Collien Fernandes: Sportmoderatorin Lena Cassel kritisiert Fußballbranche

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Lena Cassel ist bekannt für kritische Worte – gerade, wenn es um Fußball geht. Nun hat sich die Moderatorin auch an die Seite von Collien Fernandes gestellt. Nun hat der Fall der Schauspielerin Collien Fernandes auch die Fußballbranche erreicht. Fernandes hatte zuletzt schwere Vorwürfe gegen Ex-Mann Christian Ulmen erhoben. Demzufolge soll Ulmen unter anderem über Jahre hinweg digital gefälschtes sexuelles Bildmaterial von ihr im Netz verbreitet haben. Nachdem sich schon prominente Stimmen aus allen Teilen der Gesellschaft zu Wort gemeldet hatten, äußerte sich jetzt auch TV-Moderatorin Lena Cassel, die unter anderem für Amazon Prime und Dazn tätig ist, via Instagram klar zu Wort – und nimmt sich das Fußballgeschäft zur Brust. Cassel schreibt: "Der Fall von Collien Fernandes zeigt einmal mehr, wie wenig sicher sich Frauen in Bezug auf Männer fühlen können. Je mehr Männer, desto unsicherer der Ort." Und weiter: "Gerade der Fußball ist in unserer Gesellschaft ein Raum, der wie kaum ein anderer männlich geprägt ist und genau da liegt die Chance für Veränderung im Kleinen und Großen. Es geht um Aufklärung, Sensibilisierung und darum, Strukturen, in denen sich Frauen nach wie vor nicht sicher fühlen, zu verändern." "Bin sprachlos desillusioniert": Ex-Nationaltorhüter Adler teilt deutliches Statement Klare Worte der Moderatorin, die des Öfteren den Finger in die Wunder legt – gerade, wenn es um sensiblere Themen rund um Fußball geht. In einem Interview mit t-online hatte sie unter anderem über Hasskommentare im Internet gesprochen und wie schwer ihr der Weg ins Fußballgeschäft gemacht wurde, weil sie zu "laut und bunt" gewesen sei. Nun der Fall Collien Fernandes – und Cassel wird deutlich: "Wo sind eigentlich alle Männer aus der Fußball-Bubble, die mit ihrer Reichweite und Macht ihre sehr männliche und damit passende Zielgruppe adressieren könnten? Man könnte sich positionieren, man könnte sich solidarisieren, man könnte sensibilisieren oder auch informieren." Und dann schiebt sie nach: "Stattdessen diese laute, unerträgliche Stille. Aber was erwarte ich von einem System, das Menschen wie Boateng oder Ribéry und Co. schützt. An Tagen wie diesen könnte ich mich nicht fremder in einer Branche fühlen." Hintergrund ihrer Aussagen: Jérôme Boateng stand wegen Körperverletzung an seiner früheren Freundin Kasia Lenhardt vor Gericht . Franck Ribéry soll im Jahr 2009 mit einer damals 17-Jährigen Geschlechtsverkehr gehabt haben. Der ehemalige Bayern-Star soll nicht gewusst haben, dass sie minderjährig war. Am Samstag hatte auch der frühere deutsche Nationaltorhüter René Adler ein Zeichen gegen sexualisierte Gewalt gegen Frauen gesetzt. Auf Instagram schrieb der 41-Jährige in einer Story: "Ich bin sprachlos, ernüchtert und desillusioniert, in was für einer kranken Welt meine Tochter geboren wurde. Ich kann nur sagen: Es reicht!" "Digitale Vergewaltigung" Collien Fernandes hatte zunächst im "Spiegel" schwere Vorwürfe gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen erhoben und bestimmte Vorhaltungen eidesstattlich versichert. Anschließend äußerte sie sich auch auf ihrem Instagram-Account. Demzufolge soll Ulmen über Jahre hinweg digital gefälschtes sexuelles Bildmaterial von ihr im Netz verbreitet haben. Aus ihrer eidesstattlichen Erklärung geht auch hervor, dass er gegenüber Hunderten von Männern im Netz ihre Identität angenommen und diesen Männern in ihrem Namen sexuelle Avancen gemacht haben soll. Fernandes sprach unter anderem von "digitaler Vergewaltigung". t-online hat Christian Ulmen sofort nach Bekanntwerden der Vorwürfe um eine Stellungnahme gebeten. Diese blieb unbeantwortet. Der Schauspieler selbst schweigt bisher zu den Vorwürfen. Es gilt die Unschuldsvermutung. Sein Rechtsbeistand, der Promi-Anwalt Christian Schertz, nennt die Veröffentlichungen des "Spiegel" in einer presserechtlichen Information "unwahre Tatsachen aufgrund einseitiger Schilderung". Weitere Details zu den Vorwürfen lesen Sie hier. Derweil bestätigte das Bezirksgericht in Palma die Ermittlungen auf Anfrage von t-online. "Das Verfahren ist noch im Gange", sagte Gerichtssprecherin Agnès Antich Andreu. Die Ermittlungen befinden sich demnach "in einer sehr frühen Phase".
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