Gedächtnis trainieren: Übungen für den Alltag

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Dass das Gedächtnis im Alter schlechter wird, ist normal. Doch die Leistung des Gehirns lässt sich trainieren – und das ganz nebenbei im Alltag. Ältere Menschen lieben es, in der Zeitung Kreuzworträtsel oder Sudokus zu lösen. Andere beschäftigen sich mit Rätselgeschichten, um auf spielerische Art im Kopf fit zu bleiben und ihre Gedächtnisleistung zu verbessern. Doch Denksportaufgaben und Gehirnjogging allein reichen nicht, um das Gedächtnis nachhaltig zu trainieren. Wer auch im Alter geistig fit sein will, muss mehr tun. Vergesslichkeit oder Demenz? So erkennen Sie den Unterschied Für ein besseres Gedächtnis: Übungen individuell gestalten Zum effektiven Gehirntraining gehört vor allem, öfter mal festgefahrene Gewohnheiten zu durchbrechen und etwas Neues auszuprobieren. Aber es gibt auch gezielte Trainingsmöglichkeiten, um das Gedächtnis und Erinnerungsvermögen zu verbessern . Wer im Internet die Suchbegriffe "Senioren", " Gedächtnis training" und "Übungen" eingibt, findet Übungen, die kostenlos heruntergeladen werden können. Allerdings sollte man sich bewusst sein, dass diese Trainings nicht das gesamte Gedächtnis verbessern. Je nachdem, wo es im Denkapparat hapert, müssen auch die Methoden und Übungen gestaltet werden. Namensgedächtnis mit Illustrierten stärken Will man das Erinnern von Namen mit den dazugehörigen Gesichtern trainieren, kann man zum Beispiel eine Illustrierte mit den dort abgebildeten Personen-Fotos betrachten, die dazugehörigen Namen studieren – und später die Bildunterschriften abdecken und das Gelesene aus dem Gedächtnis abrufen. Erfolgreiches Gedächtnis training ist immer auch Konzentrations- und Aufmerksamkeitstraining. Viele Probleme mit dem Gedächtnis und der Merkfähigkeit sind nach ihren Angaben Konzentrationsprobleme. Gezieltes Gedächtnistraining fürs Gehirn Die Konzentrationsfähigkeit lässt sich durch eine gezielte Wahrnehmungsschulung steigern, sagen Gedächtnisforscher. Wer Anregungen für Übungen zu Hause sucht, kann auch Kurse für ganzheitliches Gedächtnis training besuchen und die Methoden erlernen. Denkflexibilität kann nach ihren Worten auch zwischendurch durch Gedächtnisübungen im Alltag trainiert werden. Zum Beispiel kann man sich zu jedem Buchstaben des eigenen Vornamens einen Namen und eine Tätigkeit suchen. Etwa bei A: Anni arbeitet. Wer Probleme hat, sich Namen zu merken, kann den Namen einer Person mit ihren Merkmalen verbinden. Vielleicht hat zum Beispiel Frau Bäcker rote Haare, dann kann man sich eine Bäckerin am Ofen in einer roten Schürze vorstellen, um sich das zu merken. Gegen Altersvergesslichkeit: Fleißiges Üben macht sich bezahlt In der Hirnforschung ist laut Experten sehr gut belegt, dass ältere Erwachsene in vielen kognitiven Aufgaben, also Denkaufgaben, besser werden, wenn sie üben. Verbesserungen in anderen kognitiven Aufgaben, sogenannte Transfereffekte, werden selten beobachtet. Forscher sind sich einig, dass man kognitive Fähigkeiten nicht erweitern oder vergrößern kann. Vielmehr scheint man lernen zu können, mit den spezifischen Anforderungen einer bestimmten Aufgabe besser umzugehen. Deshalb verbessert Sudoku nur die Fähigkeit, diese Rätsel zu lösen. Dem Namensgedächtnis und der allgemeinen Merkfähigkeit helfen Spiele und Rätselgeschichten nicht. Bewegung fördert die Durchblutung des Gehirns Wer im Alter etwas für seine Gedächtnisleistung tun will, sollte nicht nur auf Gedächtnistraining setzen, sondern auch den Körper in Bewegung halten. Darauf weist die Deutsche Seniorenliga in Bonn hin. Regelmäßige körperliche Bewegung steigert die Durchblutung und die Sauerstoffversorgung des Gehirns – und auch die Denkfähigkeit und die Gedächtnisleistung.
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