Der britische Oscar-Gewinner Tom Stoppard ist tot. Auch Mick Jagger trauert um den Drehbuchautor von "Shakespeare in Love". Der britische Dramatiker und Oscar-Preisträger Tom Stoppard ist im Alter von 88 Jahren gestorben. Das berichten britische Medien. Stoppard erhielt 1998 den Oscar für sein Drehbuch zum Kinoerfolg "Shakespeare in Love". Das Skript für den Film wurde auch mit dem Golden Globe ausgezeichnet. Zu den bekannten Bühnenwerken des Briten gehörten "The Real Thing" und "Rosencrantz and Guildenstern are Dead". Stoppard wurde 1937 als Tomáš Straussler in der heutigen Tschechischen Republik geboren. Sein jüdischer Vater arbeitete als Arzt im Betriebskrankenhaus des Schuhkonzerns Bata. Der Inhaber rettete seine jüdischen Angestellten, indem er sie kurz vor der deutschen Besetzung im Jahr 1939 in Zweigstellen auf der ganzen Welt versetzte. Stoppards Familie gelangte nach Singapur, später nach Indien . Viele seiner Verwandten – das erfuhr er erst Jahrzehnte später – wurden in NS-Konzentrationslagern umgebracht. Bühnenpremiere in Hamburg Mit 17 verließ Stoppard schließlich die Schule und arbeitete in Großbritannien zunächst als Lokaljournalist in Bristol. Sein erstes Bühnenstück wurde 1964 als "Der Spleen des George Riley" in Hamburg uraufgeführt. 1967 stellte er schließlich sein bekanntestes Bühnenwerk "Rosenkranz und Güldenstern sind tot" vor. Das Drama über die beiden Freunde Hamlets aus William Shakespeares berühmter Tragödie erhielt im Jahr darauf den Tony-Award als bestes Theaterstück. "Man wird sich an ihn erinnern für seine Werke, für deren Brillanz und Menschlichkeit, für seinen Witz, seine Respektlosigkeit, seine Großzügigkeit und seine tiefe Liebe zur englischen Sprache", erklärte Stoppards Agentur United Agents. "Rolling Stones"-Star Mick Jagger erklärte auf der Plattform X. "Tom Stoppard war mein Lieblingsdramatiker. Er hinterlässt uns ein beeindruckendes Werk voller Intellekt und Humor. Ich werde ihn immer vermissen."