Ein US-Athlet äußert sich deutlich zur aktuellen politischen Lage in seiner Heimat. Die Reaktion eines Politikers fällt derb aus. Mit derber Sprache hat ein US-Politiker auf die Kritik eines Sportlers an der derzeitigen Regierung der Vereinigten Staaten reagiert. "Sei still und geh im Schnee spielen", schrieb Tim Burchett am Samstag bei X. Der Republikaner vertritt den US-Bundesstaat Tennessee im Repräsentantenhaus des Landes und gilt als leidenschaftlicher Unterstützer der Politik von US-Präsident Donald Trump . Mit seiner rüden Reaktion äußerte sich der 61-Jährige auf Sätze von Hunter Hess. Der Ski-Freestyler hatte auf einer Pressekonferenz scharfe Kritik ausgesprochen: "Es erzeugt in mir gemischte Gefühle, die USA aktuell zu vertreten", sagte Hess. "Nur, weil ich die US-Flagge trage, bedeutet das nicht, dass ich für alles stehe, das gerade in den USA passiert." Grund genug für Burchett und auch den Maga-Influencer Benny Johnson, Hess rüde anzugreifen. "Die woke Wertevermittlung bei den Olympischen Spielen fängt schon an", entfuhr es Johnson mit Schaum vor dem Mund. Burchett als auch Johnson verfuhren dabei nach dem für das rechte Lager in den USA längst üblichen Motto: Meinungen werden nur akzeptiert, wenn sie dem verqueren Gedankengut der Maga-Bewegung entsprechen. Auch Vonn zeigte sich schon besorgt Dabei hatte Hess nur in klaren Worten seine Meinung zur aktuellen Lage geäußert, wie andere Persönlichkeiten aus dem US-Aufgebot auch. Unter anderem hatte auch Ski-Star Lindsey Vonn über die Geschehnisse in den USA gesprochen und sich besonders besorgt zu den Vorgängen in ihrem Heimat-Bundesstaat Minnesota geäußert. "Ich habe Familie und Freunde in Minnesota, wo ich aufgewachsen bin." Sie denke schweren Herzens an all die Menschen zu Hause, so die 41-Jährige auf einer Pressekonferenz vor Beginn der Spiele. In Minneapolis waren bei Einsätzen von ICE-Beamten eine Frau und ein Mann erschossen worden. Dies hatte zahlreiche weitere Protestaktionen ausgelöst. "Ich glaube, das Beste, was ich tun kann, ist, genau das zu tun, was ich gesagt habe: aufrecht zu bleiben, Hoffnung zu haben und der Welt zu zeigen, was Amerika ist, wer wir als Menschen sind, denn wir sind mehr als das, was gerade passiert", sagte die Abfahrts-Olympiasiegerin von 2010 in Vancouver.