Im Gerichtsprozess gegen Marius Borg Høiby kam es am Dienstagmorgen zu einer Überraschung. Die Staatsanwaltschaft erhob einen neuen Anklagepunkt. Staatsanwältin Sturla Henriksbø hat eine neue Anklage gegen Marius Borg Høiby erhoben. Das berichten norwegische Medien übereinstimmend. Damit kommt es am 18. Prozesstag gegen den Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit zu einer Überraschung. Laut den Berichten ist ein Gewaltvorfall im Februar 2026 Grund für die neue Entwicklung: Demnach soll Marius Borg Høiby gegen ein Kontaktverbot verstoßen und sich "rücksichtslos" verhalten haben. Die Anklage sei ihm am Dienstagmorgen offiziell zugestellt worden. Sein Verteidiger bestätigte dies. Demnach stimmt Høiby zu, dass der zusätzliche Anklagepunkt im Hauptverfahren behandelt wird. Inwiefern dies den Prozess verändert, ist zunächst unklar. Bleibt es bei den ursprünglich anberaumten 28 Verhandlungstagen, stehen noch zehn weitere Prozesstermine bevor. Es bleibt bei den 38 Anklagepunkten Der neue Anklagepunkt wird im laufenden Verfahren zur Sprache kommen, dort aber offenbar als Unterpunkt behandelt. Es bleibt bei den 38 zuvor festgelegten Hauptanklagepunkten. Darunter sind vier Vergewaltigungsdelikte, häusliche Gewalt, diverse Körperverletzungen, Sachbeschädigungen und Drogenmissbrauch. Marius Borg Høiby hat einige der Punkte bereits eingestanden, darunter Sachbeschädigungen und körperliche Übergriffe gegenüber einer Ex-Partnerin, Gewalt in der Beziehung, Zerstörung von Wohnungseinrichtung, einen Drogentransport und einige Verkehrsdelikte. Gegen andere Anschuldigungen wehrt er sich weiter vehement. So bestritt der 29-Jährige die Vergewaltigungsvorwürfe gleich am ersten Tag des Prozesses. Genau diese Vorwürfe wiegen am schwersten und könnten mit Blick auf die Höhe der Strafe zum entscheidenden Anklagepunkt werden. Denn im Fall einer Verurteilung drohen Høiby bis zu 16 Jahre Haft.