Frankfurt: Autofahrer verlieren laut TomTom-Studie 107 Stunden im Stau

latest news headlines 4 std vor
Flipboard
Wie viel Zeit verlieren Autofahrer in Frankfurt im Stau? Eine Studie hat das genauer untersucht – mit gemischten Ergebnissen. In keiner deutschen Großstadt verlieren Autofahrer in der Rush Hour so viel Zeit wie in Frankfurt. Laut der aktuellen TomTom-Verkehrsstudie für das Jahr 2025 steht die Mainmetropole beim Zeitverlust zur Hauptverkehrszeit auf dem ersten Platz. Wer täglich jeweils zehn Kilometer zu Stoßzeiten hin und zurück fährt, kommt laut Berechnung auf einen Verlust von 107 Stunden im Jahr – vier Tage und elf Stunden. Das ist rund eine Stunde weniger als im Vorjahr. Frankfurt belegt beim Tempo in der Innenstadt zudem den letzten Platz aller 29 untersuchten Städte. Nirgendwo war man im Schnitt so langsam mit dem Auto unterwegs: In Frankfurt lag das Durchschnittstempo im Zentrum bei 20,3 Stundenkilometern. Innenstadt auf Platz zehn, Großraum auf Platz fünf Die Auswertung zeigt allerdings auch positive Entwicklungen. Beim sogenannten "Staulevel" – also der zusätzlich benötigten Zeit im Vergleich zu freier Fahrt – liegt Frankfurt in der Innenstadt mit 42,3 Prozent auf Platz zehn. Staureicher sind hier nur Städte wie Nürnberg (49,7), Hamburg (49,3) und Leipzig (47,5). Das Staulevel sank gegenüber 2024 um 1,4 Prozent. Verglichen mit dem Jahr 2019, also vor der Pandemie, liegt der Wert in Frankfurt nach Angaben der Stadt deutlich niedriger – obwohl die Stadt seither gewachsen ist. Im Großraum belegt Frankfurt bundesweit Platz fünf. Im erweiterten Stadtgebiet blieb das Staulevel bei 37 Prozent und damit auf Vorjahresniveau. Der von TomTom ermittelte Staulevel zeigt dabei nicht die absolute Fahrzeit an, sondern die zusätzlich benötigte Zeit im Vergleich zur freien Fahrt auf derselben Strecke. Je höher der Wert, desto mehr Zeit verlieren Autofahrer durch dichten Verkehr. Stadt verweist auf Tempolimit und enge Straßen Dass die absolute Zeit, die Autofahrer im Berufsverkehr auf den Straßen verbringen, im Vergleich zu anderen Städten relativ hoch sei, hängt laut Verkehrsdezernat mit den eng bebauten, schmalen Straßen der Mainmetropole zusammen. "Außerdem gibt es, anders als in vielen anderen Städten, in der Innenstadt ein flächendeckendes Tempolimit von maximal 40 km/h, um die Luftschadstoffgrenzwerte einzuhalten", hieß es. Da die Straßen nicht mehr und nicht breiter würden, sieht das Dezernat die Lösung vor allem in der Förderung flächensparsamer Verkehrsmittel. Als Beispiele nennt es unter anderem den Ausbau von Park+Ride-Parkplätzen und Carsharing-Stationen, digitalisierte Ampeln und den ÖPNV-Ausbau. Pendler, SUVs und Baustellen sorgen für Druck In Ballungsräumen und Metropolregionen verursachen Pendlerverkehr aus dem Umland, viele Fahrzeuge und beengte Straßen dauerhaften Verkehrsdruck, berichtet TomTom. Auch in mittelgroßen Städten verdichte sich der Verkehr zunehmend. Als einen wichtigen Grund sieht TomTom den langsamen Rückzug des Homeoffice. Viele Unternehmen setzen wieder stärker auf Präsenzarbeit. Dadurch gebe es mehr Pendlerverkehr, insbesondere zu den Hauptverkehrszeiten. Experten sehen zudem die Stadtflucht als einen weiteren Faktor für den steigenden Verkehr. Gleichzeitig gebe es mehr sanierungsbedürftige Straßen und Baustellen – ein Effekt, der sich auch in den kommenden Jahren verstärken dürfte.
Aus der Quelle lesen