Rofu: Insolventer Spielwarenhändler schließt Filialen

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Ein Investor soll den insolventen Spielwarenhändler Rofu retten. Dennoch werden bundesweit mehrere Standorte geschlossen – Hunderte Beschäftigte verlieren ihren Job. Der insolvente Spielwarenhändler Rofu Kinderland hat einen Investor gefunden. Wie das Unternehmen mitteilt, wurde eine Vereinbarung mit der Kids & School Holding GmbH geschlossen. Ziel ist es, den Geschäftsbetrieb zu stabilisieren und das Unternehmen langfristig zu erhalten. Allerdings ist die Lösung mit Einschnitten verbunden: Künftig sollen 77 der bislang mehr als 100 Filialen weitergeführt werden. In diesen Standorten arbeiten rund 1.035 Beschäftigte, die vom neuen Eigentümer übernommen werden sollen. 27 Filialen hingegen sind nicht Teil des Konzepts. Sie sollen voraussichtlich bis Juli Räumungsverkäufe durchführen und anschließend schließen. Manroland stellt Betrieb ein: 660 Jobs fallen weg Nach 110 Jahren: Ritter Sport baut erstmals Stellen ab Von den Schließungen sind nach Unternehmensangaben rund 330 Mitarbeiter betroffen. Ein Großteil von ihnen arbeitet in Teilzeit oder als Aushilfe. Auch in der Firmenzentrale im rheinland-pfälzischen Hoppstädten-Weiersbach wird Personal abgebaut: Von etwa 360 Beschäftigten sollen nur gut 80 übernommen werden. Zudem wird ein Außenlager mit rund 60 Mitarbeitern geschlossen. Insgesamt sollen durch die Investorenlösung etwa 1.120 Arbeitsplätze erhalten bleiben. Rofu schließt Filialen: Investor-Einstieg noch nicht abgeschlossen Rofu hatte im Januar 2026 Insolvenz angemeldet. Das Unternehmen ist seit mehr als 40 Jahren im Spielwarenhandel tätig und betreibt Filialen in mehreren Bundesländern. Zum Sortiment gehören neben Spielwaren auch Babyartikel und Schulbedarf. Trotz der Insolvenz lief der Betrieb zuletzt weiter. Der Einstieg des Investors ist noch nicht endgültig abgeschlossen. Die Vereinbarung soll im Rahmen eines Insolvenzplans umgesetzt werden. Dazu müssen die Gläubiger dem Konzept mehrheitlich zustimmen. Eine entsprechende Abstimmung ist für den Sommer vorgesehen. Wird der Plan angenommen, könnte das Unternehmen ab August 2026 wieder eigenständig wirtschaften und das Insolvenzverfahren beendet werden. Der Sanierungsgeschäftsführer erklärte, die Lösung biete die Chance, das Unternehmen zu erhalten. Gleichzeitig sei der Stellenabbau nicht zu vermeiden gewesen.
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