Um 4 Uhr morgens fährt ein Auto vor einem Berliner Café vor. Dann fallen Schüsse und das Auto braust davon. In Berlin-Neukölln ist aus einem Fahrzeug auf ein Café geschossen worden. Zwei Projektile trafen am frühen Sonntagmorgen die Scheiben des Lokals in der Hermannstraße und durchschlugen sie, wie die Polizei mitteilte. Zu dem Tatzeitpunkt befanden sich mehrere Personen in dem Lokal. Verletzt wurde aber niemand. Die Schützen fuhren davon. Die Polizei sicherte am Morgen noch Spuren vor dem Café. Bandenkrieg mitten in Deutschland: Türkische Gangs verwandeln Berlin in ihr Schlachtfeld "Muslimische Jungen bereits genug im Visier": Vergewaltigungsskandal - Dokument nährt brisanten Verdacht Mann aus Berliner Wohnung gelockt und angeschossen In den vergangenen Monaten gab es vermehrt Schüsse auf den Straßen Berlins. Erst vergangenes Wochenende wurde ein Mann in Schöneberg angeschossen und im Unterkörper getroffen. Nach den Schüssen auf den 38-jährigen Mann nahm die Polizei in Darmstadt drei tatverdächtige Männer im Alter von 19, 20 und 21 Jahren fest. Die Beschuldigten stehen im Verdacht, am Tattag von Hessen nach Berlin gefahren zu sein, den 38-Jährigen aus dessen Wohnung gelockt und dann auf ihn geschossen zu haben, teilte die Berliner Polizei am vergangenen Samstag in einer Pressemitteilung mit. Organisierte Kriminalität in Berlin: Kämpfe in der Hauptstadt Am vergangenen Montag rückte die Polizei zudem mit einem größeren Aufgebot im Volkspark Hasenheide an, nachdem Zeugen von Schüssen berichtet hatten. Die Fälle reihen sich ein in zahlreiche ähnliche Taten mit Schüssen auf Menschen im kriminellen Milieu. Oft handelt es sich laut Polizei um Erpressungen von Geschäftsleuten sowie Revierkämpfe und Auseinandersetzungen in der organisierten Kriminalität. Wegen der Entwicklung wurde bei der Polizei die Sondereinheit des Landeskriminalamtes (LKA) "Ferrum" (lateinisch, übersetzt: "Eisen") eingerichtet. Die Berliner Staatsanwaltschaft zog mit der neuen Ermittlungsgruppe "Telum" (Speer) nach. Durch Razzien in Bars und an Treffpunkten soll die organisierte Kriminalität unter Druck gesetzt werden. Ob die Sondereinheit nach den Schüssen in Neukölln wie bei denen in Schöneberg ermitteln wird, war zunächst nicht klar.