Wer das Norovirus hat, mag in der Regel erst einmal gar nichts essen. Doch früher oder später braucht der Körper Energie. Was eignet sich als Kost? Das Norovirus ist in Deutschland häufig Ursache von Magen-Darm-Infekten. Typisch sind plötzlich einsetzendes heftiges Erbrechen , Übelkeit und massiver wässriger Durchfall . Vor allem kleine Kinder und ältere Erwachsene erkranken häufig daran. Als Folge des Brechdurchfalls verliert der Körper viel Flüssigkeit und damit auch lebenswichtige Salze (Elektrolyte). Viel wichtiger, als etwas zu essen, ist bei einem Norovirus-Infekt deshalb anfangs vor allem, die Verluste auszugleichen und ausreichend zu trinken. Am besten erst einmal nur in kleinen Schlucken, da größere Mengen erneut Erbrechen auslösen können. Länger als gedacht: Norovirus – so lange ist man ansteckend Magen-Darm-Probleme: Hat ein Norovirus-Infekt Spätfolgen? Norovirus: Was am besten trinken? Zu Beginn der Norovirus-Beschwerden sind etwa (stilles) Wasser und Kräutertees (ohne Zucker) zu empfehlen. Getränke mit Kohlensäure reizen den Verdauungstrakt unter Umständen zu stark. Auch von Getränken mit hohem Zuckergehalt oder Koffein ist anfangs abzuraten, denn diese können den Durchfall verstärken. Für Kinder von zwei bis zehn Jahren bieten sich vor allem Wasser, ungesüßte Kräutertees oder auch stark verdünnter Apfelsaft an. Insbesondere bei Säuglingen und kleinen Kindern mit Norovirus kann es gegebenenfalls ratsam sein, ihnen zusätzlich zum Stillen beziehungsweise zu den Getränken eine Elektrolytlösung zu geben (in der Apotheke erhältlich). Solange Symptome wie Brechdurchfall bei einem Norovirus-Infekt anhalten, hält sich der Appetit meist in Grenzen. Dennoch ist es ratsam, zumindest eine Kleinigkeit zu sich zu nehmen und etwas zu essen, sobald Durchfall und Erbrechen nachgelassen haben. Denn der Körper benötigt nicht nur Flüssigkeit, sondern auch Energie. Am besten eignen sich dafür Lebensmittel, die Magen und Darm nicht stark belasten. Ernährung bei Norovirus: Was kann man essen? Bei einem durch das Norovirus hervorgerufenen Magen-Darm-Infekt sind in der Regel Lebensmittel wie diese gut verträglich: Zwieback Knäckebrot Salzstangen zerdrückte Banane mit Schale geriebener roher Apfel Haferbrei Nudeln oder Reis, in Brühe weich gekocht Joghurt Rührei klare Suppen Kartoffelbrei oder -suppe Karottensuppe fettarmes Fleisch oder fettarmer Fisch Worauf besser verzichten? Verzichten sollten Menschen mit Norovirus-Infekt vorerst auf fettreiche oder stark gewürzte Speisen, Hülsenfrüchte und Süßspeisen. Auch koffeinhaltige Getränke (wie Kaffee, Cola, Energydrinks) sind bei Brechdurchfall nicht zu empfehlen. Kleinkinder mit Norovirus: Was essen? Babys und Kleinkinder mit Norovirus sollten am besten wie gewohnt altersgemäß gestillt oder gefüttert werden. Säuglinge, die bereits Beikost bekommen, dürfen diese also weiter erhalten. Norovirus bei Kindern: Was Eltern wissen sollten Von einer speziellen Schonkost, Spezialnahrung oder gar längeren Nahrungspausen ist bei Säuglingen mit Erbrechen und/oder Durchfall hingegen abzuraten. So etwas kann die Genesung ungünstig beeinflussen. Wichtig für am Norovirus erkrankte Säuglinge ist, dass sie so häufig wie möglich gestillt werden. Manchmal sind die Kleinen vom Infekt jedoch so geschwächt, dass es ihnen schwerfällt, aus eigener Kraft genügend zu trinken. Dann kann es helfen, dem Kind immer wieder kleine Portionen an Flüssigkeit Löffelchen für Löffelchen oder auch mit einer Pipette oder Spritze (ohne die spitze Kanüle) tröpfchenweise anzubieten. Für Kleinkinder mit Norovirus eignet sich eine altersentsprechende Kost. Anfangs kann das Essen zum Beispiel bestehen aus: Brot mit Aufstrich Nudel-, Reis- oder Kartoffelgerichten Haferbrei oder Grießbrei Salzstangen Kartoffel- oder Möhrensuppe Werden solche Speisen vertragen, ohne Erbrechen auszulösen, ist meist auch normale Kleinkindkost wieder möglich. Anfangs noch ungeeignet sind hingegen alle sehr zuckerhaltigen Getränke (wie unverdünnter Apfel- oder Birnensaft) und Speisen.