Playoff-Drama, NBA-Cup-Gewinn und ein emotionaler Abschied: Warum Doc Rivers nach 27 Trainerjahren und 1.194 Siegen womöglich jetzt einen kompletten Schlussstrich zieht. Basketball-Trainerlegende Doc Rivers ist als Chefcoach der Milwaukee Bucks zurückgetreten. Seit seinem Amtsantritt Januar 2024 hatte Rivers das Team um Superstar Giannis Antetokounmpo zu zwei Playoff-Teilnahmen und zum Gewinn des NBA Cups 2024 geführt. Der ganz große Wurf blieb aber unter dem 64-Jährigen aus. Der NBA-Meister von 2021 verpasste nach zwei Erstrunden-Knockouts in dieser Spielzeit sogar deutlich die Playoffs. Am Sonntag verloren die Bucks bei den Philadelphia 76ers ihr letztes Saisonspiel 106:126 und beendeten die Saison mit 32 Siegen und 50 Niederlagen. "Ich habe meine Zeit in Milwaukee wirklich sehr genossen", sagte Rivers in einer Mitteilung. "Ich bin enttäuscht, dass es nicht so gelaufen ist, wie wir es uns alle erhofft hatten." Das Kapitel in Milwaukee werde immer "einen besonderen Platz" in seinem Herzen haben. Hört Rivers ganz auf? Rivers war 27 Saisons lang NBA-Cheftrainer, erreichte mit den Boston Celtics zweimal die NBA-Finals und gewann 2008 die NBA-Meisterschaft. Er holte 1.194 Siege in der regulären Saison, nur fünf NBA-Trainer schafften mehr. In diesem Jahr wird Rivers in die Basketball Hall of Fame aufgenommen. "Es war uns eine Ehre, Doc als unseren Trainer und als Führungspersönlichkeit in unserer Organisation und Gemeinde zu haben", sagten die Bucks-Besitzer Wes Edens, Jimmy, Dee Haslam und Jamie Dinan laut Mitteilung. Ob Rivers seine Trainerkarriere komplett beendet, ließ er offen. "Ich habe mittlerweile sieben Enkelkinder, die ich sehen möchte", hatte Rivers zuletzt gesagt. "Es ist wahrscheinlich an der Zeit, sie öfter zu besuchen. Also könnt ihr euch den Rest selbst ausrechnen."