WM 2026: DFB-Star Anton Stach kommt aus Sportfamilie

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Anton Stach gehört zu den stillen Kräften im deutschen Fußball. Im Hintergrund stehen eine Familie, in der Leistungssport zum Alltag gehört, und ein Vater, der im TV kein Unbekannter ist. Anton Stach ist vielen Fußballfans als laufstarker, unaufgeregter Mittelfeldspieler bekannt. Der 1,94 Meter große Mittelfeldspieler steht für eine unauffällige, aber wertvolle Rolle: Bälle erobern, Räume schließen, Wege gehen, ohne jeden Abend die Schlagzeilen zu dominieren. Das hat auch Bundestrainer Julian Nagelsmann erkannt und Stach zurück in den Kreis der Nationalmannschaft geholt – ein Einsatz im WM-Testspiel gegen die Schweiz inbegriffen. Der Profi von Leeds United wuchs in Buchholz in der Nordheide auf, umgeben von Sport auf nahezu jeder Ebene: Der Vater, Matthias Stach, kommentierte die großen Turniere im Fußball und Tennis, die Mutter, Julia Stach, spielte Handball, die Schwestern Emma und Lotta strebten früh zum Leistungsbasketball. Anton selbst war lange zweigleisig unterwegs, gehörte im Tennis zu den Top-Ten-Spielern seines Jahrgangs in Deutschland, entschied sich dann aber für den Fußball. "Na, dann leg jetzt mal richtig los": TV-Kommentator spricht über DFB-Comeback seines Sohnes Stach-Schwester absolvierte 34 Länderspiele Die ältere Schwester Emma schaffte es sogar zur Basketball-Nationalspielerin (34 Einsätze) und sammelte Erfahrungen in verschiedenen europäischen Ligen. Bis zum Ende ihrer Karriere nach der Saison 2024/25 spielte sie mit ihrer Schwester Lotta zusammen beim Mitteldeutschen Basketball Club (MBC). Lotta Stach führte der Weg über Nachwuchsnationalteams und die Bundesliga bis hin zu Sisu Kopenhagen nach Dänemark. In dieser Familien-Konstellation werden Themen wie Kaderplätze, Formkurven oder Auslandswechsel nicht theoretisch, sondern aus der Innensicht diskutiert. Was für viele Familien seltene Ausnahmesituationen sind, gehört bei den Stachs zum Gesprächsalltag. Am Ende ist Anton Stach derjenige, der im Fußball die Bühne betritt, doch die größere mediale Bekanntheit hat wohl sein Vater. Matthias Stach, Jahrgang 1962, ist aus der deutschen Sportberichterstattung kaum wegzudenken. Nach einem sportbezogenen Studium begann er Ende der 1980er-Jahre im Hörfunk und wechselte wenig später ins Fernsehen. Dort kommentierte er zunächst für Privatsender wie Tele 5 und DSF/Sport1, später für Sat. 1, Premiere/Sky, ran sowie Eurosport große Fußball- und Tennisevents. In den 1990er- und 2000er-Jahren war seine Stimme bei Bundesliga- und Europapokalspielen ebenso präsent wie bei Welt- und Europameisterschaften. Parallel dazu baute er sich im Tennis ein Profil auf, das ihm den Ruf der "Stimme des Tennissports" einbrachte. Gerade im Tennis wurde Stach auf den großen Bühnen zum Dauergast. Er berichtete von allen vier Grand-Slam-Turnieren, kommentierte unzählige Partien von Wimbledon bis Melbourne und stand häufig an der Seite früherer Profis am Mikrofon, etwa mit Boris Becker im Eurosport-Team. Für seine Arbeit erhielt er mehrfach den Deutschen Fernsehpreis , unter anderem für die Tennis-Berichterstattung der Australian Open . Weniger bekannt ist, dass er selbst zuvor ambitioniert Tennis spielte und als Journalist sogar internationale Studenten- und Medienmeisterschaften gewann – eine Erfahrung, die seinen Blick auf den Leistungssport zusätzlich schärfte. Stach beobachtet Karrieren selten romantisch, sondern als langfristige Projekte. Über Sohn Anton sagte er einmal, dieser sei "vom Potenzial her erst auf der Hälfte des Weges" – ein Satz, der nüchtern und zugleich ermutigend klingt.
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