Philipp Raimund hat am Montag sensationell Skisprung-Gold bei den Olympischen Spielen gewonnen. Neben dem Deutschen bekamen aber nicht nur zwei weitere Athleten eine Medaille, sondern drei. Der Olympiasieger im Skispringen von der Normalschanze heißt nicht etwa Domen Prevc oder Ryōyū Kobayashi, er heißt Philipp Raimund . Der DSV-Adler überragte am Montagabend in Predazzo und schlug die Topfavoriten aus Slowenien und Japan, die am Ende nur Sechster (Prevc) und Achter (Kobayashi) wurden. Raimund führte bereits nach dem ersten Durchgang – und brachte seinen Vorsprung nach einem starken zweiten Durchgang ins Ziel. "Ich weiß nicht, wie ich es gemacht habe. Aber ich bin so, so stolz drauf, dass ich das geschafft habe", sagte der völlig überwältigte Raimund in der ARD . "Jetzt bin ich einfach Olympiasieger. Das ist unglaublich." Der Sieg des Deutschen kommt deshalb so überraschend, weil er in der laufenden Saison keinen einzigen Weltcup gewinnen konnte. Zwar stand Raimund viermal auf dem Podest und zeigte insgesamt starke Leistungen, für den Platz ganz oben reichte es aber bisher nicht. Das Olympia-Springen von der Normalschanze bot aber noch eine andere Besonderheit. Denn auf dem Podium neben Raimund standen nicht nur zwei Athleten – sondern drei. Neben Silbermedaillengewinner Kacper Tomasiak (Polen) waren das der Schweizer Gregor Deschwanden und der Japaner Ren Nikaido. Mit exakt 266 Zählern waren sie punktgleich auf dem Bronzeplatz, weshalb es auch für beide eine Medaille gab. Vier Medaillengewinner gab es im Skispringen der Männer bei Olympischen Spielen noch nie. 1980 teilten sich Manfred Deckert aus der DDR und der Japaner Hirokazu Yagi zwar den Silberplatz, damals aber verzichtete das IOC auf die Vergabe einer vierten Medaille, sodass es keinen Bronze-Gewinner gab.