Kamillentee bei Husten? Warum das ein Fehler ist

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Manche Hausmittel lindern Erkältungssymptome – andere verschlimmern sie. Welche Mittel wirklich helfen und welche man besser meiden sollte. "Erkältungsinfekte dauern meist etwa sechs Tage", sagt der Berufsverband Deutscher Internisten. Oft sind sie harmlos – aber doch alles andere als angenehm. Mit der Einnahme von Medikamenten besser warten Dennoch sollte man die Beschwerden nicht mit Medikamenten "wegbügeln", wie es der Deutsche Hausärzteverband ausdrückt. Viele Menschen schwören auf Hausmittel: Zwiebelsäckchen ans Ohr gelegt, Dampfbäder, Gurgeln und Hühnersuppe. Sie können eine Virusinfektion zwar nicht heilen, aber die Symptome lindern und bestimmte Beschwerden etwas erträglicher machen. Bei trockenem Husten keine Kamille verwenden Ob Erkältungsbad , Tee oder Inhalation – viele Menschen fügen ätherische Öle oder Kräuterauszüge hinzu, um Husten zu lindern oder die verstopfte Nase freizubekommen. Beispielsweise unterstützt Salbei die Schleimhautoberfläche, ihr natürliches Milieu wiederherzustellen und so die Viren loszuwerden, erklärt der Hausärzteverband. Der Verband rät jedoch dazu, nicht irgendeinen Zusatz in das heiße Wasser zu kippen. Was passend ist, richtet sich nach den Symptomen. Thymian als Teeaufguss soll den Hustenreiz bessern. Kamille wirke austrocknend, was bei trockenem Husten kontraproduktiv wäre, erläutert Mühlenfeld. Geben Sie stattdessen etwas Salbei oder Kochsalz hinzu. Bei schleimigem Husten sind Efeu-Extrakte eine gute Wahl. Neben dem Inhalieren ist bei Halsschmerzen und Husten auch das Gurgeln sinnvoll. Dazu eignet sich auch der abgekühlte Sud, den Sie zuvor zum Inhalieren verwendet haben. So wird der Rachen mit Feuchtigkeit benetzt, und die ätherischen Öle gelangen auch hier direkt an die Schleimhautoberfläche. Zwiebelsirup selbst herstellen Allgemein hilft auch eine Zwiebel bei Husten, weiß Katrin Tempel, Autorin des Buches "Bewährt Hausmittel neu entdeckt". Hierzu benötigen Sie eine Zwiebel sowie zwei Esslöffel flüssigen Honig. Schälen Sie die Zwiebel und schneiden Sie sie anschließend in kleine Würfel. Die Würfel kommen dann in ein Glas und werden mit dem Honig übergossen. Lassen Sie alles über Nacht stehen und ziehen. Am nächsten Tag können Sie die Flüssigkeit abseihen und löffelweise über den Tag verteilt zu sich nehmen. Heiße Milch mit Honig verschlimmert Symptome Ein gängiger Mythos bei einer Erkältung ist es, heiße Milch mit Honig zu trinken. Zwar wirkt das Getränk anfangs wohltuend. Jedoch ist es sehr zähflüssig und schleimig. Besonders bei Husten ist dies eher hinderlich und kann daher den Gesundheitszustand noch verschlimmern. Ätherische Öle sind nichts für Kinder Mentholzusätze wie Pfefferminzöl sollte der Erkältete auf ein Taschentuch geben und sich dies vor die Nase halten. Bei Säuglingen und Kleinkindern sind jedoch ätherische Öle wie Kampfer und Menthol im Gesicht tabu. Sie können zu allergischen Reaktionen wie Krämpfen und Atemstillstand führen. Besser ist ein Erkältungstee aus Mavenblüten, Salbei, Lindenblüten, Himbeerblättern und Honig. Die stärkere Durchblutung der Schleimhäute durch Wärme sowie die Feuchtigkeit sorgen auch dafür, dass aus Bronchien oder Nase vermehrt Sekret fließt. Und das ist ein gutes Zeichen. Denn zum einen schützt es. Zum anderen wird der Organismus mit dem vermehrten Sekret kranke, befallene Zellen los, wissen Experten. Heiße Brühen stabilisieren den Flüssigkeitshaushalt Einige Studien wollen nachgewiesen haben, dass Hühnerbrühe wirkt: Sie soll im Organismus bestimmte weiße Blutkörperchen blockieren, die für Entzündungsprozesse verantwortlich seien und bei Erkältungen freigesetzt würden. Auch der in der Suppe enthaltene Eiweißstoff Cystein wirke entzündungshemmend und abschwellend auf die Schleimhäute. Experten vom Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheit swesen (IQWiG) sind eher skeptisch, denn auch ohne Suppe gehe es dem Erkälteten nach ein paar Tagen in der Regel besser. Dennoch kann Hühnersuppe sinnvoll sein. Richtig zubereitet, enthält sie Mineralien . Zudem stockt sie den Flüssigkeitshaushalt auf, der durch Schwitzen, etwa durch erhöhte Temperatur, verloren gegangen ist. Letztlich gelte das aber auch für Rinderbouillon oder Gemüsebrühe. Schwitzen fördert die Heilung Eines ist vielen Hausmitteln gemein: Sie ersetzen die ausgeschwitzte Flüssigkeit. Sie befeuchten außerdem die Schleimhäute, sodass diese sich gegen Eindringlinge schützen kann, und kurbeln mit ihrer Wärme die Durchblutung an. Das gilt auch für Tees. Vor allem Lindenblütentee soll das Schwitzen kräftig ankurbeln. Die Wärme erleichtert es dem Körper, die Temperatur zu erhöhen, was den Kampf gegen die Viren unterstützt. Nach dem vierten Tag wird die Erkältung in der Regel besser Bei starken Hals- oder Kopfschmerzen helfen laut Mühlenfeld Tabletten mit den Wirkstoffen Ibuprofen oder Paracetamol. Üblicherweise stellt sich mit Hausmitteln nach dem vierten Tag der Erkältung wieder Erholung ein. Ihre Grenze erreichen Hausmittel jedoch, wenn nach einigen Tagen hohes Fieber auftritt oder sich der Betroffene deutlich schlechter fühlt. In diesem Fall sollte ein Arzt aufgesucht werden.
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