"Traumschiff": Neue Folge in der Kritik – Zuschauer sind entsetzt

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Die Neujahrsfolge von "Das Traumschiff" wagt einen Tabubruch und empört das Publikum mit einem ungewöhnlichen Handlungsstrang Seit über vier Jahrzehnten gehört das "Traumschiff" zum festen Inventar deutscher Fernsehunterhaltung. Millionen von Zuschauern begleiten die fiktive Kreuzfahrt seit den frühen Achtzigerjahren – angelockt von einer gleichbleibenden Rezeptur aus romantischer Stimmung, harmonischer Musik und exotischen Reisezielen. Im Zentrum jeder Folge: das Privatleben der Gäste. Ob neue Romanzen unter den Passagieren, Missverständnisse zwischen Familienmitgliedern oder kleinere Lebenskrisen einzelner Gäste: Jedes Problem wird im Verlauf der Reise mit sanften Tönen erzählt und am Ende gelöst. Das Happy End ist dabei keine Ausnahme, sondern fester Bestandteil des Konzepts. Zweiter Platz überrascht: Er ist der beliebteste "Traumschiff"-Kapitän Volle Kraft auf Sparkurs: Lug und Trug beim "Traumschiff" Das "Traumschiff" ist für viele Fans ein Abtauchen in eine heile Welt. Doch in der jüngsten Folge, die am 1. Januar gezeigt wurde, haben die Produzenten einen Tabubruch gewagt. Im Mittelpunkt des Handlungsstrangs standen die Suizidgedanken zweier Passagiere – und das entsetzte so manche Zuschauer. Die Passagiere Emilia Gronewald (gespielt von Nadine Wrietz) und Oliver Stiller (Götz Schubert) treffen einander zufällig an Bord und finden heraus, dass beide planen, vom Schiff in den Tod zu springen. Sie überlegen kurz, den Schritt gemeinsam zu wagen. Dann will sich ihnen auch noch ein Kellner (Lutz van der Horst) anschließen. Während die Szene im TV gezeigt wird, häuften sich auf dem Kurznachrichtendienst X jede Menge kritische Stimmen. "Suizid auf dem 'Traumschiff' geht gar nicht an Neujahr. Nicht lustig. Was ist denn los bei euch, ZDF ?", fragte zum Beispiel ein Zuschauer. "Ich kann's nicht glauben, dass die hier wirklich das Thema Suizid in eine 'lustige' Comedygeschichte auf dem 'Traumschiff' verpacken", meinte ein anderer. "Selbst für das 'Traumschiff' war das eine absurde Nummer", schrieb noch jemand. "Wer hat sich das wieder ausgedacht …?", fragte ein weiterer Zuschauer. Ein anderer User kommentierte, dass die Geschichte "grenzwertig" sei. Ebenfalls zu lesen: "Menschen mit Depressionen und Suizidgedanken dürften sich bei dieser Folge absolut, sorry, verarscht vorkommen. Wie kann man ein so ernstes Thema so ins Lächerliche ziehen?" "Wo ist die Warnung gewesen?" "Wo ist die Warnung gewesen?", fragte jemand. Eine Warnung gab es nicht, dafür jedoch einen Hinweis am Ende der Episode. Kurz vor dem Abspann blendete das ZDF ein: "Wenn Sie oder jemand, den Sie kennen, Suizidgedanken haben, stehen Hilfsangebote zur Verfügung. Sie sind nicht allein." Eine ZDF-Sprecherin sagte auf Nachfrage der "Bild"-Zeitung, dass "Das Traumschiff" nun einmal "das Leben in all seinen Facetten" zeige. "Es werden Geschichten erzählt, die unterhalten, berühren, bewegen und manchmal auch nachdenklich machen. Am Ende bleibt allerdings eine positive Botschaft, denn bei 'Das Traumschiff' verdient jede Geschichte ihr eigenes Happy End." Die Passagiere sind letztendlich nicht gesprungen, sondern haben erkannt, wie schön das Leben sein kann. Hinweis der Redaktion: Berichte über Suizide können wissenschaftlichen Studien zufolge Anreiz für Nachahmungen geben. Wir berichten daher nur dann über Selbsttötungen, wenn die Betroffenen besonders prominent oder die Begleitumstände außergewöhnlich sind. Falls Sie selbst viel über den eigenen Tod nachdenken oder sich um einen Mitmenschen sorgen, finden Sie hier sofort und anonym Hilfe.
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