Atherom entzündet: Woran Sie es erkennen und was zu tun ist

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Gutartige Zysten an den Haarfollikeln sind normalerweise harmlos. Wenn sich ein solches Atherom jedoch entzündet, ist ein zeitnaher Arztbesuch wichtig. Wenn sich ein kugelförmiger Knoten unter der Haut gebildet hat, könnte es sich um ein Atherom handeln. Ist es auf dem Kopf zu finden, ist häufig auch von einem Grützbeutel die Rede. Kurz erklärt: Was ist ein Atherom? Ein Atherom kann überall entstehen, wo sich Haarfollikel befinden – also dort, wo ein Haar in der Haut verankert ist. Die mit Talg und/oder Horn gefüllte Zyste wird meist wenige Millimeter bis einige Zentimeter groß. Ärzte unterscheiden häufig zwischen: Trichilemmalzysten (Grützbeutel, auch echtes Atherom oder Grießknoten), die sich in der Tiefe des Haarfollikels (im sogenannten Trichilemm) bilden können, und Epidermalzysten, die dort entstehen, wo das Haar an die Oberfläche kommt. Trichilemmalzysten wachsen vor allem auf dem Kopf oder im Bereich des Ohrs. Die wesentlich häufigeren Epidermalzysten kommen hingegen an allen Körperstellen vor, die behaart sind – besonders im Gesicht, am Rücken, an den Oberschenkeln, Oberarmen oder am Hodensack. In den meisten Fällen bereitet ein Atherom keine Beschwerden – es sei denn, es hat sich entzündet. Wann entzündet sich ein Atherom? Ein erhöhtes Entzündungsrisiko besteht vor allem, wenn die oder der Betroffene versucht, ein Atherom selbst auszudrücken, aufzustechen oder anderweitig loszuwerden. Denn dann können Krankheitserreger wie etwa Bakterien in die Haut eindringen. Möglich ist auch, dass sich das Atherom spontan öffnet, sodass sich der umliegende Bereich entzündet. Vor allem Epidermalzysten entzünden sich häufiger. Grützbeutel sind seltener betroffen, da sie sich tiefer in der Haut befinden. Atherom entzündet: Welche Symptome sind typisch? Ein entzündetes Atherom ist gerötet, tut bei Berührung weh und fühlt sich wärmer an als umliegende Hautpartien. Entzündetes Atherom: Welche Komplikationen sind möglich? Wenn ein entzündetes Atherom unbehandelt bleibt, kann sich im Inneren der Haut eine abgekapselte Eiteransammlung bilden: ein Abszess. Dieser kann rasch wachsen und bis zu faustgroß werden. Ein Abszess sollte so rasch wie möglich behandelt werden: Im schlimmsten Fall können sich Erreger über das Blut im gesamten Körper ausbreiten und eine Sepsis (Blutvergiftung) auslösen. Auch eine Entzündung des umliegenden Gewebes, die durch ein geplatztes Atherom entstanden ist, kann sich weiter ausbreiten. Um solche Komplikationen zu vermeiden, ist eine professionelle Behandlung wichtig. Atherom entzündet: Was tun? Hat sich ein Atherom entzündet, sollten Betroffene ärztlichen Rat suchen – am besten in der hautärztlichen oder chirurgischen Praxis. Alternativ kann zunächst der Gang zum Hausarzt sinnvoll sein. Um zu verhindern, dass sich die Infektion weiter ausbreitet, ist gründliche Hygiene wichtig. Auf Salben und andere Hausmittel sollten Betroffene verzichten, wenn sie nicht ausdrücklich vom Arzt empfohlen wurden. Ein Atherom, das spontan aufgebrochen ist und eine Infektion verursacht hat, sollte umgehend ärztlich behandelt werden, um ein Ausbreiten der Entzündung zu vermeiden. Dabei können gegebenenfalls Antibiotika nötig sein. Bei häufigeren und/oder ausgeprägten Entzündungen wird der Arzt vorschlagen, das Atherom zu entfernen. Die Operation findet meist erst statt, wenn die Entzündung abgeklungen ist. Wie die OP abläuft, mit welchen Risiken sie verbunden ist und wer die Kosten trägt, lesen Sie hier .
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