Microsoft hat Probleme mit zentralen Windows-Funktionen seit einem Juli-Update bestätigt. Betroffene Nutzer können sich mit einer Übergangslösung helfen. Microsoft hat gravierende Fehler in Windows 11 eingeräumt, die seit Monaten zentrale Funktionen des Betriebssystems beeinträchtigen. Wie das Unternehmen in einem Supportbeitrag mitteilt, treten die Probleme seit der Installation des Juli-Updates auf. Betroffen seien demnach wesentliche Komponenten wie das Startmenü, die Taskleiste, der Windows Explorer, die Suchfunktion und die Systemeinstellungen. Diese können nach Angaben von Microsoft abstürzen oder sich weigern zu starten. Teilweise erhalten Anwender Fehlermeldungen, teilweise bleiben die Störungen im Hintergrund und sind für Nutzer schwer nachvollziehbar, heißt es. Probleme bestehen seit Juli-Update Die Schwierigkeiten gehen dem Bericht zufolge auf das kumulative Update KB5062553 zurück, das Microsoft im Juli 2025 für Windows 11 Version 24H2 veröffentlicht hat. Wer dieses oder nachfolgende Updates installiert hat, kann laut dem Unternehmen von den Fehlfunktionen betroffen sein. Wichtige Updates: Microsoft schließt kritische Sicherheitslücken in Windows Microsoft-Update: Windows 11 bekommt neues Startmenü – das ändert sich Microsoft hat die Ursache nach eigenen Angaben identifiziert. Demnach werden bestimmte XAML-Pakete, von denen die betroffenen Anwendungen abhängen, nach der Installation des Updates nicht rechtzeitig registriert. XAML ist eine Beschreibungssprache für die Benutzeroberfläche moderner Windows-Anwendungen. Bei normalen Windows-11-Installationen treten die Probleme dem Supportbeitrag zufolge meist nur bei der ersten Nutzeranmeldung nach dem Update auf. Deutlich schwerwiegender zeigen sich die Auswirkungen in nicht-persistenten Systemumgebungen. Solche virtuellen Desktop-Infrastrukturen werden häufig in Unternehmen eingesetzt, wo sich Mitarbeiter an wechselnden Arbeitsplätzen anmelden können. Übergangslösung bietet vorerst Abhilfe Zu den häufigsten Symptomen zählen der Ankündigung zufolge Abstürze des Explorers, ein Startmenü, das sich nicht öffnen lässt und kritische Fehlermeldungen anzeigt, sowie Systemeinstellungen, die stumm den Start verweigern. In einigen Fällen laufe der Explorer zwar, zeige aber keinen Eintrag in der Taskleiste an. Das Unternehmen arbeitet an einer Lösung, heißt es weiter. Einen genauen Zeitpunkt für die Bereitstellung eines offiziellen Updates nennt Microsoft jedoch nicht. Administratoren können sich bis dahin mit einer Übergangslösung behelfen, den das Unternehmen im Supportbeitrag beschreibt. Dieser umfasst die manuelle Registrierung der fehlenden Pakete über PowerShell-Befehle, die sich etwa per Anmeldeskript bei jedem Login automatisch ausführen lassen.