Beim Niesen setzt der Herzschlag aus - stimmt das wirklich?

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Um den menschlichen Körper ranken sich zahlreiche Mythen. Ein Beispiel: Beim Niesen bleibt das Herz kurz stehen. Was ist dran? Es beginnt mit einem Kribbeln in der Nase – und plötzlich heißt es: "Hatschi!" Niesen ist etwas, das jeder von uns kennt. Doch haben Sie sich jemals gefragt, was dabei genau im Körper passiert und ob der Mythos, dass das Herz kurzzeitig aussetzt, wirklich stimmt? Hier lesen Sie die Antworten. Was beim Niesen im Körper passiert Der Niesvorgang ist komplizierter, als man auf den ersten Blick vermuten mag. Meist kündigt er sich durch ein leichtes Kribbeln in der Nase an. Dann atmen wir tief ein, das Gaumensegel hebt sich und verschließt die Verbindung zwischen Nase und Rachen. Die Luft wird komprimiert, während sich Bauch- und Brustmuskulatur anspannen. Schließlich entweicht der erhöhte Druck explosionsartig durch die Nase – oftmals in Begleitung eines lauten "Hatschi!". Dieser heftige Atemstoß befreit idealerweise auch gleich den Fremdkörper, der den Reiz ausgelöst hat. Lesen Sie auch: Was einen Niesanfall auslöst und was hilft Setzt der Herzschlag aus, wenn man niest? Ein verbreiteter Mythos besagt, dass beim Niesen das Herz kurz aussetzt. Grund dafür ist wohl das individuelle Empfinden, der Körper würde währenddessen kurz erstarren, innehalten oder "pausieren". Durch das tiefe Einatmen vor dem Niesen verändert sich der Druck im Brustbereich und das Blut fließt langsamer zum Herzen. Dies kann dazu führen, dass wir ein leichtes Flattern oder Stolpern spüren. Tatsächlich kann es so zu einer minimalen Reduktion des Herzschlags kommen. Dieser setzt aber nicht aus. Dafür sorgt der sogenannte Sinusknoten im rechten Herzvorhof, der als natürlicher Herzschrittmacher fungiert. Er sendet kontinuierlich elektrische Impulse, die unser Herz zum Schlagen bringen und Blut durch den gesamten Körper pumpen. Diese elektrischen Signale bleiben auch beim Niesen stabil. Kurzum: Das Herz setzt beim Niesen nicht aus – dieser Mythos stimmt nicht. Auch wenn es sich manchmal so anfühlen mag oder unser Herzschlag kurzfristig minimal beeinflusst wird – lebensbedrohlich ist das keinesfalls.
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