-Apps entfernt. Doch ganz verschwunden ist die Künstliche Intelligenz damit nicht. Das ändert sich genau. Microsoft hat damit begonnen, die Copilot-Schaltflächen aus mehreren Windows-11-Apps zu entfernen. Betroffen sind der Texteditor Notepad, das Bildschirmfoto-Werkzeug Snipping Tool, die Foto-App sowie die Widgets – eine Übersicht mit Nachrichten und Infokacheln in der Taskleiste. Damit setzt der Konzern eine Ankündigung aus dem März um, wonach er die Sichtbarkeit seines KI-Assistenten in Windows deutlich zurückfahren will. Laut einem Bericht des Fachportals "Windows Central" zeigen sich die Änderungen bislang in einer Vorabversion für Teilnehmer des Windows-Insider-Programms. In Notepad etwa habe Microsoft das farbige Copilot-Symbol durch ein schlichtes Stift-Symbol ersetzt. Die Funktion dahinter trage künftig den Namen "Schreibwerkzeuge" statt Copilot. Streit mit Microsoft: Forscher stellt Windows-Schwachstelle ins Netz Web- und App-Tipp: Dieses Tool befreit Windows 11 von KI Allerdings soll es sich vor allem um eine kosmetische Änderung handeln: Die KI-gestützten Werkzeuge zum Verfassen, Umschreiben und Zusammenfassen von Texten stehen weiterhin zur Verfügung. Sie arbeiten dem Bericht zufolge nahezu identisch wie zuvor. Neue Namen, gleiche Technik – mit einer Ausnahme Auch in den Einstellungen des Texteditors Notepad hat Microsoft Anpassungen vorgenommen. Der Bereich, in dem sich die KI-Funktionen abschalten lassen, heißt dort nicht mehr "KI-Features", sondern "Erweiterte Funktionen". Nutzer können die Werkzeuge nach wie vor mit einem Klick deaktivieren. Beim Snipping Tool ging Microsoft offenbar einen Schritt weiter: Dort hat der Konzern die KI-Anbindung laut "Windows Latest" nicht nur umbenannt, sondern vollständig entfernt. Anders als in Notepad gibt es keinen Ersatz unter neuem Namen. Die KI-Funktion fehlt demnach ersatzlos. Hintergrund der Änderungen ist anhaltende Kritik von Nutzern. Viele bemängelten, Microsoft dränge ihnen den KI-Assistenten in sämtlichen Anwendungen auf, ohne dass dieser einen einheitlichen Mehrwert biete. Wann die Änderungen allen Windows-11-Nutzern zur Verfügung stehen, hat Microsoft bislang nicht mitgeteilt.