Viele Menschen klagen nach einem langen Arbeitstag am Bildschirm über müde Augen. Eine falsche Farbtemperatur am Monitor kann der Auslöser sein. Wer mehrere Stunden täglich auf einen Bildschirm schaut, kennt das Problem: Die Augen fühlen sich trocken an, sie brennen oder tränen. Häufig liegt das nicht nur an der Bildschirmzeit selbst. Auch die Beleuchtung im Raum und die Einstellungen des Monitors beeinflussen, wie stark die Augen belastet werden. Ideale Farbtemperatur für Augen: Warum sie für die Sehleistung wichtig ist Die Farbtemperatur beschreibt, ob Licht eher warm oder kühl wirkt. Warmes Licht erscheint leicht gelblich, während kühles Licht eher bläulich wirkt. Am Monitor bestimmt diese Einstellung, wie Farben dargestellt werden und wie angenehm das Bild für die Augen ist. Ist die Farbtemperatur zu kalt eingestellt, wirkt der Bildschirm sehr blau und grell. Das kann die Augen stärker beanspruchen. Eine ausgewogene Einstellung hilft dagegen, Informationen schneller zu erkennen und visuelle Aufgaben leichter zu erledigen. Gute Lichtverhältnisse sind laut Arbeitsschutzexperten entscheidend für Gesundheit und Konzentration. Auch die allgemeine Beleuchtung am Arbeitsplatz spielt eine Rolle. Zu dunkle oder zu helle Umgebungen können zu Kopfschmerzen, Flimmern vor den Augen oder brennenden Augen führen. Lesen Sie auch: Eat-the-frog-Methode: Wie funktioniert sie? Berufliches Wissen: Neuer Beruf durch Umschulung: Diese Varianten gibt es Diese Werte gelten als angenehm Für die Bildschirmarbeit hat sich eine Farbtemperatur im mittleren Bereich bewährt. Viele Experten empfehlen Werte zwischen etwa 4.000 und maximal 6.500 Kelvin. Dieser Bereich entspricht ungefähr neutralem Tageslicht. Bei diesen Einstellungen wirken Farben natürlich und Kontraste bleiben gut erkennbar. Gleichzeitig erscheint das Licht weniger grell als bei sehr kühlen Einstellungen. Neben der Farbtemperatur beeinflussen weitere Faktoren die Belastung der Augen: ausreichende Helligkeit des Monitors guter Kontrast zwischen Text und Hintergrund klare Darstellung von Schrift und Symbolen entspiegelte Bildschirme ohne störende Reflexionen gleichmäßige Beleuchtung im Raum Auch die Position des Bildschirms ist wichtig. Blendungen durch Fenster oder Lampen können die Lesbarkeit deutlich verschlechtern. Einflussfaktor Raumbeleuchtung Neben dem Monitor selbst beeinflusst auch die Raumbeleuchtung die Belastung der Augen. In Büros wird häufig eine Beleuchtungsstärke von etwa 500 Lux für Arbeitsflächen empfohlen. Dadurch lassen sich Texte auf Papier, Tastatur und Bildschirm leichter erkennen. Wichtig ist außerdem eine möglichst gleichmäßige Lichtverteilung. Starke Helligkeitsunterschiede können die Konzentration beeinträchtigen und zu schneller Ermüdung führen. Eine passende Farbtemperatur des Monitors ist deshalb nur ein Teil eines ergonomischen Arbeitsplatzes. Auch eine gute Raumbeleuchtung, ein entspiegelter Bildschirm und regelmäßige Pausen entlasten die Augen. Ergänzend können ein ergonomischer Bürostuhl und besonders bei Arbeit am Abend Blaulichtfilter-Brillen helfen.