Herzinsuffizienz: Symptome und Ursachen einer Herzschwäche

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Wer nach dem Treppensteigen kaum noch Luft bekommt , könnte an einem Herzproblem leiden. Ein Kardiologe erklärt, welche Alarmsignale es noch gibt. Die Herzschwäche, auch Herzinsuffizienz genannt, ist eine ernstzunehmende und gefährliche Erkrankung. Sie kann plötzlich auftreten, zum Beispiel bei einem Herzinfarkt, oder sich schleichend über lange Zeit entwickeln. Im Fall einer schleichenden Herzschwäche sind die Symptome zunächst eher unspektakulär und bleiben daher häufig lange unbemerkt. Einige Symptome im Überblick. Herzschwäche: Diese Symptome können auftretren Eine Herzschwäche kann sich unterschiedlich äußern. Die häufigsten Anzeichen sind: Leistungsabnahme und Erschöpfung Flüssigkeitseinlagerungen beispielsweise in den Unterschenkeln (geschwollene Beine, Knöchelödeme) Gewichtszunahme (aufgrund der Wassereinlagerungen) Atemnot und Kurzatmigkeit Die Symptome der Herzschwäche sind zum Teil eher diffus und somit für die zumeist älteren Patienten nicht immer dem Herzen zuzuordnen. "Das birgt die Gefahr, dass ältere Betroffene ihre Beschwerden dem Alter zuschreiben und hinnehmen, anstatt zum Arzt zu gehen. Mit fatalen Folgen bis hin zu schwerwiegenden Komplikationen und Einbußen an Lebensqualität oder gar Tod", warnt Thomas Voigtländer, Professor für Kardiologie und Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung. Ursachen einer Herzinsuffizienz Die chronische Herzschwäche ist in aller Regel die Folge anderer Herzerkrankungen. In etwa 70 Prozent der Fälle entwickelt sie sich aus der koronaren Herzkrankheit (KHK), der Grunderkrankung des Herzinfarkts, sowie Bluthochdruck – allein oder gemeinsam mit Diabetes. Aber auch Klappenerkrankungen, Herzmuskelentzündung oder angeborene Herzfehler sind mögliche Ursachen. "Wer herzkrank ist und diesen Zusammenhang kennt, kann durch sein Therapieverhalten ein Abgleiten in eine Herzschwäche vermeiden", sagt Voigtländer. Herzinsuffizienz – eine Volkskrankheit? In Deutschland leiden bis zu vier Millionen Menschen an einer chronischen Herzschwäche. Wegen der Pumpschwäche wird der Körper nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt. Damit fehlen ihm auch Sauerstoff und Nährstoffe. Es kommt zu den krankheitstypischen Symptomen. "Wer unter Atemnot und Leistungsabnahme leidet, sollte sofort zum Arzt gehen. Je früher die Herzschwäche erkannt wird, umso eher kann man mit den heutigen Therapien gegensteuern", rät Voigtländer. Ratgeber zur Herzschwäche Millionen Menschen in Deutschland sind von Herz-Kreislauf-Erkrankungen betroffen. Für Patienten mit einer Herzschwäche und ihre Angehörigen bietet die Deutsche Herzstiftung den kostenlosen Ratgeber "Das schwache Herz" an, der über Ursachen, Diagnose und Therapien der Herzschwäche und deren Vorbeugung informiert.
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