Am kommenden Montag bleiben in ganz Deutschland zahlreiche Apotheken geschlossen. Was Patienten beachten sollten. Die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) hat für kommenden Montag, den 23. März, zu einem bundesweiten Protesttag aufgerufen. Neben Apothekenschließungen finden zentrale Demonstrationen in Berlin , München , Düsseldorf und Hannover statt. Die 160.000 Beschäftigten in den Apotheken kritisieren vor allem die aus ihrer Sicht chronische Unterfinanzierung. Das sollten Patienten beachten ABDA-Präsident Thomas Preis erklärt, dass am Montag die allermeisten Apotheken geschlossen bleiben. "Zur Akutversorgung mit dringenden Medikamenten am Protesttag stehen rund um die Uhr über 1.000 Notdienstapotheken bundesweit bereit. Wir raten Patientinnen und Patienten, nicht akut notwendige Rezepte noch vor dem Protesttag einzulösen oder dann wieder ab Dienstag, dem 24. März", fügt er an. Bekannter Patientenservice : Amt warnt vor Betrugsanrufen im Namen der 116117 "Mehrheit profitiert" : Fünf-Tage-Diät verbessert Darmerkrankung deutlich Darum streiken die Apotheken Preis erklärt zum Hintergrund des Streiks, dass die Situation der Apotheken und somit die Arzneimittel- und Gesundheitsversorgung der Menschen in Deutschland schon seit Jahren angespannt sei. "Die letzte Honorarerhöhung für die Apotheken hat es vor 13 Jahren gegeben – obwohl die Betriebskosten im selben Zeitraum um mehr als 65 Prozent angestiegen sind." Auch die Apothekenzahlen zeigen, wie ernst die Lage ist. Ende 2025 gab es bundesweit nur noch 16.601 Apotheken. Das sind 440 weniger als ein Jahr zuvor. Während 502 Apotheken schlossen, eröffneten nur 62 neu. Seit 2013 mussten rund 20 Prozent aller Apotheken schließen. "Für die Menschen in den Städten und auf dem Land verlängern sich somit die Wege zur nächsten Apotheke", so Preis. Mit dem Protesttag wolle man die Gesellschaft auf diese Situation aufmerksam machen.