Jeden Tag Nudeln essen: Wie (un)gesund ist das?

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Pasta landet bei vielen Menschen regelmäßig auf dem Teller. Doch ist es gesund, viel davon zu essen, oder kann der häufige Nudelkonsum dem Körper schaden? Nudeln gehören zu den beliebtesten Gerichten in Deutschland. Ob Spaghetti mit Tomatensoße, cremige Pasta oder klassisch mit Pesto: Kaum ein anderes Lebensmittel steht so regelmäßig auf dem Speiseplan. Gleichzeitig halten sich hartnäckige Vorurteile: Pasta mache dick und sei ungesund. Doch stimmt das wirklich? Oder kann man sogar jeden Tag Nudeln essen, ohne der Gesundheit zu schaden? Ein Faktencheck. Nudeln liefern vor allem Energie Grundsätzlich zählen Nudeln zu den kohlenhydratreichen Lebensmitteln. Sie versorgen den Körper daher vor allem mit Energie. Genau deshalb sind sie auch bei Sportlern beliebt: Kohlenhydrate helfen dabei, die Energiereserven des Körpers wieder aufzufüllen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) ordnet Nudeln zudem als Getreideprodukt und damit als Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung ein. Erwachsene sollten täglich Getreideprodukte wie Brot, Reis oder Pasta essen – idealerweise in Kombination mit Gemüse und Eiweißquellen. Auch die Kalorienmenge ist moderat. 100 Gramm gekochte Hartweizennudeln enthalten etwa 150 Kalorien und rund ein Gramm Fett. Damit liegen sie im Mittelfeld der Sättigungsbeilagen – deutlich unter Pommes, aber über vielen Gemüsesorten. Vollkornnudeln sind die gesündere Wahl Ob Pasta gesund ist, hängt stark von der Sorte ab. Klassische helle Nudeln werden meist aus Hartweizengrieß hergestellt. Daneben gibt es unter anderem Eiernudeln, Reisnudeln oder Pasta aus Hülsenfrüchten. Als besonders empfehlenswert gelten Vollkornnudeln. Da beim Mahlen das ganze Korn verarbeitet wird, enthalten sie mehr Nährstoffe als helle Varianten. Dazu gehören vor allem: Ballaststoffe Eisen Magnesium Zink B-Vitamine Der hohe Ballaststoffgehalt sorgt außerdem dafür, dass Vollkornnudeln länger satt machen und die Verdauung unterstützen. Ballaststoffe : Sieben Gründe, warum sie gesund sind Jeden Tag ein Löffel Olivenöl: Das kann er im Körper bewirken Zubereitung beeinflusst den Blutzucker Auch die Art der Zubereitung kann einen Unterschied machen. Viele Experten empfehlen, Nudeln "al dente", also bissfest, zu kochen. In diesem Zustand werden die enthaltenen Kohlenhydrate langsamer verdaut. Das wirkt sich auch auf den Blutzuckerspiegel aus: Er steigt langsamer an als bei sehr weich gekochten Nudeln. Dadurch bleibt das Sättigungsgefühl länger erhalten. Ein weiterer Tipp aus der Ernährungswissenschaft: abgekühlte Nudeln enthalten teilweise sogenannte resistente Stärke. Diese wird vom Körper ähnlich wie Ballaststoffe verarbeitet und kann länger satt machen. Entscheidend ist, was zur Pasta dazu kommt Ob eine Pastamahlzeit gesund ist, hängt jedoch nicht nur von der Nudel selbst ab. Häufig stammen viele zusätzliche Kalorien aus der Soße. Besonders gehaltvoll sind etwa Sahnesoßen, ölreiche Pestos und sehr fettreiche Fleischsoßen. Leichter und nährstoffreicher sind dagegen Tomatensoßen oder Gemüsegerichte, ergänzt durch Eiweißquellen wie Hülsenfrüchte, Tofu oder mageres Fleisch. Wer seine Soße selbst zubereitet, kann zudem Zucker und Fett besser kontrollieren. Was passiert, wenn man jeden Tag Nudeln isst? Grundsätzlich ist es möglich, regelmäßig Pasta zu essen. Eine Portion von etwa 100 bis 120 Gramm ungekochter Nudeln pro Mahlzeit gilt als übliche Menge. Problematisch wird es jedoch, wenn Nudeln sehr häufig und ohne Abwechslung gegessen werden. Dann kann die Ernährung schnell einseitig werden. Studien deuten darauf hin, dass ein sehr hoher Nudelverzehr mit einer geringeren Aufnahme wichtiger Nährstoffe verbunden sein kann. Mögliche Folgen können sein: einseitige Ernährung Gewichtszunahme bei zu hoher Kalorienzufuhr eine geringere Aufnahme von Vitaminen und Mineralstoffen Vor allem helle Nudeln ohne ballaststoffreiche Beilagen können außerdem die Verdauung beeinträchtigen. Fazit Nudeln sind keineswegs ungesund. Als Teil einer ausgewogenen Ernährung können sie sogar eine wichtige Energiequelle sein. Entscheidend ist jedoch, wie oft und in welcher Form sie verzehrt werden. Wer Pasta regelmäßig essen möchte, sollte einige Punkte beachten. Empfehlenswert ist es, Vollkornnudeln zu wählen, da sie mehr Ballaststoffe enthalten und länger satt machen. Zudem sollten Nudeln bissfest (al dente) gekocht werden, damit der Blutzuckerspiegel langsamer ansteigt. Für eine ausgewogene Mahlzeit ist es sinnvoll, Pasta mit viel Gemüse und Eiweißquellen zu kombinieren. Auf sehr fettreiche Soßen sollte man dagegen möglichst verzichten. Dann spricht auch nichts dagegen, Pasta häufiger zu genießen – selbst mehrmals pro Woche. Für eine gesunde Ernährung bleibt jedoch eines entscheidend: Abwechslung auf dem Teller.
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