"Wir müssen mit dem Geld auskommen" – Carsten Linnemann (CDU) im Gespräch | maischberger

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💻 maischberger in der ARD-Mediathek: https://www.ardmediathek.de/video/maischberger/maischberger-am-29-04-2026/wdr/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0cmFnLXNvcGhvcmEtY2ZlMzE1N2YtMGMzNy00ODU5LTlkMTktZDE3MDk3Zjg2YjRi 🎧 maischberger als Podcast: https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:63538a639334a824/ CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann verteidigt die geplante Neuverschuldung der Bundesregierung. Die Summe von 790 Milliarden Euro bis zum Jahr 2030 klinge zwar „besorgniserregend“, so Linnemann, jedoch seien davon rund 200 Milliarden für die Verteidigung vorgesehen – vor dem Hintergrund eines NATO-Ziels von 3,5 Prozent. Linnemann betont, er wolle nichts dramatisieren, macht aber deutlich: „Wir müssen mit dem Geld auskommen.“ Er sei überzeugt davon, dass aktuell mehr gespart werden könne als bislang umgesetzt werde. Beim Thema Subventionsabbau plädiert Linnemann für ein pauschales Vorgehen. Aus seiner Sicht würde eine Kürzung um zehn Prozent bei sämtlichen Subventionen für mehr Gerechtigkeit sorgen, da keine einzelnen Bereiche ausgenommen wären. Auch in den Bundesministerien sieht der Generalsekretär Einsparpotenzial: Bei den Verwaltungsausgaben hält er eine Reduktion um fünf Prozent für möglich, was etwa vier Milliarden Euro entspricht. Bei der Rente sieht Linnemann tiefgreifenden Reformbedarf: „Für die heute 15, 20-Jährigen wird die gesetzliche Rente nicht mehr ausreichen.“ Auch im Gesundheitssystem fordert er eine stärkere Beteiligung aller Gruppen und kritisiert ineffiziente Strukturen: „Wir haben über 90 Krankenkassen mit Verwaltungen, Vorständen und so weiter. Die müssen einen Beitrag leisten. Ich finde, zehn Krankenkasse reichen aus.“ Trotz erzielter Einigungen zeigt sich Linnemann im Gespräch mit Sandra Maischberger unzufrieden mit dem Reformtempo. Er verweist auf wirtschaftliche Schwächen und fehlende Perspektiven: „Wir sind zu teuer geworden.“ Zudem gäbe es „eine Lethargie im Land“. Es fehle an einer überzeugenden politischen Erzählung: „Diese Geschichte fehlt noch und die muss erklärt werden.“ Zur Stabilität der Koalition äußert er sich zurückhaltend, sieht aber Reformdruck: „es gibt keinen besseren Zeitpunkt für Reformen.“ Die Regierung sei „in der verdammten Pflicht zu liefern“. Klare Abgrenzung zeigt Linnemann gegenüber radikalen politischen Optionen. Eine Minderheitsregierung hält er für riskant: „Ich glaube, das wäre der Anfang vom Ende der CDU.“ Zugleich sieht er die Notwendigkeit der Zusammenarbeit mit dem Koalitionspartner und betont, „dass wir mit der SPD jetzt was hinbekommen müssen.“ Die Sendung vom 29.04.2026 in der Mediathek: https://www.ardmediathek.de/video/maischberger/maischberger-am-29-04-2026/wdr/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0cmFnLXNvcGhvcmEtY2ZlMzE1N2YtMGMzNy00ODU5LTlkMTktZDE3MDk3Zjg2YjRi Alle Sendungen in der ARD-Mediathek: https://www.ardmediathek.de/sendung/maischberger/Y3JpZDovL2Rhc2Vyc3RlLmRlL21lbnNjaGVuIGJlaSBtYWlzY2hiZXJnZXI Außerdem zu Gast waren: Jakob Augstein (Verleger, Der Freitag) Nikolaus Blome (Politikchef RTL/ntv) Bettina Böttinger (Moderatorin) Michael Bröcker (Table.Briefings) Anna Lehmann (taz) X: https://x.com/maischberger #talk #maischberger #Koalition #gesundheitsreform #Rente #bürgergeld #schulden
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