Sonnenfinsternis und Sternschnuppenfeuerwerk: Das kommende Jahr wird für Hobby-Astronomen spektakulär. Die Ereignisse im Überblick. Wer seinen Sommerurlaub für das kommende Jahr noch nicht gebucht hat, für den könnte Spanien interessant sein. Im August lässt sich über weiten Teilen des Landes das spektakulärste Himmelsschauspiel des Jahres 2026 beobachten. Aber auch sonst wird das kommende Jahr für Himmelsgucker spannend. Hier sind die Höhepunkte. 2026 wird es finster Das wohl größte astronomische Ereignis im kommenden Jahr ist eine totale Sonnenfinsternis über Spanien am 12. August. Die Totalitätszone zieht sich von der Arktis über den Nordatlantik und das östliche Grönland , streift Island , streicht über die Iberische Halbinsel und endet im westlichen Mittelmeer . Über Deutschland wird es dann eine partielle Sonnenfinsternis geben. "Über Hamburg und Berlin verdeckt der Neumond am Abend zum Sonnenuntergang rund 85 Prozent der Sonnenscheibe", so Björn Voss vom Planetarium Hamburg. In München seien es rund 89 Prozent und in Konstanz am Bodensee sogar 90 Prozent. Laut Voss hängt der Ablauf der Finsternis vom Standort ab. In Hamburg beginne das Schauspiel um 19:14 Uhr, um 20:08 Uhr sei die maximale Verdeckung von 85,4 Prozent erreicht. Mit dem Sonnenuntergang um 20:54 Uhr werde das Spektakel auch schon wieder vorbei sein. In Deutschland gibt es eine totale Sonnenfinsternis erst wieder im September 2081. Eine ringförmige Sonnenfinsternis am 17. Februar 2026 bleibt von der gesamten Nordhalbkugel der Erde aus unbeobachtbar. Partielle Mondfinsternis Auch der Mond verfinstert sich im kommenden Jahr: In der Nacht vom 27. auf den 28. August findet eine partielle Mondfinsternis statt. Sie kann in der ersten Hälfte von Mitteleuropa aus beobachtet werden. Zum Höhepunkt der Finsternis um 6.13 Uhr Sommerzeit befindet sich der Vollmond mit 93,5 Prozent seines scheinbaren Durchmessers im Kernschatten der Erde. Es handelt sich somit fast um eine totale Mondfinsternis. Eine totale Mondfinsternis gibt es auch, und zwar am 3. März. Die ereignet sich zwar in den Mittagsstunden, bleibt aber leider von Mitteleuropa aus unbeobachtbar. Die Perseiden kommen Zum Jahresbeginn sind die Quadrantiden zu erwarten, deren scheinbarer Ausstrahlungspunkt oder Radiant im Sternbild Bootes (Bärenhüter) liegt. Vom 1. bis zum 10. Januar flammen sie in der zweiten Nachthälfte auf. In der Nacht am 3. Januar gegen 23 Uhr tauchen im Maximum rund hundert Objekte pro Stunde auf. Wer die Sonnenfinsternis im August verpasst, kann am selben Abend das Maximum des Sternschnuppenschauers der Perseiden beobachten. Dieser findet laut Astronom Voss zu Neumond statt, "sodass kein helles Mondlicht unsere Beobachtung stört". Die Perseiden sind der aktivste Meteorstrom des Jahres. Schon in den ersten Augusttagen erscheinen die hellen Meteore. Häufig treten sogenannte Boliden oder Feuerkugeln auf. Der Radiant des Stromes liegt im Sternbild Perseus. Die schnellsten Meteore sind die Leoniden Vom 13. bis zum 30. November treten am Morgenhimmel die Leoniden in Aktion. Ihr Radiant liegt im Sternbild Löwe nordöstlich des Sterns Regulus. Zum Maximum am 17. November ist mit 10 bis 15 Meteoren pro Stunde zu rechnen. Die Sternschnuppen sind mit etwa 70 Kilometern pro Sekunde außerordentlich schnell. Vom 7. bis zum 17. Dezember macht sich der Strom der Geminiden bemerkbar. Ihr Ausstrahlungspunkt liegt im Sternbild Zwillinge südwestlich des Sterns Kastor. Das Maximum ist in der Nacht vom 13. auf den 14. Dezember mit stündlich bis zu 120 Meteoren zu erwarten. Supervollmond an Heiligabend Statt wie sonst drei- bis viermal pro Jahr gibt es 2026 nur einen Supermond. Dieser findet an einem besonderen Tag statt, und zwar am 24. Dezember, also an Heiligabend. An diesem Tag wird sich der Supervollmond morgens um 2.28 Uhr nur 356.740 Kilometer von der Erde entfernt befinden. In anderen Zeiten beträgt die Distanz zwischen der Erde und ihrem Trabanten mehr als 400.000 Kilometer. Der Supermond im Dezember 2026 ist also rund 45.000 Kilometer näher an der Erde als üblich.