Rote, tränende Augen: Was verursacht sie?

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Sind die Augen gerötet und tränen, kann das unterschiedliche Gründe haben. Lesen Sie hier, welche Ursachen möglich sind und wann ein Arztbesuch ratsam ist. Das Augenweiß erscheint gerötet, wenn sich die in der Bindehaut befindlichen feinen Blutgefäße weiten. Kommt es gleichzeitig zu einer überschießenden Tränenbildung oder sind die Tränenkanäle verengt, fließt Tränenflüssigkeit über den unteren Lidrand ab. Beide Symptome zusammen sind in der Regel ein Hinweis darauf, dass die Augen gereizt sind beziehungsweise eine Erkrankung zugrunde liegt. Hier finden Sie einen Überblick über häufigere Ursachen. Trockene Augen als Ursache Rote, tränende Augen hängen in vielen Fällen damit zusammen, dass die Augen zu trocken sind. Bei trockenen Augen hat sich die Zusammensetzung der Tränenflüssigkeit oft in einer Weise verändert, dass der Tränenfilm, der das Auge normalerweise bedeckt und schützt, rasch aufreißt. Das Auge reagiert darauf mit sogenannten paradoxen Tränen, um das Auge zu schützen. Diese sind jedoch wässriger als die normale Tränenflüssigkeit und laufen daher leichter über den Lidrand ab. Häufig verbirgt sich hinter trockenen Augen eine chronische Lidrandentzündung (Blepharitis). Tränende Augen: Steckt die Psyche dahinter? Rote Augen: Wann zum Arzt? Office-Eye-Syndrom als Ursache Wer täglich viele Stunden am Bildschirm arbeitet, bemerkt nach einiger Zeit womöglich Augenbeschwerden, wie trockene, gerötete, brennende oder tränende Augen (sogenanntes Office-Eye-Syndrom ). Diese stellen sich ein, weil Betroffene beim Betrachten von Bildschirmen seltener blinzeln. Dadurch wird der Tränenfilm seltener erneuert, sodass er aufreißen kann. Die unregelmäßige Benetzung führt zu einem Reizzustand. Herrschen gleichzeitig weitere ungünstige Bedingungen, wie eine trockene Raumluft oder bereits bestehende Probleme durch trockene Augen, können sich die Beschwerden verstärken. Allergien als Ursache Besteht eine Allergie, etwa gegen Pollen ( Heuschnupfen ), Hausstaubmilben oder Tierhaare, kann ein Kontakt der auslösenden Stoffe mit der Augenoberfläche zu einer allergischen Reaktion führen. In der Folge entwickeln sich Beschwerden wie juckende, brennende oder gerötete Augen. Häufig tränen die Augen auch. Infektiöse Bindehautentzündung als Ursache Eine Bindehautentzündung (Konjunktivitis) kann sowohl durch Bakterien als auch durch Viren hervorgerufen werden. Zu den typischen Anzeichen zählen rote, tränende Augen. Liegt eine bakterielle Infektion zugrunde, bilden die Augen häufig auch ein weißlich-gelbliches Sekret, was sich vor allem morgens durch verklebte Augenlider bemerkbar machen kann. Handelt es sich um eine virale Bindehautentzündung, ist der Ausfluss eher wässrig. Verengte Tränenkanäle als Ursache Manchmal ist der Abflussweg der Tränen verengt und kann je nach genauer Ursache tränende, mitunter auch gerötete Augen hervorrufen. Umweltreize als Ursache Äußere Einflüsse wie trockene Raumluft (etwa durch Heizung, Klimaanlage), Staub, Tabakrauch, Kosmetikprodukte oder auch Sonnenstrahlung können die Augen reizen und zu geröteten, tränenden Augen führen. Fremdkörper als Ursache Sand, Wimpern oder kleine Partikel im Auge können die Oberfläche reizen, sodass sich die Augen röten und zu tränen beginnen. Wann zum Arzt? Rote, tränende Augen bessern sich häufig nach kurzer Zeit von selbst. Eine ärztliche Abklärung ist ratsam, wenn die Beschwerden wiederkehren, sie auch nach mehreren Tagen noch unvermindert bestehen, sie zunehmen oder weitere Symptome (etwa Ausfluss, Schmerzen, Lichtempfindlichkeit) hinzukommen. Medizinischer Notfall: Was tun bei Glaukomanfall? Wichtig zu wissen: In seltenen Fällen kann ein (meist) einseitig rotes Auge auch auf einen akuten Glaukomanfall hinweisen. Hierbei handelt es sich um einen augenmedizinischen Notfall, der sofortige ärztliche Hilfe benötigt. Typischerweise geht das rote Auge dann mit weiteren Symptomen wie heftige Augen- und Kopfschmerzen, Sehstörungen oder Übelkeit einher. Betroffene sollten in diesem Fall unverzüglich eine Augenklinik oder eine augenärztliche Praxis aufsuchen.
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