Vor fast einem Jahr wurde Victoria Carl wegen eines positiven Dopingtests suspendiert. Die genaue Länge der Sperre stand aber nicht fest. Das hat sich jetzt geändert. Langläuferin Victoria Carl ist nach einem positiven Dopingtest für insgesamt 18 Monate gesperrt worden. Das teilte die Nationale Anti-Doping-Agentur (Nada) mit. Die Sperre dauert bis zum 25. November 2026, weil die im Mai 2025 erfolgte vorläufige Suspendierung angerechnet wird. Bei einer Probe im Rahmen der Militär-WM war Carl am Ende der Saison 2024/25 positiv auf den Wirkstoff Clenbuterol getestet worden. Carl und der DSV führten an, der Wirkstoff sei in einem Hustensaft enthalten gewesen, den ein Truppenarzt der Athletin verabreicht hatte. Eine Täuschungsabsicht habe es nicht gegeben. "Verlauf weiterhin eng und verantwortungsvoll begleiten" DSV-Vorstand Stefan Schwarzbach kommentierte das Urteil nun wie folgt: "Wir nehmen den Schiedsspruch zur Kenntnis und bewerten ihn als nachvollziehbar und insgesamt ausgewogen. Positiv ist insbesondere die Feststellung eines nicht signifikanten Verschuldens und die damit verbundene Reduzierung der Sperre." Damit verbinde sich "die Hoffnung, dass eine Rückkehr in den internationalen Wettkampfbetrieb zur kommenden Wintersaison möglich ist. Entsprechend werden wir den weiteren Verlauf weiterhin eng und verantwortungsvoll begleiten und mit der Athletin abstimmen". Die 30-Jährige hatte die Olympischen Winterspiele in Cortina d"Ampezzo und Mailand wegen der Sperre verpasst. Bei Olympia 2022 in Peking hatte Carl Gold im Teamsprint mit Katharina Hennig Dotzler sowie Silber mit der Staffel gewonnen. "Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig", teilte die Nada mit. Carl, die Nada, die Weltverbände Fis und CISM (Internationaler Militärsportverband) sowie die Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) können Rechtsbehelf beim internationalen Sportgericht CAS einlegen.