Durch den Iran-Krieg steigt die Inflation wieder, die Banken erwarten bald auch eine Erhöhung der Zinsen vonseiten der EZB. Für Sparer ergeben sich daraus jetzt schon attraktive Möglichkeiten. Seit dem Ausbruch des Iran-Kriegs sind die Zinsen für Festgeldanlagen spürbar gestiegen. Laut einer Auswertung des Vergleichsportals Verivox liegen Anlagen mit zwei Jahren Laufzeit derzeit im Schnitt bei 2,25 Prozent und damit um 0,18 Prozentpunkte höher als zu Kriegsbeginn. Auch die Tagesgeldzinsen haben leicht zugelegt und betragen aktuell durchschnittlich 1,32 Prozent. Über verschiedene Laufzeiten hinweg zeigt sich ein deutlicher Anstieg bei Festgeldzinsen. So kletterten die durchschnittlichen Zinssätze für zweijährige Anlagen von 2,07 auf 2,25 Prozent. Bei fünfjährigen Laufzeiten stiegen sie von 2,23 auf 2,37 Prozent, während zehnjährige Festgelder von 2,51 auf 2,68 Prozent zulegten. Damit erreichten die Zinsen teils den höchsten Stand seit mehr als zwei Jahren. Tabelle zeigt: So haben sich die Zinsen beim Festgeld seit 2022 entwickelt Gleichzeitig hat sich die Inflation stärker entwickelt als die Zinsen. Bei einer aktuellen Teuerungsrate von 2,9 Prozent liegen die Realzinsen – also die um die Inflation bereinigten Erträge – im negativen Bereich. Für zweijährige Festgeldanlagen ergibt sich im Schnitt ein Realzins von minus 0,65 Prozent, bei zehnjährigen Anlagen von minus 0,22 Prozent. Am Markt sind jedoch auch Angebote mit höheren Zinssätzen verfügbar. Für zweijährige Festgelder werden aktuell bis zu 3,2 Prozent geboten , bei einjährigen Laufzeiten bis zu 3 Prozent. Auch beim Tagesgeld gibt es Zinsen von 3 Prozent Bei den Tagesgeldzinsen zeigt sich bislang nur eine geringe Dynamik. In den vergangenen neun Monaten stiegen die durchschnittlichen Zinsen lediglich um 0,04 Prozentpunkte. Regionale Institute bieten dabei im Schnitt niedrigere Zinsen als bundesweit verfügbare Angebote. An der Spitze des Marktes hat sich der Wettbewerb hingegen verstärkt. Derzeit bieten mehrere Banken Zinssätze von 3 Prozent oder mehr an, meist jedoch zeitlich befristet und nur für Neukunden. Nach Ablauf dieser Aktionskonditionen gelten in der Regel deutlich niedrigere Standardzinsen. Für die Analyse hat Verivox die Konditionen von mehr als 800 Banken und Sparkassen ausgewertet. Grundlage waren frei zugängliche Zinssätze für eine Anlagesumme von 10.000 Euro, Stichtag war der 29. April 2026.