Zeitumstellung 2026 imMärz: Wann die Uhren umgestellt werden

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Ende März ist wieder Zeitumstellung und die Uhren werden umgestellt. Doch in welche Richtung? In der Nacht vom 28. auf den 29. März 2026 werden die Uhren eine Stunde – von 2 Uhr auf 3 Uhr – vorgestellt. Damit endet die Winterzeit (Mitteleuropäische Zeit, MEZ), die auch Normalzeit genannt wird, und es beginnt die Sommerzeit (Mitteleuropäische Sommerzeit, MESZ). Der Schlaf wird also unter Umständen etwas kürzer ausfallen. Schlafmedizinerin erklärt: So stecken Sie die Zeitumstellung besser weg Es geht aufwärts: Wann fängt der Frühling wirklich an? Wann gibt es keine Zeitumstellung mehr? Die Diskussion um die Abschaffung der Zeitumstellung läuft seit Jahren. 2019 sprach sich das EU-Parlament dafür aus, die Umstellung ab 2021 zu beenden. Bislang bleibt es jedoch bei Sommer- und Winterzeit – und das voraussichtlich bis Ende 2026. Blütenmeer: Diese Blumen läuten den Frühling und den Sommer ein Zeitumstellung: Seit wann werden die Uhren umgestellt? Der erste Vorschlag zur Zeitumstellung kam von Benjamin Franklin im Jahr 1784. Er schlug damals humorvoll vor, das Sonnenlicht besser zu nutzen, um den Verbrauch von Kerzen zu verringern. Auch im Deutschen Reich gab es Überlegungen dazu, und 1893 wurde die Mitteleuropäische Zeit (MEZ) per Gesetz eingeführt. Die erste Sommerzeit kam dann während des Ersten Weltkriegs, um Energie zu sparen. Nach der Ölkrise 1973 führten viele europäische Länder die Zeitumstellung wieder ein. In dem jetzigen Rhythmus – also am letzten Sonntag im März werden die Uhren vorgestellt, am letzten Sonntag im Oktober zurückgestellt – gibt es die Zeitumstellung in Deutschland erst seit 1996. Die Uhrumstellung als solche besteht jedoch schon wesentlich länger. Die Bundesrepublik führte die Zeitumstellung 1980 ein und war damit eines der letzten Länder der Europäischen Gemeinschaft, die diesen Schritt vollzogen. In Italien und Frankreich gab es die Zeitumstellung bereits seit den 1960er-Jahren. Zeitumstellung und Bahn: Was Reisende beachten sollten Für die Deutsche Bahn (DB) ist die Zeitumstellung mittlerweile Routine. Dennoch sollten Reisende im Frühjahr mit Verspätungen rechnen, denn Züge kommen am Morgen nach der Umstellung eine Stunde später am Zielbahnhof an. Das liegt daran, dass die Züge der verlorenen Stunde hinterherfahren müssen. Nachtzüge hingegen bleiben bei der Umstellung auf Winterzeit in einem Bahnhof stehen und setzen ihre Fahrt pünktlich fort. S-Bahnen, die in Ballungsräumen bis spät in die Nacht fahren, sind von der Umstellung nicht betroffen und fahren durchgehend. Warum gibt es die Zeitumstellung noch? Die ursprüngliche Idee hinter der Zeitumstellung war es, Energie zu sparen, indem die Menschen das Tageslicht besser nutzen. Heute weiß man jedoch, dass die Einsparungen minimal sind. Eine Untersuchung der Bundesregierung aus dem Jahr 2005 zeigte, dass zwar abends weniger Licht eingeschaltet wird, aber dafür am kühlen Morgen mehr geheizt wird. Das Ergebnis: Die Einsparungen heben sich gegenseitig auf. Trotzdem hat die Sommerzeit auch positive Effekte. Eine amerikanische Studie zeigte, dass Menschen im Sommer im Schnitt eine halbe Stunde länger draußen aktiv sind und weniger fernsehen. Warum die Zeitumstellung trotz der Argumente noch nicht abgeschafft wurde, liegt daran, dass es noch keine einheitliche Lösung gibt. Damit die Zeitumstellung abgeschafft werden kann, müssen sich alle Mitgliedsstaaten auf eine Lösung einigen – etwa, ob sie künftig nur Sommer- oder nur Winterzeit wollen. Eine Einigung ist nötig, um einen Flickenteppich und somit ein Uhrzeitchaos in der EU zu verhindern. Die häufigsten Beschwerden durch die Zeitumstellung Viele Menschen leiden unter der Zeitumstellung. Rund 32 Prozent haben körperliche oder psychische Probleme – Frauen sind häufiger betroffen als Männer. Müdigkeit, Einschlafprobleme und Konzentrationsschwierigkeiten gehören zu den häufigsten Beschwerden. Auch depressive Verstimmungen können auftreten, was dazu führt, dass sich am Montag nach der Umstellung mehr Menschen krankmelden. Um sich besser auf die Umstellung vorzubereiten, hilft es, schon einige Tage vorher schrittweise seine Schlafengeh- und Aufstehzeit anzupassen. Schritte zwischen zehn bis 15 Minuten pro Tag gelten als ideal. Bewegung an der frischen Luft und Tageslicht sind ebenfalls hilfreich. Wie funktioniert die Zeitumstellung technisch? Technisch stellt die Zeitumstellung kein Problem dar. In Deutschland geben die Atomuhren der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig die exakte Zeit vor. Funkuhren passen sich automatisch an. Die PTB ist gesetzlich beauftragt, die verbindliche Zeit zu verbreiten. Gesundheitsexperten raten bei Schlafstörungen nach der Umstellung von Schlafmitteln ab. Besser seien beruhigende Tees, Entspannungsübungen oder ein warmes Bad.
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