Zuletzt gab es bereits Gerüchte um einen möglichen Abschied von Sebastian Kehl aus Dortmund. Nun ist sofort Schluss beim BVB. Eine richtige Entscheidung. Borussia Dortmund und Sebastian Kehl gehen getrennte Wege – und zwar sofort und nicht erst im Sommer. Eine absolut konsequente Entscheidung beider Parteien. Denn schon seit Monaten waberten rund um die Personalie Kehl Entlassungsgerüchte, zudem gab es längst Spekulationen um eventuelle Nachfolger für den geschassten Sportdirektor. Kehl wiederum wurde schon beim Hamburger SV und dem VfL Wolfsburg ins Gespräch gebracht. Dort könnte er den erhofften Posten als Sportvorstand bekommen, der ihm in Dortmund verwehrt blieb. Führungsschwäche und seine Personalplanungen waren zuletzt die Hauptkritikpunkte an Kehl. Das fing mit der Entscheidung an, im Sommer 2024 Nuri Şahin als neuen Trainer zu verpflichten, der nach einem halben Jahr dann wieder gehen musste. Und endete im vergangenen Sommer, als der ehemalige BVB-Kapitän für fast 100 Millionen Euro auf Shoppingtour gehen durfte. Das große Problem: Nicht einer seiner Top-Einkäufe schlug in Dortmund in dieser Spielzeit ein. Dazu kamen die durchwachsenen sportlichen Auftritte in der Gesamtbewertung. Sportdirektor muss gehen: Borussia Dortmund trennt sich von Sebastian Kehl Vorzeitiges Aus in der Champions League gegen Atalanta Bergamo , im DFB-Pokal gegen Leverkusen raus – nur in der Bundesliga lief es gut. Allerdings hatten die Dortmunder nie wirklich etwas mit der Meisterschaft zu tun, der Kampf um die Schale ist seit Wochen zugunsten des FC Bayern entschieden. Dem BVB bleibt vorerst nur Platz zwei. Deswegen nun der nachvollziehbare Bruch mit Sebastian Kehl. So schaffen die Dortmunder vorzeitig Fakten, erkaufen sich dadurch auch Ruhe. Kein ständiges Hin und Her mehr um Kehls Zukunft, dazu kann nun in Ruhe der passende Nachfolger gesucht werden, der dann – spätestens nach Saisonende – direkt mit den Planungen beginnen kann. Frankfurts Markus Krösche scheint hier weiter der Topkandidat zu sein. Der Umbruch kommt Fest steht bisher: Mit Julian Brandt , Niklas Süle und Salih Özcan werden drei Stars den Klub verlassen. Weitere werden wohl folgen. Der Umbruch ist in vollem Gange. Die geplante Verlängerung mit Nationalspieler Nico Schlotterbeck , die Kehl noch mit vorangetrieben hatte, werden jetzt andere abschließen müssen. Noch ist nicht klar, ob der DFB-Star wirklich verlängert. Der BVB steht vor einer Runderneuerung. Das Ziel: endlich wieder Titel gewinnen und den Abstand zu den Bayern verringern. Sebastian Kehl spielt in diesen Planungen nach insgesamt 24 Jahren (13 Jahre als Spieler, 11 Jahre im Management) keine Rolle mehr.