Collien Fernandes kann ihren Account "collien_ulmen" bei Instagram nicht umbenennen. Warum? Dahinter steckt das Facebook-Unternehmen Meta. Nach der Trennung von Christian Ulmen im vergangenen Jahr versuchte Collien Fernandes vergeblich, ihren Account-Namen "collien_ulmen" bei Instagram zu ändern. Das berichtet die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf eine WhatsApp-Nachricht der Schauspielerin an die Redaktion des Blatts. Auf eine Anfrage habe Fernandes demnach geantwortet: "Facebook bzw. Meta ließ mich leider den Namen nicht ändern. Ich habe es einige Male versucht." Vor dem Hintergrund der schweren Vorwürfe, die die Schauspielerin gegen ihren Ex-Mann in der vergangenen Woche erhoben hat, ist der Wunsch nach einer Umbenennung des Accounts nachvollziehbar. Warum ist das dennoch ein Problem? Digitale Gewalt: Diese Rechte haben Betroffene in Deutschland Digitale Gewalt: Was das ist und wie man sich schützen kann Einschränkungen bei Promi-Accounts Der Grund liegt in den Nutzungsbedingungen von Instagram. Die zum Facebook-Konzern Meta gehörende Plattform erlaubt zwar generell eine Änderung des Namens und Nutzernamens. Allerdings gibt es Einschränkungen bei sogenannten verifizierten Accounts. Diese sind am blauen Haken neben dem Profilnamen erkennbar. Solche verifizierten Accounts erhalten etwa Marken, Organisationen und Prominente wie Fernandes. Instagram bestätigt damit die Echtheit des jeweiligen Kontos, um diese für Nutzer von Fake-Accounts oder Fan-Profilen unterscheidbar zu machen. Dieser Schutzmechanismus ist es, der Fernandes jetzt zu schaffen macht. Denn: Eine Namensänderung bei verifizierten Accounts wird laut der Instagram-Richtlinien nicht direkt wirksam. "Instagram prüft die Änderung in solchen Fällen erst mal", heißt es in den Richtlinien. Keine Stellungnahme von Meta Wie lange diese Prüfung dauert, ist nicht bekannt. Auch nicht, warum es gerade im Fall von Fernandes nicht geklappt hat. Meta hat sich laut "Bild" auf eine Anfrage bislang nicht dazu geäußert. Vergangene Woche hatte Fernandes öffentlich schwere Vorwürfe gegen Ulmen erhoben. Dabei geht es um das Erstellen und Verbreiten von gefälschten, mithilfe Künstlicher Intelligenz generierten pornografischen Aufnahmen von ihr. Fernandes erstattete Anzeige gegen Ulmen. Collien Fernandes hatte zunächst im "Spiegel" schwere Vorwürfe gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen erhoben und bestimmte Vorhaltungen eidesstattlich versichert. Anschließend äußerte sie sich auch auf ihrem Instagram-Account. Demzufolge soll Ulmen über Jahre hinweg digital gefälschtes sexuelles Bildmaterial von ihr im Netz verbreitet haben. Aus ihrer eidesstattlichen Erklärung geht auch hervor, dass Ulmen gegenüber Hunderten von Männern im Netz ihre Identität angenommen und diesen Männern in ihrem Namen sexuelle Avancen gemacht haben soll. Fernandes sprach unter anderem von "digitaler Vergewaltigung". t-online hat Christian Ulmen sofort nach Bekanntwerden der Vorwürfe um eine Stellungnahme gebeten. Diese blieb unbeantwortet. Der Schauspieler selbst schweigt bisher zu den Vorwürfen. Es gilt die Unschuldsvermutung. Sein Rechtsbeistand, der Promi-Anwalt Christian Schertz, nennt die Veröffentlichungen in einer presserechtlichen Information "unwahre Tatsachen aufgrund einseitiger Schilderung". Weitere Details zu den Vorwürfen lesen Sie hier. Derweil bestätigte das Bezirksgericht in Palma die Ermittlungen auf Anfrage von t-online. "Das Verfahren ist noch im Gange", sagte Gerichtssprecherin Agnès Antich Andreu, die Ermittlungen befänden sich "in einer sehr frühen Phase".