"Telebörse": TV-Format verschwindet nach 100.000 Ausgaben von ntv

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Seit 1994 informiert die "Telebörse" täglich über Märkte und Kurse. In den kommenden Tagen endet eine Ära. Doch es gibt Ersatz bei ntv. Mit der 100.000. Ausgabe endet die "Telebörse" bei ntv. Der Sender stellt seine Wirtschaftsberichterstattung ab Mai unter einem neuen Namen auf: "ntv Wirtschaft". Die Sendung lief seit Januar 1994, zeitweise bis zu 22 Mal täglich. Nun bündelt der Nachrichtensender seine wirtschaftsjournalistische Kompetenz unter neuer Marke – inhaltlich breiter aufgestellt und auf mehreren Kanälen gleichzeitig präsent. Das hat ntv selbst jetzt mitgeteilt. Personalbeben bei RTL: Fünf Moderatorinnen betroffen Simon Beeck: Klare Worte in letzter RTL-Morgensendung Susanne Althoff, stellvertretende Chefredakteurin und Leiterin Wirtschaft bei ntv, beschreibt den Schritt so: "Mit 'ntv Wirtschaft' entwickeln wir diese starke Marke konsequent weiter: inhaltlich breiter, visuell moderner, crossmedial und noch näher an den Themen, die unsere Zuschauerinnen und Zuschauer bewegen." Umstrukturierung bei RTL-Deutschland Der Relaunch der "Telebörse" geht mit einem strukturellen Wandel beim Medienunternehmen RTL Deutschland, zu dem ntv seit 2006 gehört, einher. Dies bringt neue Formate ebenso wie das Aus altbekannter Sendungen und Magazine mit sich. So werden mit Ende dieser Woche auch die morgendlichen RTL-Formate "Punkt 6", "Punkt 7" und "Punkt 8". Statt der drei "Punkte" setzt RTL gemeinsam mit ntv ab Mai auf ein neues Morgenprogramm. Moderiert wird das Format, das montags bis freitags von 6 bis 9 Uhr läuft, im Wechsel von Sabrina Ilski und Jörg Boecker sowie Sibylle Scharr und Jan Malte Andresen. RTL Deutschland hatte Anfang Januar mitgeteilt, dass im Konzern rund 600 Stellen gestrichen werden sollen. Was den Konzern zu der weitreichenden Umstrukturierung veranlasst hat, erklärte Martin Gradl, Geschäftsführer RTL News und n-tv, im Januar so: "Entscheidungen wie diese fallen uns nicht leicht und sind sehr schmerzhaft. Gleichzeitig sind sie notwendig geworden, um RTL News weiterhin in einer starken und zukunftssicheren Position zu halten." Laut Programmchefin Inga Leschek stellt man mit den geplanten Maßnahmen "die Weichen verstärkt Richtung Digital". RTL hat seit Jahren mit sinkenden Einnahmen zu kämpfen. Lineares Fernsehen liefert nicht mehr ansatzweise so viele TV-Werbeumsätze wie einst – seit 2019 sind sie um mehr als 20 Prozent gesunken. Der Ausbau des Streamingdienstes RTL+ mit seinen Abonnements kann diese Verluste nicht auffangen.
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