2. Bundesliga: KSC-Trainer Christian Eichner geht nach sechs Jahren

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Den Karlsruher SC können sich viele Fans der Badener nicht mehr ohne Christian Eichner vorstellen. In Zukunft müssen sie das aber. Nach mehr als sechs Jahren trennen sich im Sommer die Wege von Fußball-Zweitligist Karlsruher SC und Trainer Christian Eichner. Dies sei das Ergebnis interner Gespräche, teilte der Klub mit. Bereits seit mehreren Tagen hatte es dahingehende Meldungen gegeben, die nun bestätigt wurden. Eichner war schon als Spieler lange in Karlsruhe, kam Mitte der 1990er-Jahre als Jugendspieler und verließ nach mehr als 240 Spielen für die erste Mannschaft und die U23 im Sommer 2009 den KSC. Er kehrte dann aber nach seiner Karriere zurück, arbeitete erst als Jugend-, dann als Cheftrainer. "Egal in welcher Funktion, ob als Spieler oder als Trainer, habe ich meine Rolle im Fußball immer so definiert, dass die Interessen des Vereins über allem anderen stehen. Insofern habe ich stets versucht, auch solche Entscheidungen loyal mitzutragen, die ich persönlich womöglich anders getroffen hätte", sagte Eichner in der Vereinsmitteilung zur Trennung. "Ich denke, das ist mir während meiner jetzt fast sechseinhalb Jahre als Cheftrainer des KSC ganz gut gelungen, und deshalb will ich mich im Sommer auch genau so verabschieden." Eichner wird die Mannschaft in den sechs ausstehenden Spielen in der 2. Bundesliga betreuen. "Dieser Verein und ebenso diese Mannschaft sind für mich etwas ganz Besonderes. Dementsprechend ist mir die Arbeit extrem ans Herz gewachsen, umso mehr, als wir auch schwierige Phasen immer wieder gemeinsam mit viel Einsatz, Leidenschaft und Zusammenhalt bewältigt haben. Genau diese Tugenden möchte ich jetzt auch noch einmal in meinen letzten Wochen im Wildpark ganz besonders wecken", erklärte Eichner. Als Grund für das Aus nannte KSC-Geschäftsführer Mario Eggimann den Wunsch nach einem "neuen Impuls" in der Entwicklung des Klubs. "Dass sich nach so einer langen Zeit, die im Profifußball heute beinahe außergewöhnlich ist, gewisse Dinge im Ablauf verändern, ist völlig normal. Von daher sehen wir den Zeitpunkt im Sommer als genau den richtigen für eine Veränderung an", sagte der Schweizer. Folgt Strobl auf Eichner? Eichner habe sich in den vergangenen Jahren zu einem "Aushängeschild" des Vereins entwickelt. Der 43-Jährige hatte den KSC zunächst in der 2. Bundesliga gehalten und stabilisiert. Zudem spielte Karlsruhe mehrfach um den Aufstieg in die Bundesliga mit. Des Weiteren entwickelte Eichner mehrere talentierte Spieler weiter. Eigengewächse wie Tim Breithaupt oder Max Weiß wurden für Millionensummen verkauft, mit Louey Ben Farhat hat sich das nächste große Talent in den Fokus mehrerer Bundesligisten gespielt. Wer auf Eichner folgt, ist noch unklar. In Medienberichten fiel zuletzt mehrfach der Name Tobias Strobl, der aktuell den SC Verl trainiert. Strobl gilt als großes Trainertalent mit einem offensiven und auf Dominanz ausgelegten Spielansatz. Ob es aber tatsächlich der 38-Jährige wird, bleibt abzuwarten.
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