Eren Dinkçi: Bundesliga-Star spricht über Krebsdiagnose von Partnerin Cinja

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Vor wenigen Tagen machten Eren Dinkçi und seine Partnerin Cinja ihre Krebsdiagnose öffentlich. Jetzt hat sich der Fußballprofi dazu geäußert. Bundesliga-Profi Eren Dinkçi vom 1. FC Heidenheim hat sich erstmals öffentlich zur Krebsdiagnose seiner Partnerin Cinja geäußert. "Es war ein Riesenschock", sagte Dinkçi im Gespräch mit der "Bild"-Zeitung. "Ich war der Erste, der davon wusste. Mir wurde am Telefon schon gesagt, dass Leukämie vermutet wird. Ich habe mich nicht getraut, es ihr direkt zu sagen", so Dinkçi über den Ablauf der Diagnose. "Als es sich dann bestätigt hat, waren wir natürlich komplett schockiert. Das war ein Scheißtag. Ich habe auch gar nicht mehr so viele Erinnerungen daran. Ich weiß nur noch, dass ich den Trainer heulend angerufen habe, um ein paar Tage bei ihr bleiben zu können und freizubekommen", sagte der 24-Jährige. Am vergangenen Dienstag hatte Dinkçis Klub Heidenheim bestätigt, dass Cinja an Leukämie erkrankt ist. Sie braucht eine Stammzellenspende. Ein passender Spender ist bislang aber noch nicht gefunden worden. Für den Schritt an die Öffentlichkeit entschied sich das Paar auch, um mehr Menschen dazu zu bewegen, sich als Stammzellenspender registrieren zu lassen. "Ich glaube, man sollte dieses Thema einfach groß machen. Ich habe durch meinen Job das Privileg, viele Menschen zu erreichen – gerade in dieser riesigen Fußball-Community", sagte Dinkçi. "Das ist nicht nur für meine Partnerin, sondern für alle Menschen, die es brauchen. Wir konnten schon sehr viele Registrierungen generieren und hoffen, dass durch die Spieltage noch mehr dazukommen", so Dinkçi weiter. Seine Partnerin habe zwar Angst vor dummen Kommentaren gehabt, die seien aber ausgeblieben. Stattdessen habe es nur Genesungswünsche gegeben. "Jeder sollte sich informieren und registrieren" "Ich würde niemanden zwingen. Aber wenn es im eigenen Umfeld passiert, würde jeder alles tun, um zu helfen. Es geht nicht nur um meine Partnerin, sondern um so viele Menschen, die darauf warten", sagte Dinkçi über die Registrierungen. "Egal welche Blutgruppe – jeder sollte sich informieren und registrieren. Wenn man sieht, wie viele Menschen betroffen sind, merkt man, wie wichtig dieses Thema ist." Der Offensivspieler sprach auch über den aktuellen Gesundheitszustand seiner Partnerin. "Den Umständen entsprechend geht es ihr gut. Sie ist relativ fit, sehr positiv – und gibt uns allen so viel Energie", sagte er. "Eigentlich müssten wir ihr die Energie geben, aber sie macht das wirklich richtig, richtig stark. Sie ist aktuell zu Hause mit ihrem Stiefvater und wird ambulant behandelt. Da ist immer jemand da – wie ein Wechsel im Fußball: Einer geht, der nächste kommt. Dieses Gefühl hilft uns enorm." Dinkçi bedankte sich zudem für viel Unterstützung. "Wie viele Menschen sich gemeldet haben. Ich muss mich wirklich bei jedem Einzelnen bedanken, der das geteilt hat", sagte er. "Und was mich besonders berührt hat: wie viele aus der Fußballwelt sich gemeldet haben – Spieler, mit denen ich zusammengespielt habe oder die ich einfach kenne. Alle haben es weiterverbreitet. Dieses Geschäft wird oft als hart beschrieben, aber in solchen Momenten merkt man: Die Fußballfamilie hält zusammen." Dinkçi ist vom SC Freiburg noch bis zum Saisonende an Heidenheim ausgeliehen. Vor dem Aufeinandertreffen der beiden Klubs am Sonntag in Freiburg findet eine DKMS-Registrierungsaktion statt. In Heidenheim folgt dann am 25. April vor dem Duell mit dem FC St. Pauli noch eine weitere. Auch online ist eine Registrierung möglich.
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