Verdi-Attentat jährt sich zum ersten Mal: München gedenkt der Opfer

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Vor einem Jahr fuhr ein Attentäter mit einem Auto in eine Verdi-Demonstration, zwei Menschen starben. Heute gedenkt München der Opfer der Tat. Knapp ein Jahr ist es her, dass Farhad N. plötzlich seinen Wagen beschleunigte, mehrere Polizeiautos überholte und in eine Menschenmenge fuhr. Das Attentat auf die Verdi-Demo vom 13. Februar des vergangenen Jahres forderte zwei Menschenleben, traumatisierte zahlreiche Verletzte und auch Einsatzkräfte. Nun erinnert die Stadt mit einer Gedenkfeier an die Tat – und zwei Todesopfer. Verdi-Attentat: Angehörige und Zuschauer sind fassungslos Polizist schildert die letzten Sekunden: "Mit Vollgas durch" Die Veranstaltung, so stand es in einer Ankündigung vorab, steht unter dem Motto "Wir trauern gemeinsam" und solle "in Stille und Würde abgehalten" werden. Ursprünglich war auch geplant, dass Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) die Veranstaltung eröffnen sollte. Krankheitsbedingt wird er nun von seinem Stellvertreter, dem zweiten Bürgermeister Dominik Krause (Grüne) vertreten. "Ich habe eine Gänsehaut" Die Gedenkveranstaltung wird durch zahlreiche Absperrungen und Einsatzkräfte abgesichert, wie eine t-online-Reporterin berichtet. Bislang herrscht weniger Andrang, als gedacht: Zwei Mitarbeiterinnen der Stadt sind überrascht davon, dass nicht mehr Menschen gekommen sind. Dennoch sei das Geschehen eindrücklich: "Ich habe eine Gänsehaut", sagt eine der Frauen und blickt sich um. Wie sie einer t-online-Reporterin vor Ort berichtet, habe sie sich vorab versichert, "dass auch wirklich alles abgesperrt ist und nichts passieren kann". Für die Teilnehmenden werden weiße Nelken verteilt, doch viele Menschen haben selbst auch Blumen mitgebracht. Dominik Krause (Grüne) vertritt Dieter Reiter und eröffnet die Gedenkveranstaltung. Nach seiner Rede soll der zweite Bürgermeister um Fassung gerungen haben und mit den Tränen gekämpft haben, berichtet die Reporterin weiter. Prozess gegen Farhad N. geht weiter Nur wenige Straßen weiter wird der Gerichtsprozess gegen Farhad N. am Oberlandesgericht fortgesetzt. Doch heute wird es keine Aussagen von Teilnehmern der Demo vor Gericht geben, das hatte der Vorsitzende Richter Michael Höhne bereits zum Prozessauftakt festgelegt. Denn: Dieser Tag gehört den Opfern und ihren Angehörigen.
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