Cathy Hummels: "Ich wurde psychisch vergewaltigt"

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Frauen erfahren in den sozialen Netzwerken Sexismus und Hass. Auch Cathy Hummels ist betroffen. Moderatorin Cathy Hummels und Grünen-Fraktionsvorsitzende Katharina Schulze haben sich am Wochenende zum gemeinsamen Stammtisch in München getroffen. Dabei sprachen die Frauen vor rund 100 Gästen über sehr persönliche Erfahrungen. Es ging um Sexismus, Stalking und ihre Mutterrolle. "Ich werde oft aufs Frau-Sein reduziert. Das ist in der Politik ähnlich. Wir sind beide Mütter, maximal berufstätig, werden täglich bewertet, beleidigt und leben in einer Welt mit digitaler sowie sexueller Gewalt", schildert Cathy Hummels in dem Rahmen der Münchner "Abendzeitung" und erwähnt in dem Zuge auch den Fall Collien Fernandes . Die Schauspielerin wirft ihrem Ex-Mann "digitale Vergewaltigung" vor. Cathy Hummels kritisiert, dass Täter im digitalen Raum mehr geschützt werden als die Opfer. "Ich habe auch schon sehr, sehr viele Leute angezeigt. Die klauen meine Daten, aber ich darf nicht die Daten von dem Täter klauen. Mir wurde da gesagt, das gehe nicht wegen Datenschutz." Überraschende Entscheidung: Dieser "Let's Dance"-Star ist raus "Immer sexy": Kim Novak will nicht von Sydney Sweeney gespielt werden Doch auch über die sozialen Medien hinaus erfuhr Cathy Hummels Hass und Stalking. "Ich wurde psychisch vergewaltigt. Ich habe Drohbriefe bekommen mit ausgedruckten Screenshots meiner privaten Instagram-Nachrichten. Man wollte mich erpressen." Ein Stalker sei einmal auf ihrem Grundstück aufgetaucht. Ähnliches berichtet auch Katharina Schulze: "Anfangs dachte ich, ich müsse all das als Politikerin aushalten, aber mittlerweile zeige ich konsequent an. Es muss aufhören, dass man sexistischen Sche**, Beleidigungen und Vergewaltigungsandrohungen verschickt. Das Internet ist kein rechtsfreier Raum." "Es war leider selbstverständlich" Beide Frauen haben Kinder. Katharina Schulze hat zwei Söhne im Kleinkindalter, ihr Ehemann Danyal Bayaz ist ebenfalls in der Politik tätig. Cathy Hummels ist von dem Vater ihres Sohnes, Fußballstar Mats Hummels , getrennt. Das Sorgerecht teilen sie sich. "Ich übernehme viel mehr Care-Arbeit. Das sage ich ihm schon auch und das weiß er. Mir gelingen all diese Rollen nur mit Hilfe und Unterstützung. Die Großeltern und mein Bruder packen mit an", schildert Katharina Schulze. Cathy Hummels war lange Zeit nahezu allein für ihren Sohn da. "Mats' Beruf ging immer vor. Das stand auch ehrlich gesagt nie zur Diskussion. Natürlich hätte ich mir mehr Unterstützung gewünscht – gerade dann, wenn ich berufliche Verpflichtungen hatte und Ludwig krank wurde. Der Vater wurde gar nicht in die Verantwortung gezogen, weil er nicht da gewesen ist. Es war leider selbstverständlich, dass er seinem Beruf immer nachkam. Ich war es, die Jobs absagen musste. Es hieß, dass ich mit meiner Selbstständigkeit ja flexibler als ein Fußballer sei", so die 38-Jährige. Heute teilen Cathy und Mats Hummels sich die Arbeit in gleichen Teilen auf.
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