Die Diskussion über eine Rückkehr von Manuel Neuer in die Nationalmannschaft beschäftigt auch Uli Hoeneß. Er hat eine klare Meinung – und auch einen Plan für den Torwart beim FC Bayern. Im Podcast des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder hat Bayern-Ehrenpräsident Uli Hoeneß Bundestrainer Julian Nagelsmann für seinen Umgang mit der Neuer-Debatte kritisiert. Zugleich hat er sich für eine Vertragsverlängerung des 40-jährigen Torhüters beim FC Bayern ausgesprochen – verbunden mit einer ungewöhnlichen Idee. Im Podcast "Auf eine weiß-blaue Tasse" legte Hoeneß dar: "Dieses Thema Neuer hätte ich ganz anders angepackt." Man hätte sich zwar für einen Torwart entscheiden, aber die weitere Entwicklung abwarten sollen: "Man hätte den Manuel Neuer ohne das Theater auch noch vier Wochen vor der WM nominieren können und er hätte gespielt wie einst im Mai. Das ist die Gefahr bei Julian, dass er viel zu viele Dinge über die Medien macht." "Musst heute deine Probleme intern lösen" Als weiteres Beispiel für Nagelsmanns unbeholfene Auftritte inder Öffentlichkeit nannte Hoeneß die Kritik an Stuttgarts Stürmer Deniz Undav . Diese hatte Nagelsmann mittlerweile bereut. Hoeneß empfahl dem Bundestrainer: "Du musst heute deine Probleme intern lösen." Auch dass Nagelsmann kurz vor der WM noch junge Spieler teste, kritisierte Hoeneß: "Ich will kein Nagelsmann-Bashing machen, aber was ich ihm vorwerfe ist, dass er jetzt noch junge Spieler dazuholt und testet, um den Medien gerecht zu werden." Kontinuität und Selbstvertrauen seien für eine Mannschaft schließlich ganz wichtig. Neuer war 2024 nach der Heim-EM aus der Nationalmannschaft zurückgetreten. Nagelsmann ernannte daraufhin Marc-André ter Stegen zur Nummer eins. Ter Stegen fiel seitdem jedoch die meiste Zeit verletzt aus. Mittlerweile hat der Bundestrainer den Hoffenheimer Oliver Baumann zu seinem WM-Schlussmann ernannt. Neuer selbst äußerte sich zuletzt zu einem möglichen Comeback: "Es wird die Weltmeisterschaft geben, aber ich bin jetzt gar nicht da drin und ich bin auch gar nicht Teil des Ganzen und deshalb schaue ich das entspannt von außen." Beim FC Bayern wünscht sich Hoeneß, dass Neuer seinen im Sommer auslaufenden Vertrag verlängert. Hoeneß: "Wenn es nach mir geht, würden wir versuchen, ihn noch ein Jahr zu behalten und ihn zu bitten, ein Patronat für den (Jonas) Urbig zu machen." Neuer soll in der kommenden Saison immer wieder auf Einsätze zugunsten seines 22-jährigen Stellvertreters verzichten. Von Urbig halte man im Klub "sehr viel". Hoeneß war anfangs nicht von dem früheren Kölner überzeugt – mittlerweile traut er ihm das Erbe Neuers zu.