Davon träumen viele: So viel Geld auf dem Konto, dass es nicht mehr notwendig ist zu arbeiten. Hier erfahren Sie, ab welchem Betrag das möglich ist. Für viele Menschen fühlen sich die Jahre, die es noch bis zur Rente braucht, wie eine große Last an. Nicht jeder ist glücklich in seinem Job und wünscht sich die finanzielle Freiheit, einfach aufzuhören. Damit man viele Jahre vor dem Renteneintrittsalter aufhören kann zu arbeiten, muss man ordentlich Geld sparen. Am effektivsten geht das am Kapitalmarkt, wo man zum Beispiel mit einem ETF-Sparplan durchschnittliche Jahresrenditen von 6 bis 7 Prozent erreichen kann. Und durch den Zinseszinseffekt wächst das Geld auf dem Konto bei konstanter Rendite exponentiell an. Je länger man den Zinseszins arbeiten lässt, desto mehr verstärkt sich der Effekt. Um grob zu berechnen, wie lange es dauert, bis das angelegte Vermögen sich verdoppelt hat, wird die sogenannte 72er-Regel genutzt . Dabei teilt man die Zahl 72 durch die erwartete Rendite, also zum Beispiel 72 : 6 Prozent Rendite = 12 Jahre bis zur Verdopplung. Dies sollte aber nur als grobe Richtlinie dienen – Schwankungen an der Börse sind üblich und eine genaue Prognose über die Entwicklung der Märkte gibt es nicht. Passives Einkommen: Ab wann reicht das Geld? Das bedeutet auch, dass ab einem bestimmten Punkt die erzielte Jahresrendite so hoch sein kann, dass man sie als passives Einkommen entnehmen könnte – das angesparte Vermögen bliebe unangetastet. Im nächsten Jahr würde es dann wieder eine ähnlich hohe Rendite abwerfen, die Sie dann erneut entnehmen könnten. Das nennt man "passives Einkommen". Lebenslange Rente: So richten Sie einen Entnahmeplan ein Theoretisch ist das der Punkt, an dem man mit der Arbeit aufhören oder zumindest von Voll- auf Teilzeit wechseln könnte. Das fehlende Einkommen ersetzt man durch das passive Einkommen aus dem Depot. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen Sie erst so viel Vermögen gespart haben, dass die abgeworfene Rendite hoch genug ist, um allein davon zu leben und den Rest unangetastet zu lassen. Und das ist alles andere als einfach: Wenn Sie ein passives Einkommen von 2.000 Euro im Monat (also 24.000 Euro im Jahr) zur Verfügung haben möchten, müssten Sie 400.000 Euro auf dem Depot haben, bei einer Jahresrendite von 6 Prozent. Wie lange dauert der Vermögensaufbau? Wie lange dauert es also, bis man 400.000 Euro angespart hat? Das kommt ganz darauf an, wann man damit anfängt und wie viel man monatlich auf die Seite legen kann. Wer früh mit dem Anlegen beginnt, hat hier den größten Vorteil. Beispiel: Wenn Sie 50 Jahre lang jeden Monat 100 Euro in einen ETF mit sechsprozentiger Rendite einzahlen, haben Sie am Ende 359.000 Euro auf dem Konto – ziemlich nah an den anvisierten 400.000 Euro. Legt dieselbe Person 200 Euro für 50 Jahre an, sind es am Ende schon 719.000 Euro. Wer erst später im Leben anfängt, muss größere Sparraten einplanen, um das nötige Kapital anzusparen: Nach 25 Jahren erreicht man mit einer monatlichen Sparrate von 500 Euro die Schwelle von 340.000 Euro. Die meisten Menschen können aber nicht ihr gesamtes Leben mehrere Hundert Euro im Monat zur Seite legen. Jede Person ist individuell und hat ganz eigene Bedürfnisse und Verpflichtungen, sodass pauschale Vorgaben schwer zu machen sind. Wenn Sie aber ein sicheres, passives Einkommen erreichen möchten, dann können sich Sparer an ein paar Grundsätze halten: Klares Ziel definieren : Bestimmen Sie im Voraus, wie viel Geld Sie monatlich (oder jährlich) als passives Einkommen entnehmen möchten und errechnen dann anhand der planbaren Rendite, wie viel Kapital Sie dafür benötigen. Planen Sie auch mit einem Puffer, falls es mal zu Schwankungen kommt oder ungeplante Ausgaben nötig sind. Verlassen Sie sich nicht nur auf einen Vermögensbaustein, sondern auf mehrere: Das kann neben dem ETF-Sparplan noch eine Immobilie sein, eine oder mehrere Renten sowie etwas Geld zur Sicherheit auf einem Festgeldkonto. Erst das Zusammenspiel macht finanzielle Sicherheit aus. Sparen Sie langfristig und regelmäßig , anstatt sich nur auf Einmalzahlungen zu verlassen. Je früher, desto besser. Gleichzeitig sollten sich Sparer immer bewusst sein, dass sich die Rendite auch mal anders entwickeln kann als erwartet und die Rechnung am Ende nicht mehr aufgeht. Aber wer früh mit dem Rechnen – und dem Sparen – beginnt, kann sehr wohl früher als alle anderen entspannt in Rente gehen.