Post-Vac-Syndrom bei Corona: Diese Symptome sind häufig

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Jede Impfung kann Nebenwirkungen auslösen, auch der Piks gegen Corona. Eine neue Studie zeigt nun, welche Beschwerden besonders typisch sind und wie lange sie anhalten können. Forscher aus Japan haben untersucht, welche gesundheitlichen Probleme beim sogenannten Post-Vac-Syndrom (PCVS) auftreten. Darunter versteht man Beschwerden, die nach einer Covid-19-Impfung entstehen und mehrere Organsysteme gleichzeitig betreffen. Die Ergebnisse der Studie erschienen im Fachjournal "Scientific Reports". Drei Symptomgruppen dominieren Die Forscher werteten ein Register mit 279 Fällen aus 14 medizinischen Einrichtungen aus. Für die genaue Analyse konzentrierten sie sich auf 179 Fälle, die sie als eindeutig mit der Impfung verbunden einstuften. Insgesamt dokumentierten sie 493 einzelne Beschwerden. Die Auswertung zeigt: Die meisten Symptome lassen sich drei Bereichen zuordnen. Besonders häufig treten sogenannte Allgemeinsymptome auf. Dazu zählen etwa starke Erschöpfung (Fatigue), Fieber oder Schmerzen. Fatigue beschreibt eine ausgeprägte Müdigkeit , die sich auch durch Ruhe nicht bessert. Ebenfalls häufig sind Beschwerden des Nervensystems. Dazu gehören Kopfschmerzen, Schwindel oder "Brain Fog". Damit bezeichnen Betroffene ein Gefühl von geistiger Verlangsamung oder Konzentrationsstörungen. Die dritte große Gruppe betrifft Muskeln und Gelenke. Hier berichten Betroffene über Rückenschmerzen , Gelenkbeschwerden oder Muskelschwäche. Insgesamt entfallen laut Analyse 61,7 Prozent aller erfassten Beschwerden auf diese drei Bereiche. Gute Wirksamkeit: Neuer Zecken-Impfstoff rückt näher Ibuprofen: So wirken Schmerzmittel am schnellsten Symptome beginnen meist früh In den meisten Fällen treten die Beschwerden innerhalb von drei Monaten nach der Impfung auf. Rund 70 Prozent der Symptome zeigen sich in diesem Zeitraum. Allerdings berichten die Forscher auch von verzögerten Verläufen: In 12,4 Prozent der Fälle beginnen die Beschwerden erst nach mehr als einem Jahr. Einen eindeutigen Zusammenhang mit der Impfung können die Wissenschaftler in solchen Fällen jedoch nicht sicher belegen. Die Schwere der Beschwerden variiert stark. Ärzte teilen Nebenwirkungen in verschiedene Grade ein: Leichte Beschwerden lassen sich gut behandeln, schwere Verläufe können Krankenhausaufenthalte oder längere Arbeitsunfähigkeit verursachen. In der Studie hatten einige Betroffene solche schweren Verläufe. Viele Betroffene erholen sich, aber nicht alle Die gute Nachricht: In etwa 65,1 Prozent der Fälle bessern sich die Beschwerden zumindest teilweise oder verschwinden ganz. Dennoch bleiben viele Symptome bestehen. Bei 145 der erfassten Beschwerden zeigte sich keine Verbesserung, einige verschlechterten sich sogar. Auch die Dauer spielt eine wichtige Rolle. Bei häufigen Beschwerden liegt die mittlere Erholungszeit zwischen 150 und 300 Tagen. Das zeigt: Das Post-Vac-Syndrom kann ein langwieriger Zustand sein.
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