Schlaganfall-Risiko: Viele Deutsche haben gefährliche Werte

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Ein Schlaganfall kann lebensbedrohlich sein. Besonders tückisch: Viele Risikofaktoren bleiben lange unbemerkt und zeigen sich oft erst, wenn es zu spät ist. Viele Menschen fühlen sich gesund, doch ihre Werte sprechen eine andere Sprache. Eine neue Untersuchung der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe zeigt, wie verbreitet unerkannte Risiken für einen Schlaganfall in der Bevölkerung sind. Für die Analyse wurde der Gesundheitszustand vieler Erwerbstätiger in Deutschland beleuchtet. Grundlage war ein Risikocheck, an dem im Jahr 2025 mehr als 2.400 Beschäftigte aus Unternehmen und Behörden teilnahmen. Viele Werte bereits im kritischen Bereich Das Durchschnittsalter der Teilnehmer lag bei 47 Jahren. Sie befanden sich also in einer Lebensphase, in der viele Menschen mitten im Berufsleben stehen. Umso auffälliger die Ergebnisse: Zahlreiche Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen blieben bis zur Untersuchung unentdeckt. Demnach hatten 46 Prozent der Teilnehmer erhöhte oder sogar kritische Blutdruckwerte. Besonders problematisch: 23 Prozent der Betroffenen wussten nichts davon und befanden sich nicht in Behandlung. Auch die Blutfettwerte lagen bei vielen über dem Normalbereich. 38 Prozent der Teilnehmer wiesen erhöhte Cholesterinwerte auf, bei 17 Prozent waren sie bereits kritisch. Cholesterin ist ein fettähnlicher Stoff im Blut, der sich bei zu hohen Werten in den Gefäßen ablagern kann. Beim Körpergewicht zeigte sich ein ähnliches Bild: 66 Prozent lagen außerhalb des Normbereichs. Zusätzlich identifizierten die Untersuchungen mehrere Personen mit Diabetes, also einer Stoffwechselerkrankung, bei der der Blutzucker dauerhaft erhöht ist. Ohne Medikamente: Wie Sie Ihren Bluthochdruck natürlich senken Schlaganfall: Welche Symptome ernste Warnzeichen sind Gefahr bleibt oft lange unbemerkt "Die Ergebnisse sind alarmierend", sagt Gesundheitswissenschaftlerin Antonia Valentin von der Deutschen Schlaganfall-Hilfe. Viele Risikofaktoren verursachen zunächst keine Beschwerden. "Blutdruck tut nicht weh", erklärt sie. Genau das mache die Situation so gefährlich. Ohne regelmäßige Kontrollen bleiben erhöhte Werte oft über Jahre unentdeckt. Mit zunehmendem Alter steigt dann das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie den Schlaganfall deutlich an. Ein Schlaganfall entsteht, wenn die Durchblutung im Gehirn gestört ist und Nervenzellen nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden. Viele Schlaganfälle wären vermeidbar Nach Einschätzung der Stiftung ließe sich ein Großteil der Schlaganfälle verhindern, wenn Risikofaktoren früh erkannt und behandelt würden. Dazu zählten neben Bluthochdruck und erhöhten Blutfetten auch Übergewicht und Diabetes. Die Deutsche Schlaganfall-Hilfe fordert deshalb mehr Prävention – insbesondere am Arbeitsplatz. Regelmäßige Gesundheitschecks könnten helfen, gefährliche Entwicklungen frühzeitig zu erkennen.
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