Industrie: Auto-Zulieferer Erich Jaeger GmbH nach 90 Jahren insolvent

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Die Krise in der Autoindustrie zieht Kreise und erfasst die Zulieferindustrie. Nun trifft es das Traditionsunternehmen Erich Jaeger GmbH. Autozulieferer Erich Jaeger galt als Weltmarktführer für Steckverbindungen in der Industrie. Jetzt droht dem Traditionsunternehmen mit weltweit rund tausend Beschäftigten das Aus. Erich Jaeger hat beim Amtsgericht Friedberg einen Insolvenzantrag eingereicht. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter sei Jan Plathner von der Kanzlei Brinkmann & Partner bestellt worden, teilte die Kanzlei mit. Neustart: Traditionskonzern steigt in Drohnen-Geschäft ein Pleite: Bierbroker in Franken rutscht in die Insolvenz Die Erich Jaeger GmbH entwickelt und produziert seit mehr als 90 Jahren Steckverbindungssysteme vor allem für die Auto- und Nutzfahrzeugindustrie. Zuletzt erwirtschaftete das Unternehmen einen Jahresumsatz von rund 77 Millionen Euro. Von den rund 1.000 Beschäftigten arbeiten 200 in Deutschland. Zu dem Unternehmen gehören Produktionsstandorte in Deutschland, Mexiko , Tschechien und China sowie Vertriebsbüros in den USA, Frankreich , Polen und Italien . Investoren dringend gesucht Plathner verfügt den Angaben zufolge über langjährige Erfahrung in der Restrukturierung von Unternehmen der Automobil- und Zulieferindustrie und habe bereits mehrfach komplexe Automotive-Verfahren geführt. Gemeinsam mit seinem Team werde er kurzfristig Maßnahmen zur Stabilisierung einleiten und die wirtschaftliche Lage analysieren. Eine Vorfinanzierung des Insolvenzgelds sei bereits in die Wege geleitet. Zudem will Plathner den Geschäftsbetrieb und die Lieferfähigkeit stabilisieren und Sanierungsoptionen prüfen. "Ziel ist es, im Rahmen eines strukturierten Prozesses zeitnah eine Investorenlösung für die Unternehmensgruppe oder Teile davon zu realisieren", so der vorläufige Insolvenzverwalter. Auch erste Gespräche mit wesentlichen Kunden und Lieferanten seien bereits aufgenommen worden. Die Erich Jaeger GmbH ist kein Einzelfall. Zwischen 2019 und 2025 sind in der Autoindustrie in Deutschland rund 120.000 Stellen weggefallen, davon zwei Drittel in der Zulieferindustrie.
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