Eine Tablettenbox für die Woche hilft dabei, den Überblick zu bewahren. Aber nicht jede Tablette darf hinein. So praktisch eine Tablettenbox auch ist: Einige Medikamente bewahren Sie besser nicht auf. Laut Landesapothekerkammer Hessen zählen dazu Brause- und Schmelztabletten sowie Weichgelatinekapseln. Denn diese Darreichungsformen reagieren empfindlich auf Luftfeuchtigkeit – sie können sich zum Beispiel früher auflösen als gewünscht. Manchmal ist auch der Wirkstoff empfindlich Und auch bestimmte Wirkstoffe binden Feuchtigkeit aus der Luft besonders stark. Dazu gehören etwa der Cholesterinsenker Fluvastatin oder Natriumvalproat, ein Wirkstoff zur Behandlung von Epilepsie. Die Landesapothekerkammer hat einen einfachen Tipp, um problematische Medikamente zu erkennen: Stehen in der Packungsbeilage Hinweise wie "lichtgeschützt aufbewahren" oder "vor Feuchtigkeit schützen", sollten die Tabletten besser im Blister und in der Originalverpackung bleiben, bis sie eingenommen werden. Vor dem Frühstück nehmen: Diese Medikamente brauchen einen leeren Magen Warum die Originalverpackung wichtig ist Viele Arzneimittel reagieren empfindlich auf äußere Einflüsse. Feuchtigkeit, Licht oder hohe Temperaturen können ihre Qualität verändern oder die Wirkung abschwächen. Deshalb geben Hersteller genaue Lagerbedingungen an, die Patienten einhalten sollten. Blisterpackungen erfüllen dabei eine wichtige Schutzfunktion. Sie schützen Tabletten und Kapseln vor Luft, Feuchtigkeit und Keimen. Dadurch bleibt der Wirkstoff möglichst lange stabil. Wer Medikamente frühzeitig aus dem Blister drückt und in eine Tablettenbox legt, kann diesen Schutz verlieren. Apotheken berichten deshalb immer wieder von Tabletten, die nach falscher Lagerung aufquellen, sich verfärben oder ihre Form verändern. Auch andere Medikamente eignen sich nicht Neben empfindlichen Tabletten gibt es weitere Präparate, die besser nicht in eine Tablettenbox sortiert werden sollten. Dazu gehören Medikamente, die nur bei Bedarf eingenommen werden oder deren Dosierung sich häufig ändert. Werden sie vorsortiert, steigt das Risiko für Einnahmefehler. Im Zweifel sollten Sie sich dazu in einer Apotheke beraten lassen.