Schulter-Schmerzen: Wann ein Arztbesuch wichtig ist

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Schmerzen in der Schulter sind oft harmlos. Halten sie jedoch an oder sind sie sehr stark, sollten Betroffene das ernst nehmen. Schulterschmerzen zählen zu den häufigsten Anlässen für einen Besuch beim Orthopäden. Vor allem ältere Menschen haben häufiger mit (altersbedingten) Beschwerden im Schulterbereich zu kämpfen. Aber auch Personen, die sportlich aktiv sind, sind mitunter von Schulterschmerzen betroffen, etwa aufgrund einer Überlastung oder nach einer Verletzung. Was genau die Schmerzen verursacht, ist nicht immer leicht herauszufinden. Denn im Bereich der Schulter befinden sich zahlreiche Knochen, Schleimbeutel, Muskeln, Bänder und Sehnen. Sie sichern im Zusammenspiel die hohe Beweglichkeit dieser Körperregion. Schmerz mit vielen Ursachen Häufig ist die Ursache von Schulterschmerzen direkt in der Schulter zu finden. Zu möglichen Auslösern von Schulterschmerzen zählen: Verengungen/Einklemmungen unter dem Schulterdach ( Impingement-Syndrom ) Kalkablagerungen in einzelnen Sehnen (Kalkschulter) Risse an den Sehnen der Rotatorenmanschette (Darunter verstehen Fachleute die Muskeln und Sehnen, die das Schulterhauptgelenk am Knochen befestigen.) akute und chronische Schleimbeutelentzündung Schultersteife ( Frozen Shoulder ); dabei ist die Gelenkkapsel des Schultergelenks entzündet Arthrose (Gelenkverschleiß) in der Schulter Verletzungen, ausgerenkte Schulter (Schulterluxation) Möglich ist auch, dass Beschwerden aus einer anderen Körperregion bis in die Schulter ausstrahlen. Dies kann etwa bei Erkrankungen im Bereich der Halswirbelsäule der Fall sein. Wann mit Schulterschmerzen zum Arzt? Wer akute Schulterschmerzen hat, sollte die Schulter zunächst schonen. Vor allem Tätigkeiten, bei denen der Arm über den Kopf gehoben wird, sollten Betroffene möglichst meiden. Je nach Ursache kann es auch hilfreich sein, den Bereich zu kühlen. Gegebenenfalls können Schmerzmittel mit entzündungshemmenden Wirkstoffen wie Ibuprofen vorübergehend Linderung verschaffen. In leichten Fällen reicht es nach diesen Maßnahmen aus, zunächst abzuwarten. Eine ärztliche Untersuchung ist jedoch vor allem dann empfehlenswert, wenn: die Schmerzen stark sind. die Schmerzen lange anhalten. die Beweglichkeit der Schulter oder des Arms eingeschränkt ist (etwa, wenn sich der Arm nicht mehr komplett anheben lässt). die Schulter geschwollen, überwärmt und/oder gerötet ist. die Schulter ausgekugelt war. der Arm schwächer ist als gewohnt. den Schmerzen eine Verletzung vorausgegangen ist, etwa beim Sport. Gefühle von Taubheit oder Lähmungserscheinungen auftreten. Wenn zusätzlich weitere Beschwerden zu spüren sind, sollte das ebenfalls ein Anlass für einen Arztbesuch sein. Zum Beispiel können je nach Ursache auch Schmerzen an anderen Gelenken oder Fieber auftreten. Achtung bei diesen Symptomen Plötzliche starke Schmerzen im Bereich des Brustkorbs, die bis in die Schulterblätter (meist links) ausstrahlen, können auch Anzeichen eines Herzinfarkts sein . Ausgeprägte Beschwerden sollten daher zeitnah abgeklärt werden, insbesondere dann, wenn sie mit weiteren Symptomen einhergehen. Zu den allgemeinen Anzeichen eines Herzinfarkts zählen: starke Schmerzen im Bereich des Brustkorbs ein Druck- oder Engegefühl im Brustbereich ein heftiges Brennen im Brustbereich starke Angst, Unruhe kalter Schweiß ein blasses Gesicht Der starke Schmerz im Bereich des Brustkorbs kann nicht nur in die Schulter, sondern auch in Arme, Rücken, Oberbauch, Hals oder Kiefer ausstrahlen.
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